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FSV Frankfurt: Das große Schweigen

Von Die Stimmung rund um den Bornheimer Hang ist auf dem Nullpunkt. Ein Comeback von Bernd Reisig in führender Rolle wird es indes nicht geben.
Angespannt: FSV-Trainer Gino Lettieri. Foto: Reinhard Roskaritz (www.bild-pressehaus.de) Angespannt: FSV-Trainer Gino Lettieri.
Frankfurt. 

Gestern, später Vormittag, Nebenplatz des Stadions am Bornheimer Hang. Die Sonne hat Schwierigkeiten, sich durch die Wolken zu kämpfen. Frühlingsgefühle kommen da (noch) nicht auf. Währenddessen übt Gino Lettieri, der neue Trainer des in arge Nöte geratenen Fußball-Drittligisten FSV Frankfurt, Spielformen. Und die verlaufen gewiss nicht immer zur Zufriedenheit des 50-Jährigen. Eine Unterbrechung nach nur wenigen Sekunden mit folgender klarer Anweisung kommt nicht nur einmal vor. Aber es gibt auch gelungene Aktionen, wie beispielsweise eine von Kapitän Patrick Ochs, der energisch das geforderte Pressing umsetzt. Da fallen auch schon mal aufmunternde Worte von Weggefährten im Abstiegskampf. Ansonsten: Ruhe beim kickenden Personal.

Info: FSV-Fans rücken nicht zusammen

Die Leistungen der Fußballer des Drittligisten FSV Frankfurt lassen zu wünschen übrig, das drückt sich entsprechend in der Tabelle und auf dem Punktekonto aus.

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FSV Frankfurt-Geschäftsführer Clemens Krüger. Foto: Lutz Matthias/Archiv
Kommentar: Fortlaufender Niedergang

Gerade einmal vier Jahre ist es her, dass der FSV Frankfurt mit dem Trainer Benno Möhlmann am Aufstieg in die Fußball-Bundesliga schnupperte. Jetzt steht der Verein am Abgrund.

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Beim abschließenden Schusstraining hält sich Lettieri zurück. Die Bälle landen des Öfteren im Netz; das war in diesem Jahr, wenn es um Punkte ging, eine Rarität bei nur drei Einschlägen in neun Partien. So landet man eben in der Abstiegszone, mit nun schon sechs Punkten Rückstand zu den rettenden Rängen. „Die Mannschaft war mit Engagement bei der Sache. Am Anfang hat es nicht so geklappt, am Ende ja“, sagt Lettieri in sachlicher Manier, nachdem er die letzte Einheit vor dem Meisterschaftsspiel heute um 14 Uhr gegen die Sportfreunde Lotte beendet hat.

Angesprochen auf die neue Situation im Verein – Geschäftsführer Clemens Krüger und das komplette Präsidium treten am 31. März wegen der sportlichen und finanziellen Schieflage von ihren Ämtern zurück – gerät Lettieri sofort in Wallung. „Dazu gibt es von mir keinen Kommentar“, faucht der Deutsch-Italiener mit Geburtsort Zürich. Die Spieler erhielten von Vereinsseite die Anweisung, sich nicht zur Situation zu äußern.

Sportdirektor Roland Benschneider, der das Training fast schon regungslos begutachtet, gelegentlich zum Smartphone greift, gibt sich schmallippig. „Wir konzentrieren uns voll und ganz auf das wichtige Heimspiel gegen Lotte, darauf liegt der volle Fokus. Zu allem Weiteren äußern wir uns nicht.“

Bis zum Monatsende muss aber eine Entscheidung fallen, wer den FSV künftig führt. Nach Informationen dieser Zeitung war der ehemalige Präsident Michael Görner gestern auf der Geschäftsstelle, um sich ein Bild zu verschaffen, wie prekär die finanzielle Lage ist.

Eine Rückkehr von Bernd Reisig auf die Position des Geschäftsführers wird es indes nicht geben. „Das war die wichtigste und richtigste Entscheidung in meinem Leben“, hatte Reisig immer wieder nach seinem Rücktritt betont. Im Dezember 2010 hatte er den FSV nach 16 Jahren verlassen.

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