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American Football: Frankfurt Universe: Insolvenzverwalter hat jetzt das Sagen

Was wird aus der Frankfurt Universe? Der Stammverein will sich darum bemühen, dass in der nächsten Saison im Stadion am Bornheimer Hang Erstliga-Football steigt. Foto: Peter Hartenfelser (imago sportfotodienst) Was wird aus der Frankfurt Universe? Der Stammverein will sich darum bemühen, dass in der nächsten Saison im Stadion am Bornheimer Hang Erstliga-Football steigt.
Frankfurt. 

Die Betriebsgesellschaft des Erstliga-Footballvereins Samsung Frankfurt Universe (FUB) hat, wie gestern bekannt wurde, am 29. März Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter hat das Insolvenzgericht am Donnerstag Thomas Rittmeister von der Kanzlei Reimer Rechtsanwälte bestellt. Die Löhne und Gehälter der insgesamt rund 80 Spieler und Trainer sowie der Verwaltungsmitarbeiter sind bis zum 30. Juni über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert.

Die Betriebsgesellschaft musste Insolvenzantrag stellen, nachdem der AFC Universe Frankfurt den Betriebs- und Vermarktungsvertrag mit der FUB Ende März gekündigt hatte und zudem der Ex-Geschäftsführer der Vorgänger-Betriebsgesellschaft, Matthias Mämpel, einen gerichtlichen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss erwirkt hatte. Auf Grund dieses Beschlusses durfte Hauptsponsor Samsung keine Zahlungen mehr an Universe leisten. „Dieser Beschluss verliert nun seine Wirkung, wodurch kurzfristig wieder mit Zahlungseingängen zu rechnen ist“, sagt Rittmeister.

Ein Schwerpunkt seiner Arbeit wird zunächst in Verhandlungen mit dem Verein sowie mit dem Stadionvermieter FSV Frankfurt GmbH bestehen. Es soll erneut ein Betriebs- und Vermarktungsvertrag zwischen dem AFC und der FUB abgeschlossen werden. Zum anderen wird Rittmeister mit dem FSV über eine weitere Vermietung des Stadions verhandeln.

„Ich gehe davon aus, dass alle Parteien ein Interesse an der Fortführung des Spielbetriebs haben und dass wir kurzfristig eine gemeinsame Lösung finden können“, sagt Rittmeister. Wenn das gelingt, werden sowohl das erste Eurobowl-Saison-Heimspiel am 28. April gegen Paris Flash stattfinden, als auch das erste Heimspiel in der German Football League (GFL) am 13. Mai.

Allerdings verlieren alle bisher verkauften Eintrittskarten ihre Gültigkeit. Denn der Ticketpreis stellt eine Insolvenzforderung dar. „Wir führen aber intensive Gespräche mit Sponsoren und Verantwortlichen, um eine zufriedenstellende Lösung für die Fans zu finden“, so Rittmeister. Gerade jetzt benötige Frankfurt Universe den Rückhalt seiner Anhängerschaft.

Spieler, Trainer und FUB-Geschäftsführer Michael Schwarzer gehen trotz des Insolvenzantrags zuversichtlich in die neue Saison. „Wir können uns endlich auf den sportlichen Ablauf konzentrieren. Die Mannschaft ist heiß auf den Saisonstart“, sagt Defense-Coordinator Thomas Kösling. Am Samstag steht das Eurobowl-Match bei den Amsterdam Crusaders (18 Uhr) an. red

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