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FSV Frankfurt: Dem Klassenerhalt ganz nah

Von Mit dem 1:1 gegen Elversberg beendete der FSV Frankfurt seinen Negativlauf und kann jetzt endgültig für eine weitere Saison in der Fußball-Regionalliga Südwest planen.
Bejubelt auf etwas ungewöhnliche Art seinen Treffer zum 1:1: Alban Sabah, der Kapitän des FSV Frankfurt. Foto: Hartenfelser (Hartenfelser) Bejubelt auf etwas ungewöhnliche Art seinen Treffer zum 1:1: Alban Sabah, der Kapitän des FSV Frankfurt.
Frankfurt. 

In den Tagen vor dem vorletzten Heimspiel dieser Saison machte Michael Görner, der Präsident des Fußball-Regionalligisten FSV Frankfurt, einen geschafften Eindruck. Die sportliche Krise mit drei Niederlagen in Folge, die Querelen mit dem zahlungsunfähigen Mieter Frankfurt Universe, Vertragsverhandlungen mit dem Trainerstab und Spielern sowie die ständige Suche nach weiteren dringend benötigten Einnahmequellen: Dieser Kampf an vielen Fronten hatte bei Görner seine Spuren hinterlassen.

An diesem sommerlichen Samstagnachmittag im April, wenigen Minuten nach dem Abpfiff einer abwechslungsreichen Begegnung im Frankfurter Osten, konnte das Vereinsoberhaupt des langjährigen Zweitligisten endlich wieder lächeln. „Mit diesem Wochenende können wir sehr zufrieden sein“, sagte der 57-Jährige, der schon am Freitag etwa bessere Laune hatte, nachdem er sich mit Cheftrainer Alex Conrad auf eine Vertragsverlängerung geeinigt hatte (wir berichteten).

„Wir sind mit seiner Arbeit mehr als zufrieden. Er genießt unser vollstes Vertrauen“, lobte Görner den ehemaligen Profi des FSV Frankfurt, der im Frühsommer des vergangenen Jahres unter schwierigsten Bedingungen eine neue Mannschaft zusammen stellen musste, die sich nach großen Startschwierigkeiten zu einem konkurrenzfähigen Team entwickelte und durch das Unentschieden gegen die SV Elversberg sowie den Ergebnissen der Konkurrenz das rettende Ufer im Grunde genommen schon erreicht hat.

Aufgrund der Tatsache, dass aus der Dritten Liga keine Mannschaft den Gang in die Regionalliga Südwest antreten muss, wird es in dieser Regionalligastaffel nämlich maximal fünf und nicht wie befürchtet sechs Absteiger geben. Bei noch drei ausstehenden Spielen und 40 Punkten auf dem Konto müsste es schon mit dem berühmten Teufel zugehen, damit die Bornheimer noch einmal in Abstiegsnöte geraten.

Dementsprechend gut gelaunt waren die Spieler des FSV Frankfurt, auch wenn sie gegen Elversberg den Platz als Sieger hätten verlassen müssen. „Wenn man sich den Spielverlauf anschaut, kann man eigentlich nicht zufrieden sein. Aber wir hatten eine schlechte Phase, deshalb war der Punkt sehr wichtig. Außerdem haben wir heute bewiesen, dass wir Fußball spielen können“, erklärte der Frankfurter Mannschaftskapitän Alban Sabah, der in der 63. Minute per Kopfball die Führung durch Kevin Koffi (49.) ausgleichen konnte.

„Der Punkt heute war eminent wichtig, aber wir hätten mehr Tore machen müssen“, trauerte Conrad den vielen vergebenen Torchancen für seine Mannschaft vor der Pause nach. Und als die dann besser ins Spiel findenden Gäste aus dem Saarland durch Koffi ihre erste Gelegenheit eiskalt nutzten, schien sich die vierte Niederlage des FSV Frankfurt in Folge anzubahnen.

Das am Ende doch noch ein Punkt heraussprang, war dann auch der Tatsache geschuldet, das Robert Schick zuweilen etwas eigenwillig auf dem Rasen zu Werke geht. „Der Robert hört eben nicht immer zu“, kommentierte Conrad schmunzelnd jene Szene, die zum 1:1 führte. Ursprünglich sollte Schick die Eckbälle kurz ausführen, um keine schnellen Konter des Gegners einzuleiten. Schick allerdings hielt sich nicht an die Anweisung seines sportlichen Vorgesetzten, schlug stattdessen eine lange Ecke, die Sabah mit einem wuchtigen Kopfball zum 1:1 ins Netz beförderte.

Schick, eigentlich eine unumstrittene Stammkraft bei den Bornheimern, war erst kurz zuvor für Maziar Namavizadeh eingewechselt, weil ihm Conrad („Robert war in einem Tief“) eine schöpferische Pause verordnet hatte und sich der Außenbahnspieler im Abschlusstraining zu allem Überfluss auch zwei bitterböse Fouls erlaubt hatte. Dennoch gehört Schick zu jenen Spielern, die Görner und Conrad weiter an den Regionalligisten binden würden. Bei Sabah („Der FSV ist mein erster Ansprechpartner“) ist man ebenso auf einem guten Weg wie bei Vito Plut. Der so schmerzlich vermisste Torjäger (zehn Treffer in 17 Spielern) ist mittlerweile wieder ins Training eingestiegen und steht ganz offensichtlich vor einer Verlängerung seines auslaufenden Vertrages.

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