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FSV Frankfurt: Auf dem Weg nach oben

Von Nach dem vierten Sieg in Folge träumen viele Anhänger des Fußball-Drittligisten FSV Frankfurt von der Rückkehr in die Zweite Liga. Die Verantwortlichen der Bornheimer aber treten kräftig auf die Euphoriebremse.
Kamen aus dem Jubeln kaum heraus: die FSV-Spieler um Fabian Schleusener (l.) und Corbin Ong. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Kamen aus dem Jubeln kaum heraus: die FSV-Spieler um Fabian Schleusener (l.) und Corbin Ong.
Frankfurt. 

Clemens Krüger war sichtlich um Haltung bemüht, auch wenn der Geschäftsführer des FSV Frankfurt gestern Nachmittag am liebsten einen Freudentanz vollführt hätte. Schließlich hatten die Bornheimer gerade in beeindruckender Art und Weise ihren vierten Sieg in Folge gefeiert und Fortuna Köln, nicht gerade Laufkundschaft in dieser Spielklasse, mit 6:0 abgefertigt. Ganz nebenbei war der Zweitliga-Absteiger, der so schwach in diese Saison gestartet war, auch noch auf Platz zehn vorgerückt und hat den Abstand zu den Aufstiegsplätzen weiter verringert.

Keine neuen Ziele

Zu Krügers Aufgaben aber gehört es nun einmal, Realitätssinn zu bewahren. In guten wie in schlechten Zeiten. „Von unserer Zielsetzung, eine ordentliche Saison zu spielen, rücken wir nicht ab. Das ist ein irrer Wettbewerb in dieser Dritten Liga, die ist einfach brutal und birgt viele Risiken“, sagte Krüger nach dem mitreißenden Heimsieg seiner Mannschaft gegen hoffnungslos unterlegene Kölner, der sogar noch höher hätte ausfallen können.

Aber der mächtigste Funktionär am Bornheimer Hang weiß, wie schnell die Stimmung wieder umschlagen kann, wie eng es in dieser Liga zugehen kann. Noch vor fünf Wochen, nach der 1:3-Heimniederlage gegen Großaspach und dem Sturz ans Tabellenende, hingen die Fahnen im Frankfurter Osten auf Halbmast. Einen Monat nach dem deprimierenden Auftritt gegen die schwäbischen Halbprofis träumen viele Anhänger des FSV Frankfurt plötzlich von der sofortigen Rückkehr in die Zweite Liga. „Wir müssen bescheiden bleiben, das ist noch eine lange Saison“, warnte FSV-Kapitän Patrick Ochs trotz der jüngsten Erfolgsserie vor zu großer Euphorie. Etwas überschwänglicher klang da schon Massimo Ornatelli, der sich seit Wochen in einer bestechenden Form präsentiert und gestern der überragende Spieler einer bärenstarken Frankfurter Mannschaft war. Der offensive Mittelfeldspieler war an allen Treffern des FSV beteiligt, bereitete die Tore von Denis Streker (12. Minute), Bentley Baxter Bahn (30.), Cagaty Kader (39.), Fabian Schleusener (42.) und Yannick Stark (63.) vor, ehe er mit einem verwandelten Foulelfmeter sechs Minuten vor dem Abpfiff durch die unsichere Schiedsrichterin Riem Hussein den Schlusspunkt unter dieses fußballerische Feuerwerk setzte. „Auf diesen vier Siegen können wir aufbauen. Wenn wir alles abrufen, können wir noch einiges erreichen“, frohlockte der Deutsch-Italiener, der im Sommer vom Ligarivalen VfL Osnabrück an den Bornheimer Hang gewechselt war und nach anfänglichen Schwierigkeiten aus der Startelf nicht mehr wegzudenken ist.

Koschinat beeindruckt

Die hat sich mittlerweile gefunden, FSV-Cheftrainer Roland Vrabec bot gegen die Fortuna bereits zum vierten Mal hintereinander die gleiche Anfangsformation auf, die den bedauernswerten Gästen nur eine einzige Torchance gestattete. „Ich bin natürlich sehr zufrieden mit der Entwicklung meiner Mannschaft. Deswegen bin ich sehr froh über die Art und Weise, auch über das Ergebnis. Ich will es aber trotzdem nicht zu hoch hängen, denn wir sind in einer sehr guten Phase, und momentan läuft vieles für uns. Ich weiß aber auch, dass es irgendwann eine andere Phase geben wird“, sagte Vrabec nach dem Sieg über die Fortuna, deren Trainer Uwe Koschinat den Bornheimern noch einiges zutraut. „Der FSV Frankfurt hat bei der Zusammenstellung seines Kaders einen guten Job gemacht. Da wurde ein gutes Auge bewiesen. Vieles spricht dafür, dass der FSV oben mitspielen kann“, so Koschinat, „das war auf Grund der Art und Weise eine beeindruckende Leistung des FSV.“

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