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FSV Frankfurt: Der Blick geht nach unten

Von Der Fußball-Drittligist FSV Frankfurt muss sich nach unten orientieren. Denn die Abschlussschwäche entwickelt sich zum Dauerproblem.
Vollkontakt: Der Frankfurter Patrick Ochs (rechts) holt hier Tugay Uzan von den Beinen, der fällige Elfmeter führt zum Erfurter Siegtreffer. Foto: imago sportfotodienst (imago sportfotodienst) Vollkontakt: Der Frankfurter Patrick Ochs (rechts) holt hier Tugay Uzan von den Beinen, der fällige Elfmeter führt zum Erfurter Siegtreffer.
Erfurt/Frankfurt. 

Roland Vrabec, der Trainer des Fußball-Drittligisten FSV Frankfurt, konnte und wollte seine Enttäuschung nicht verbergen. Zu tief saß der Stachel, als das 0:1 beim zuletzt nach Form suchenden FC Rot-Weiß Erfurt perfekt war. „Wir haben nicht einen Punkt verdient, auch wenn die Niederlage etwas bitter war. Im Endeffekt hat Erfurt mehr Engagement und Einsatz gezeigt. Auf dem Platz war leider nicht zu sehen, dass auch wir uns etwas vorgenommen hatten“, konstatierte der 42-Jährige.

Vor allem in der ersten Halbzeit konnte der FSV nicht vermitteln, im modernisierten Steigerwaldstadion etwas reißen zu wollen. Viel engagierter und trotz der viel angespannteren Lage auch cleverer präsentierten sich die Erfurter.

„Sehr pomadig“, meinte Vrabec, habe da seine Mannschaft agiert. Nicht aber in der 21. Minute, als Patrick Ochs im Strafraum Tugay Uzan zu Fall brachte. Christoph Menz nutzte die Chance und verlud Torwart Sören Pirson. In der Schlussphase hätte Frankfurts Kapitän Ochs sein Missgeschick beinahe wettgemacht, doch sein Volleyschuss rauschte über den Querbalken. Für Gefahr hatten sonst nur Shawn Barry (39./Mario Erb klärte vor der Linie), Yannick Stark (69.) und Cagatay Kader (78.) gesorgt.

„In der zweiten Halbzeit hat man gesehen, dass wir alles probiert haben. Wir haben viel investiert und dann auch vier gute Torchancen herausgespielt. Aber nichtsdestotrotz muss man sagen, dass die Qualität, die wir auf den Platz gebracht haben, einfach zu wenig war“, zog Vrabec ein ernüchterndes Resümee.

Die Harmlosigkeit vor dem gegnerischen Tor ist längst die größte Sorge beim Tabellenzwölften. Blendet man das 3:1 im Hessenduell mit dem SV Wehen Wiesbaden zum Jahresabschluss 2016 aus, dann hat der Zweitliga-Absteiger in den vergangenen sechs Meisterschaftsspielen kein einziges Mal getroffen – eine besorgniserregende Bilanz. „Nun müssen wir die Köpfe schnell wieder freibekommen“, sagte Neuzugang Milad Salem. Das ist freilich nicht so einfach zu steuern. Doch folgende Maxime könnte der FSV durchaus beherzigen. „In der Dritten Liga ist es nun einmal so, dass man erst über den Kampf kommen muss, ehe man mit spielerischen Mitteln nach Lösungen sucht“, meinte Salem.

Randale auf der Tribüne

Als wäre die Niederlage nicht schon bitter genug gewesen für die rein am Sport interessierten FSV-Fans, so mussten sie nach Spielende noch unangenehmere Momente überstehen. Gewaltbereite Erfurter, die auf der Haupttribüne Richtung Kurve gezogen waren, pöbelten am Zaun. Nicht in erster Linie gegen die Bornheimer, sondern Gäste aus Jena. Erfurter und Jenaer pflegen seit Jahrzehnten eine große Rivalität in Thüringen. Und Ultras des FSV Frankfurt seit einigen Jahren eine Freundschaft mit denen vom FC Carl Zeiss.

Die hessisch-thüringische Ultra-Koalition antwortete entsprechend auf Provokationen. In beide Fanbereiche schritten nun Polizisten ein. „Unverhältmäßig“, betonte FSV-Fanbetreuer Michael Stein, sei deren Einsatz im Gästebereich gewesen. Pfefferspray sei eingesetzt und von den eingekesselten Anhängern die Personalien aufgenommen worden. Jetzt folgt klassische Ermittlungsarbeit der Polizei, möglicherweise werden Ermittlungsverfahren eingeleitet.

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