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FSV Frankfurt: Das Duell der Enttäuschten

Von FSV Frankfurt gegen Preußen Münster: Heute Abend erlebt das Stadion am Bornheimer Hang ab 19 Uhr das Duell der Enttäuschten in der Dritten Liga.
Ist wieder fit: Yannick Stark vom FSV Frankfurt. Foto: Peter Hartenfelser (Peter Hartenfelser) Ist wieder fit: Yannick Stark vom FSV Frankfurt.
Frankfurt. 

Zwei Mannschaften, ein Problem. „Die Standardsituationen müssen wir besser verteidigen“, hatte Horst Steffen, der Trainer des Fußball-Drittligisten SC Preußen Münster, nach dem 2:3 am Samstagnachmittag gegen den 1. FC Magdeburg gesagt. Ungeordnet, ja teils schläfrig präsentierte sich da seine Defensivabteilung, vor allem beim entscheidenden dritten Gegentreffer.

Ähnliche Worte wie Steffen wählte zeitgleich sein Frankfurter Kollege Roland Vrabec nach dem Gastspiel des FSV in Halle. Immerhin erreichte sein Team an der Saale einen Zähler. Somit rutschten die Münsteraner auf den letzten Platz, den die Bornheimer dank des 1:1 verlassen durften. Dass Frankfurt und Münster vor dem siebten Spieltag die wenigsten Punkte auf dem Konto haben (4), überrascht. Vrabec bezeichnet das Spiel auch als eines von zwei Mannschaften, die „auf der Suche nach sich selbst“ seien.

„Wir müssen den Leuten zeigen, die ins Stadion kommen, dass wir leben“, setzt Vrabec auf Tugenden, die in einer solchen Konstellation meistens entscheidend sind: Einsatzwille, Zweikampfstärke, Laufbereitschaft, Teamgeist. Spielerisch, das gibt der 42-Jährige unumwunden preis, gehören die Preußen zu den Stärkeren der Liga. „Münster hat viele Spieler mit einer hohen individuellen Qualität. Trotzdem haben sie es in dieser Saison noch nicht so auf den Platz gebracht, wie sie sich das vorgestellt haben. Ich glaube nicht, dass sie vor Selbstvertrauen strotzen werden. Wir müssen die bessere Mentalität zeigen“, appelliert Vrabec an seine Spieler.

Diese habe er, gerade bei einigen jüngeren, in der zweiten Halbzeit in Halle vermisst, als in Überzahl noch der Sieg verspielt wurde. Pomadig, schlampig, ja mitunter arrogant sei phasenweise agiert worden, führt er aus. „Die jungen Spieler waren vielleicht mit der Situation etwas überfordert“, sagt Vrabec. Mit dem Druck, bei dieser günstigen Ausgangslage gewinnen zu müssen, seien sie nicht zurecht gekommen – dafür aber zu sehr ins Grübeln geraten.

Einer, der in der Regel nicht nur die nötige Einstellung mitbringt, sondern auch ein Spiel entscheiden kann, ist Yannick Stark. „Er ist im Training und schmerzfrei“, bezeichnet Vrabec den Mittelfeldakteur als Option. Er ist freilich mehr als das. Ihn hätte der FSV in Sachsen-Anhalt gebrauchen können. Er kann dem FSV wieder mehr Leben einhauchen.

Doch es gab freilich auch positive Ansätze beim 1:1 in Halle. „Teils ordentlichen Fußball“ hätte sein Team gezeigt und sich zumindest etwas rehabilitiert für die schwache Leistung beim 1:3 gegen Großaspach. Allerdings, das weiß Vrabec natürlich, ein Erfolgserlebnis in Form von drei Punkten ist irgendwann dringend notwendig. Nur so bleibt eine Mannschaft am Leben.

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