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1. FFC Frankfurt: Islacker bringt dem FFC gutes Geld

Von Fußball-Nationalspielerin Mandy Islacker, verlässt trotz eines bis 2018 datierten Vertrages den 1. FFC Frankfurt. Bayern München zahlt ordentliche Ablösesumme.
Mittelmaß ist ihr nicht genug: Mandy Islacker verlässt den FFC Frankfurt in Richtung München. Foto: Roskaritz /Eibner-Pressefoto (imago sportfotodienst) Mittelmaß ist ihr nicht genug: Mandy Islacker verlässt den FFC Frankfurt in Richtung München.
Frankfurt. 

Bei den Männern ist es seit Jahren die Normalität: Vertrag hin, Vertrag her, die besten ihres Faches landen früher oder später bei einem der Giganten, der sie aus dem laufenden Vertrag kauft. Nun breitet sich der Trend immer mehr auch auf die Fußballerinnen aus. Großvereine wie Olympique Lyon, Paris St. Germain, Bayern München, VfL Wolfsburg, FC Barcelona, Manchester City kaufen die Stars weg, zahlen für einzelne Spielerinnen Summen, die sonst zum Unterhalt einer ganzen Mannschaft ausreichen würden.

Auch der 1. FFC Frankfurt – einst dank der Vermarktung von Siegfried Dietrich der Primus in Europa, bekommt den Wandel der Zeit zu spüren. Aus der Elf, die 2015 durch das späte 2:1 von Mandy Islacker die Champions League gewann, wechselten Dzsenifer Marozsán nach Lyon, Simone Laudehr nach München, Veronica Bouquete zu Bayern und von dort nach Paris. Andere, wie Célia Šašic, Kerstin Garefrekes oder nun Saskia Bartusiak, hörten auf. Der letzte in Frankfurt verbliebene Star, Olympiasiegerin Mandy Islacker, verlässt den siebenmaligen Deutschen Meister nun in Richtung Bayern München.

Der Unterschied zu den bisherigen Abgängen: Die Bundesliga-Torschützenkönigin von 2016 und 2017 besaß noch einen Vertrag am Brentanobad und ist somit die erste Spielerin, die dem Verein durch ihren Wechsel Geld bringt. Über die Summe wollte Siegfried Dietrich nichts Konkretes sagen, er sprach aber von einem ordentlichen Betrag, der beim Aufbau der neuen, jungen Mannschaft sehr hilfreich sein wird.

Da sich auch Bayern-Managerin Karin Danner beim Management des 1. FFC Frankfurt für „die kollegiale und professionelle Abwicklung des Transfers“ bedankte, scheinen beide Seiten mit dem Coup zufrieden zu sein. „Mandy ist die Torgarantin mit viel Qualität und internationaler Erfahrung. Die 28-Jährige ist genau das, was unserer Offensivabteilung noch gefehlt hat“, kommentierte Danner die Rückkehr der Stürmerin, die bereits 2007 bis 2009 für den Champions League-Teilnehmer aktiv war.

Da der 1. FFC Frankfurt in einer Umbruchphase steckt, trifft der Verlust der Torjägerin nicht ganz so hart. „Natürlich hätten wir Islacker sehr gerne weiter im Boot behalten. Aber wir haben für ihren Wunsch Verständnis, dass sie nach drei persönlich sehr starken Jahren in Frankfurt Champions League spielen und um den Meistertitel kämpfen will“, sagt Dietrich.

Yokoyama soll Lücke füllen

Für die Zustimmung zu dem vorzeitigen Wechsel sprachen einige Argumente. Zum einen werden die Hessinnen mit oder ohne Islacker irgendwo in der oberen Tabellenhälfte landen, ohne Ambitionen in Richtung Champions League und ohne Abstiegsängste. Zum anderen wurde mit der japanischen Nationalspielerin Kumi Yokoyama bereits eine andere renommierte Torjägerin verpflichtet. „Sonst hätten wir nicht zugestimmt“, versichert Dietrich.

Letztlich spielte auch das Geld eine Rolle. In einem Jahr wäre die abwanderungswillige Islacker ablösefrei. „Das erzielte Geld werden wir für die Förderung unserer Talente verwenden. Und natürlich halten wir jetzt verstärkt nach einer Perspektivstürmerin Ausschau, mit der wir im Sinne unserer Zukunftsorientierung längerfristig planen können“, erklärt der FFC-Manager.

Cheftrainer Matt Ross will dazu die anstehenden internationalen Highlights nutzen. Er ist als Beobachter sowohl bei der am 16. Juli beginnenden Europameisterschaft in den Niederlanden, als auch bei der U 19-EM in Nordirland (8. bis 20. August). Bei der EM will er sich nicht nur über die Form seines Trios Kathrin Hendrich, Jackie Groenen, die für das Gastgeberland aufläuft, sowie Cecilie Sandvej (Dänemark) informieren, sondern auch Ausschau nach einer passenden Stürmerin halten. Mit Tanja Pawollek und Janina Hechler ist der 1. FFC Frankfurt übrigens auch bei der U 19-Europameisterschaft vertreten.

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