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FSV Frankfurt: Das Ende einer Serie: FSV verliert gegen Mainz

Von Der FSV Frankfurt hätte im Klassement der Dritten Liga auf den vierten Platz klettern können. Stattdessen rutschten die Bornheimer nach der gestrigen 0:1-Niederlage beim Nachwuchs des Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 auf den elften Rang ab.
Blick ins Leere nach dem Ende einer Serie: Ranisav Jovanovic vom FSV Frankfurt Foto: Reinhard Roskaritz (www.bild-pressehaus.de) Blick ins Leere nach dem Ende einer Serie: Ranisav Jovanovic vom FSV Frankfurt
Mainz. 

Es war kurz vor vier, als sich für wenige Sekunden gespenstische Stille über das fast menschenleere Bruchwegstadion legte. Schiedsrichter Florian Heft hatte mit energischem Pfiff gerade das Heimspiel des Mainzer Bundesliga-Nachwuchses beendet, als die rund 700 mitgereisten Anhänger des Fußball-Drittligisten FSV Frankfurt unter den 1200 Zuschauern, die 90 Minuten lang ihre Mannschaft stimmgewaltig angefeuert hatten, schweigend ihre Fan-Utensilien zusammenpackten und die Heimfahrt antraten.

Der Frust beim Anhang des Zweitliga-Absteigers nach der gestrigen 0:1-Niederlage bei der U 23 des FSV Mainz 05 saß verständlicherweise tief. Auf den Rängen der früheren Mainzer Bundesliga-Heimspielstätte hatten die Bornheimer zwar alles im Griff, nicht aber das sportliche Geschehen auf dem grünen Rasen. Nach einer ganz schwachen Vorstellung kassierten die Frankfurter, die sich zuvor im Ligabetrieb neun Spiele hintereinander keine Blöße gegeben hatten, erstmals wieder eine Niederlage, die tabellarisch ihre Folgen hatte. Statt den vierten Platz zu erobern und damit ihre imponierende Aufholjagd der vergangenen zwei Monate zu krönen, rutschte die Mannschaft von Cheftrainer Roland Vrabec auf Rang elf ab.

Extra: Krüger warnt die Profis des FSV Frankfurt

Eigentlich hatte die Arbeitswoche von Clemens Krüger ganz verheißungsvoll begonnen. Der Geschäftsführer des FSV Frankfurt gewann so langsam den Kampf gegen seine hartnäckige Erkältung und verfolgte

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Zwar beträgt der Rückstand auf den dritten Platz, der am Ende der Saison zur Relegation berechtigt, nur vier Punkte. Allerdings haben die Bornheimer auch nur noch vier Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den im Moment der Mitabsteiger aus Paderborn einnimmt. „Wir hätten einen großen Schritt nach oben machen können. Aber in dieser Liga geht es so eng zu, dass wir mit einem Sieg nächste Woche wieder angreifen können“, sagte der Frankfurter Kapitän Patrick Ochs, der wie der Rest seiner Mannschaft eine enttäuschende Leistung geboten hatte, sich aber selbstkritisch zeigte. „In der ersten Halbzeit haben wir keinen guten Fußball gespielt und keine Lösung gegen den tief stehenden Gegner gefunden. In der zweiten Halbzeit kann man uns aber keinen Vorwurf machen“, erklärte Ochs, dem vor der Pause ungewöhnlich viele Fehlpässe unterlaufen waren.

Nach dem Wechsel legten sich Ochs und seine Mitstreiter zwar läuferisch mehr ins Zeug, nachdem sie im ersten Durchgang viel zu pomadig aufgetreten waren. Dennoch fanden die Bornheimer auch in den zweiten 45 Minuten kein Mittel, um den Abwehrriegel der jungen Mainzer zu knacken. „Wir hatten zwar viel Ballbesitz, aber in Zonen, wo es für die Mainzer nicht gefährlich wurde. Außerdem waren unsere Standards heute schlecht. Deshalb hatten wir es auch nicht verdient, heute ein Tor zu erzielen“, bilanzierte Vrabec den ideenlosen Auftritt seiner Mannschaft, die ihren gelbgesperrten Torjäger Fabian Schleusener nicht adäquat ersetzen konnte. Ranisav Jovanovic hatte den Platz der Freiburger Leihgabe eingenommen, blieb aber ebenso wirkungslos wie sein Sturmpartner Cagatay Kader, der in der 48. Minute die einzige Tormöglichkeit der Gäste auf dem Fuß hatte, jedoch aus rund sieben Metern nur die Latte traf.

Effizienter hatten sich die Gastgeber präsentiert, die bei ihrem Siegtreffer durch einen Kopfball von Maximilian Rossmann in der 16. Minute von einer Fehlerkette der Frankfurter über Ochs und Torhüter Sören Pirson (Vrabec: „Das Tor war ein Witz und darf so nie fallen“) profitierten. Kurz danach traf Felix Lohkemper die Latte des Frankfurter Tores, ehe sich die Gastgeber bis zum Schlusspfiff auf das Verteidigen ihrer Führung beschränkten.

Mainzer Leiden

Der Mainzer Trainer Sandro Schwarz sprach später von den „Leiden seiner Mannschaft“, die sich mit aller Macht gegen den Ausgleich stemmte. „Das war eine Willensleistung meiner Spieler, die nach diesem Sieg endlich mal wieder mit einem guten und ganz ungewohnten Gefühl nach Hause fahren können“, freute sich Schwarz über den Erfolg, während die Fans, Spieler und Verantwortlichen des FSV sehr nachdenklich die Heimreise antraten.

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