SG Westend ist hungrig auf die "Preußen"

In der Fußball-Gruppenliga Frankfurt West möchte sich die SG Bornheim/Grün-Weiß mit einem Heimsieg gegen den SV Nieder-Weisel weiter von der Abstiegszone entfernen. Bereits gestern eröffnete Tabellenführer Dortelweil den Spieltag (siehe Extra).
versenden drucken
Frankfurt. 

Viel prekärer als für Bornheim ist die Situation allerdings für Rot-Weiss Frankfurt II. Nach dem Einbruch beim 0:6 gegen Eintracht Oberursel steht für den Tabellen-16. nun das Gastspiel bei der DJK Bad Homburg auf dem Programm. "Wir werden einige taktische Änderungen vornehmen und vor allem versuchen, die Defensive zu stärken", sagt Trainer Edin Softic, der sich über die Schwere seiner Aufgabe bewusst ist. "Die Spieler sind zum Teil erst 18 und 19 Jahre alt, da macht ihnen unsere Negativserie natürlich zu schaffen".

Als ein "reines Abstiegsduell" bezeichnet Achim Hallstein, Trainer der SG Bornheim/Grün-Weiß, die Begegnung gegen Nieder-Weisel. "Da wir nicht wissen, wie viele Vereine aus der Verbandsliga in die Gruppenliga absteigen, gehen wir von vier Absteigern aus", erklärt Hallstein. Die unglückliche Niederlage nach guter Leistung beim Spitzenreiter SC Dortelweil hatten die Bornheimer schon bald aufgearbeitet und abgehakt. "Wir konzentrieren uns jetzt voll auf die Nieder-Weiseler. Diese Mannschaft hat sich gut entwickelt, da müssen wir höchste Konzentration und vollen Einsatz zeigen", mahnt der Coach.

Nach der 0:4-Schlappe bei Vatanspor Bad Homburg gelang Germania Enkheim im Halbfinale des Kreispokals Wiedergutmachung mit dem 11:10 (2:2, 1:1) nach Elfmeterschießen gegen den Verbandsligisten Spvgg. Oberrad. Zum Helden des Abends wurde dabei Keeper Patrick Schneider, der beim Stechen den letzten Versuch der Oberräder parierte und anschließend auch noch selbst traf. Gegen den FV Stierstadt, sagt Co-Trainer Manuel Winters, "werden wir mit breiter Brust auflaufen". Allerdings rechnet Winters, der sich im Pokalspiel einen Muskelfaserriss zuzog, damit, dass ihm nicht genügend Ersatzspieler zur Verfügung stehen, da jetzt auch noch Florian Frey (Außenbandriss), Marco Kahlhofen (Knieverletzung) und Mohamed Oukouis (Zerrung) ausfallen. Dafür soll Neuzugang Daniele Pagliaro nach Ablauf seiner Rotsperre sein Punktspieldebüt geben.

"Die Spieler sind hungrig und wir werden gegen Viktoria Preußen auf Sieg spielen", kündigt Esad Golos, Vereinschef der SG Westend, vor dem morgigen Heimspiel an. Bis auf die rotgesperrten Daniel Tesfaldet, Tado Budimir und Ergin Tari kann Trainer Demir Ramiz auf den gesamten Kader zurückgreifen, denn mittlerweile ist auch der Offensivspieler Mustapha Boussouf wieder fit.

Als "unspektakulär" bezeichnet Stefan Scholl, Trainer von Viktoria Preußen, den Zustand seiner Mannschaft, "denn nachdem wir den Kader in der Winterpause noch mal geliftet haben, gibt es bei uns Gummibärchen statt Geld. Aber mit diesem Spielerstamm kann man etwas aufbauen". In der nächsten Saison, wirft Scholl schon mal einen Blick in die Zukunft, "werden dann aber die Erwartungen an die Spieler etwas höher sein". Nach dem zufriedenstellenden 2:2 gegen Merzau-sen hofft der Trainer auch auf einen Teilerfolg beim Stadtrivalen SG Westend. Von der Stammbesetzung werden ihm der rotgesperrte Ufuk Arduc und Mourad Massi (Fußverletzung) fehlen.

Mit 10:1 Toren und sieben Punkten aus drei Spielen hat der Tabellenzweite FC Kalbach einen guten Start in den zweiten Saisonabschnitt vorzuweisen. "Die betrieblichen Unruhen im Verein haben wir gut verdaut", erzählt Coach Manfred Meyer und spielt damit auf den geplanten Trainerwechsel an, bei dem Abwehrspieler Gültekin Cagritekin Meyer nach Ablauf dieser Saison ablösen soll (wir berichteten). Nach dem glänzenden 5:0 in Stierstadt warnt Meyer seine Mannschaft eindringlich davor, nun den SV Nieder-Wöllstadt zu unterschätzen, denn "das ist eine gefährliche Mannschaft, die müssen wir ernstnehmen und hellwach sein", fordert der Trainer. Verstärkt hat sich Tabellenzweite noch mit Offensivspieler Helge Kaden (SCW Göttingen), der in Stierstadt bereits zum Zuge kam.

Auch die Spvgg. Griesheim kann noch berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg machen, auch wenn Dortelweil für Trainer Karl Müller der Topfavorit auf die Meisterschaft ist. Nach dem 4:0 gegen die Spvgg. Bad Homburg hat Müller sein Team auf die Begegnung beim Schlusslicht Steinfurth fokussiert. "Das wird kein leichtes Spiel, ich wäre dort auch mit einem 1:0 zufrieden", merkt der Coach an, der im Training jetzt mehr Gewicht auf die Defensivarbeit seiner mit bisher 90 Treffern torgefährlichsten Mannschaft der Liga legt. Trotz der guten Ausgangslage sieht Müller das Rennen um die Plätze eins und zwei ziemlich gelassen, denn "wir sind nicht zum Aufstieg verdammt". ehr

(ehr)
versenden drucken
Jetzt kommentieren

Nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.

Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.
Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden!

gewünschter Benutzername:
gewünschtes Passwort:
Wiederholung Passwort:
E-Mail:
Kundennummer:


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

Wieviel ist 4 + 1: 



Videos

MEHR AUS Sport Frankfurt

Die Frankfurter „Giftspinnen“ werden künftig nur noch in Freundschaft dem Ball hinterherjagen.	Foto: Klein

Frankfurt. Die Redbacks machen einen Schritt zurück. Erstmals seit der Premierensaison vor elf Jahren nehmen die Frankfurter nicht an der ... mehr

clearing
Trainer Tim Kehler, schon durchnässt von einigen Bierduschen, feierte ausgelassen mit den Fans.	Foto: Hübner
Löwen feiern: Nie mehr Oberliga, nie mehr!

Frankfurt. Die letzten Ergebnisse der Löwen waren nebensächlich. Am Ratsweg war Partystimmung angesagt: Die Fans feierten die Rückkehr ins ... mehr

clearing
clearing

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv Themen Mediadaten Kontakt Impressum Datenschutz AGB

© 2014 Frankfurter Neue Presse