Olympia-Test als Gradmesser

Ende August beginnen in London die Paralympics, bei denen sich für die deutschen Rollstuhlbasketballer große Träume erfüllen sollen.
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Frankfurt. 

"Offizielles Ziel ist ein Podestplatz. Aber nachdem uns zuletzt die USA in zwei Endspielen Gold weggeschnappt haben, wollen wir diesmal ganz oben landen", sagt Maria Kühn vom Bundeslisten Mainhatten Skywheelers aus Frankfurt. Die deutschen Damen sind als Europameister und Vizeweltmeister einer der Topfavoriten für London.

Bei den Herren ist man noch nicht ganz so weit. Titelverteidiger Australien, die USA, Kanada und Großbritannien waren zuletzt jedenfalls noch einen Tick voraus. "Aber wir haben in Deutschland die wohl stärkste Liga der Welt und entwickeln uns auch durch das Know-how der ausländischen Spitzenspieler immer weiter. Wir wollen in London aufs Podest", erklärt Bundestrainer Nicolai Zeltinger, der als Clubtrainer den deutschen Serienmeister RSV Lahn-Dill zum fünften Sieg im Europapokal der Landesmeister geführt hat.

In einem Jahr, wenn die Europameisterschaft in Frankfurt stattfindet, darf es dann schon etwas mehr sein. "In der eigenen Stadt Gold zu holen wäre natürlich Wahnsinn", bestätigt Sebastian Wolk, der Topscorer der Skywheelers, der in London seine dritten Paralympischen Spiele bestreiten wird.

Eine echte Standortbestimmung bedeutet für beide deutschen Nationalmannschaften das Vorbereitungsturnier, das am Samstag und Sonntag in der Carl-von-Weinberg-Schule in Frankfurt stattfindet. "Da wird es schon einen Fingerzeig geben, wie weit unsere Mädels sind", glaubt Pierre Fontain, der Manager der Skywheelers und Chef des Organisationskomitees.

Männer, Samstag: Deutschland – Japan (9.30 Uhr), USA – Deutschland (15 Uhr). – Sonntag: Deutschland – Großbritannien (9 Uhr), Spiel um Platz 3 (14 Uhr), Finale (16.15 Uhr).

Frauen, Samstag: Deutschland – Australien (12.15 Uhr), USA – Deutschland (17.45 Uhr). – Sonntag: Deutschland – Niederlande (11.15 Uhr), Spiel um Platz 3 (14 Uhr), Finale (18.30 Uhr).

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