Späte Wende im Prestigeduell

Auch das zweite Frankfurter Derby in dieser Regionalliga-Saison entschied die Eintracht gegen den FSV zu ihren Gunsten. Doch wie schon in der Hinrunde mussten die Fußballer des Tabellendritten um die drei Punkte bangen.
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Frankfurt. 

Erst vier Minuten vor dem Abpfiff erlöste Ugur Albayrak die 300 Eintracht-Anhänger unter den 450 Zuschauern und sorgte mit einem präzisen Kopfballtreffer für den 3:2 (1:1)-Endstand. Für den sich nicht nur wacker wehrenden, sondern auch überraschend gut mitspielenden FSV war es ein später, bitterer Nackenschlag im Prestigeduell. "Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen", zollte auch Eintracht-Coach Oscar Corrochano den Bornheimern Anerkennung für ihre starke Leistung. Corrochanos Trainerkollege Nicolas Michaty erlebte indes ein Déjà-vu. "Es kam in dieser Saison schon häufig vor, dass wir uns für den Aufwand nicht in Form von Punkten belohnen", konstatierte der 38-Jährige.

Eine Sichtweise, die nachvollziehbar ist. Denn Mitte der zweiten Halbzeit waren die Schwarz-Blauen sogar drauf und dran, im offiziellen Auswärtsspiel in der eigenen traditionellen Spielstätte am Bornheimer Hang drei Zähler zu holen. Marc Gallego hatte gerade mit einem wuchtigen Schuss in die Maschen den Außenseiter in Führung gebracht, nachdem die Eintracht-Defensive eine Freistoßflanke von Maximilian Oesterhelweg zu kurz abgewehr hatte (64.). Die Michaty-Elf hatte zu diesem Zeitpunkt einen recht stabilen Eindruck hinterlassen und schien gewappnet, den möglichen Sieg einzukassieren.

Doch die Eintracht, die sich für ihre Verhältnisse viele individuelle Fehler, gerade im Passspiel, erlaubte, raffte sich tatsächlich noch einmal auf und drehte das Spiel. Allerdings ging dem 2:2 eine strittige Szene voraus: Eintracht-Stürmer Marcos Alvarez lieferte sich im Mittelfeld ein Laufduell mit Steven Kröner, auf einmal ging der FSV-Akteur zu Boden, wohl von Alvarez getroffen. Auch Michaty sah ein mögliches Foul. Alvarez ließ sich davon nicht beeindrucken, setzte seinen Sprint fort, spielte am Strafraum Albayrak frei, der per Flachschuss FSV-Torwart Pierre Kleinheider überwand (71.).

Beide Seiten suchten danach weiter die Offensive: Zunächst spielte Alvarez Elia Soriano perfekt frei, doch Kleinheider wehrt mit einem Reflex ab (74.). Praktisch im Gegenzug scheiterte Impulsgeber Oesterhelweg aus 15 Metern an Eintracht-Torwart Mario Miltner (75.), ehe Albayrak eine genaue Flanke mit viel Schnitt von Abassin Alikhil verwertete. "Nachdem wir in Führung gingen, waren wir etwas zu euphorisch. Am Ende hat uns dann das Quäntchen Glück gefehlt", resümierte Michaty.

FSv spielt mutig mit

Im ersten Durchgang konnten die Riederwälder trotz der frühen Führung durch Alvarez, dessen Freistoß aus 20 Metern im Eck einschlug (5.), nicht überzeugen. Der FSV spielte mutig mit und verdiente sich den Ausgleich von Oesterhelweg redlich (27.). Davor hatten Marius Müller (7.) und Noyan Öz mit einer Doppelchance (21.) nur ganz knapp das 1:1 verpasst. Eintracht-Nachwuchskoordinator Holger Müller lobte nach der Partie noch mal ausdrücklich die Saisonleistung des Teams: "Die Eintracht hat die beste U23 in dieser Liga. Selbst Bayern und Hoffenheim stehen hinter uns, die einen weitaus höheren Etat als wir haben."fri

Eintracht U23: Miltner – Schaaf (55. Nazarov), Schmidt, Cimen, Jung – Titsch-Rivero, Streker, Mehring (65. Albayrak), Alikhil – Alvarez (77. Pokar), Soriano. – FSV U23: Kleinheider – Hickl, Gröger, Theodosiadis, Krstic – Oesterhelweg, Kröner, Gallego, Schneider (90. Yilmaz) – Öz (86. Winter), Müller (77. Vetter). – SR: Sather (Grimma). – Zuschauer: 450. – Tore: 1:0 Alvarez (5.), 1:1 Oesterhelweg (27.), 1:2 Gallego (64.), 2:2 Albayrak (71.), 3:2 Albayrak (86.).

(Stefan Fritschi)
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05.05.2012
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