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1. FFC Frankfurt: Rassismusvorwürfe: UEFA ermittelt gegen 1. FFC Frankfurt

Die UEFA ermittelt gegen den 1. FFC Frankfurt wegen des Verdachts von rassistischen Zuschauerrufen.
FC Rosengard vs FFC Frankfurt in der Champions League. EPA/EMIL LANGVAD Foto: Emil Langvad FC Rosengard vs FFC Frankfurt in der Champions League. EPA/EMIL LANGVAD Foto: Emil Langvad
Frankfurt/Main. 

Die UEFA ermittelt gegen den 1. FFC Frankfurt wegen des Verdachts von rassistischen Zuschauerrufen. Dies bestätigte Siegfried Dietrich, Manager des Champions-League-Titelverteidigers, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Nach dem 5:4-Erfolg im Elfmeterschießen der Frankfurter Fußballerinnen gegen den FC Rosengård am Mittwochabend beschwerte sich die italienische Schiedsrichterin im Spielbericht.

„Wir haben von der UEFA ein Schreiben bekommen, dass die Schiedsrichterin angemerkt hat, dass es Affenlaute-Rufe oder so etwas gegeben haben soll”, sagte Dietrich. Er wehrte sich aber vehement dagegen: „Wir haben nur wahrgenommen, dass es ganz normale Buhrufe gegeben hat.”

Bilderstrecke Champions League: 1. FFC Frankfurt nach Elfmeterkrimi im Halbfinale
Die Fußball-Frauen des 1. FFC Frankfurt haben sich mit viel Glück ins Halbfinale der Champions League gerettet. Nach dem 1:0 vor einer Woche zitterte sich der Titelverteidiger am Mittwoch mit einem 5:4 im Elfmeterschießen gegen den schwedischen Meister FC Rosengård um die fünfmalige Weltfußballerin Marta. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte es 1:0 für die Gäste gestanden.Vor 3220 Zuschauer war Torhüterin Anne-Kathrin Kremer Heldin des Tages. Sie wehrte den ersten Strafstoß von Rosengårds Sara Bjork Gunnarsdottir ab. Sie hatte ihr Team in der 28. Minute in Führung gebracht.Die Frankfurterinnen, die neben Dzsenifer Marozsan (Gelb-Sperre) auch kurzfristig auf Nationalspielerin Saskia Bartusiak wegen Muskelproblemen verzichten mussten, begannen stark mit einem Pfostenschuss von Laura Störzel (1.). Doch nach dem 0:1 rannten die Hessinnen ohne große Ideen vergeblich das Tor der Schwedinnen an. Frankfurt steht zum siebten Mal in der Vorschlussrunde, in der es zum Duell mit dem VfL Wolfsburg kommen kann.

In dem Viertelfinal-Rückspiel war es hoch hergegangen, unter anderem weil sich Gästespielerin Gaelle Enganamouit wie schon im Hinspiel das eine oder andere grobe Foul geleistet hatte. So blieb ein Ellbogencheck der Kamerunerin gegen Jackie Groenen von Schiedsrichterin Carina Vitulano ungeahndet. In der Folgezeit wurde Enganamouit von den Zuschauern ausgepfiffen. Vitulano hatte die Partie einmal kurz unterbrochen und die UEFA-Beauftragte gerufen.

Dietrich bezeichnete die Vorwürfe als „aus der Luft gegriffen” und nannte die Pfiffe als „das Normalste der Welt bei einem Fußballspiel”. Der FFC sei absolut gegen Rassismus und habe auch ein entsprechendes Schild am Stadion. Im Halbfinale der Champions League trifft der deutsche Rekordmeister auf den Liga-Rivalen VfL Wolfsburg.

(dpa)
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