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Kommentar: Nur noch Utopie

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<span></span> Foto: (FNP)

Man kann den Satz „Geld allein schießt keine Tore“ tausend Mal betonen. Die Tatsache verdrängen, dass Vereine mit großem finanziellen Vorsprung auch sportlich die Nase vorn haben, kann man dennoch nicht. Warum wurde die Frauenfußball-Bundesliga zu Zeiten der reinen Frauen-Vereine vom 1. FFC Frankfurt und Turbine Potsdam beherrscht? Weil deren Kader aufgrund der finanziellen Möglichkeiten denen der Konkurrenz einfach weit überlegen waren.

Die Zeiten haben sich geändert. Die Profi-Giganten Bayern München und VfL Wolfsburg stiegen mit Mitteln ein, die kein reiner Frauenfußball-Verein je aufbieten kann. Der Kampf um die beiden Champions-League-Plätze wird langweilig, schließlich verfügen beide Clubs über je 20 Nationalspielerinnen diverser Länder. Ernsthaft Konkurrenz bekommen können sie erst dann, wenn einer der weiteren fünf „Männer-Clubs“ aus der Frauen-Bundesliga, am ehesten die TSG Hoffenheim, Frauenfußball richtig ernst nimmt. Sonst nicht.

Der erfolgreichste europäische Verein, der 1. FFC Frankfurt, kann nur noch darum kämpfen, Erster der Frauen-Vereine zu bleiben – mit Eigengewächsen. Ein Weg, der zu Zeiten der Hochkonjunktur am Brentanobad leider verpönt war. Und der nun, aus der Not geboren, einen erfolgreichen Neuanfang einleiten soll. Der Gewinn der Meisterschale wird allerdings von nun an Utopie bleiben. So wie für 16 Männer-Bundesligisten.

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