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FSV Frankfurt: Der Existenzkampf

Von Der vom Abstieg bedrohte Fußball-Drittligist FSV Frankfurt steht vor zukunftsweisenden Wochen. Sportlich wie finanziell.
Ob da himmlischer Beistand hilft? Massimo Ornatelli vom Fußball-Drittligisten FSV Frankfurt. Foto: Reinhard Roskaritz (www.bild-pressehaus.de) Ob da himmlischer Beistand hilft? Massimo Ornatelli vom Fußball-Drittligisten FSV Frankfurt.
Frankfurt. 

Besondere Situationen erfordern manchmal ungewöhnliche Maßnahmen. Und die Lage des Fußball-Drittligisten FSV Frankfurt ist mittlerweile sehr prekär geworden. Nach der jüngsten 1:2-Niederlage in Regensburg sind die Bornheimer auf den 15. Rang abgerutscht und haben nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den hessischen Rivalen SV Wehen Wiesbaden, der im Moment den ersten Abstiegsplatz einnimmt.

Ursprünglich hatten die Verantwortlichen des FSV deshalb in Erwägung gezogen, vor dem Heimspiel gegen Hansa Rostock am kommenden Samstag ein Kurztrainingslager zu beziehen. Nun hat man sich dazu entschieden, am Tag vor dem Duell mit dem Club von der Ostsee ins Hotel zu gehen. „Wir wollen den Druck auf die Mannschaft nicht künstlich erhöhen, denn der ist schon hoch genug. Aber wir wollen das Gemeinschaftsgefühl stärken und uns alle noch mehr auf das so wichtige Spiel gegen Hansa Rostock fokussieren“, begründete FSV-Geschäftsführer Clemens Krüger diese organisatorische Maßnahme, um so vielleicht die dringend notwendige Trendwende herbeizuführen.

Zu verunsichert

„Die Mannschaft kann im Moment mit ihrer Verunsicherung nicht richtig umgehen, da müssen wir ihr helfen. Und wir sind alle gewillt, diese Situation gemeinsam zu meistern“, sagte Krüger und sprach gestern noch einmal dem in die Kritik geratenen Cheftrainer Roland Vrabec das Vertrauen aus: „Das Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer ist intakt.“

Es ist allerdings nicht nur der Kampf um den Klassenerhalt – aus den noch ausstehenden 15 Begegnungen muss der FSV mindestens 18 Punkte holen, um nicht in die Viertklassigkeit abzustürzen –, der Krüger und seine Mitstreiter arbeitsreiche Tage beschert. Es sind auch das Ringen um die Lizenz für gleich drei Spielklassen sowie die Suche nach dringend notwendigen Geldgebern, die den Frankfurter Stadtteilclub vor möglicherweise existenzielle Herausforderungen stellen. Bis spätestens zum 1. März müssen bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) die Bewerbungsunterlagen für die Zweite Liga abgegeben werden, was mittlerweile nur noch ein formeller Akt ist, weil die Aufstiegschancen des FSV nach seiner Misserfolgsserie lediglich noch theoretischer Natur sind. Ebenfalls bis zum 1. März müssen beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) die Unterlagen für die Dritte Liga eingereicht werden, Mitte April endet beim DFB dann die Frist für die Regionalliga. Zum Volumen der jeweiligen Etats wollte Krüger gestern noch keine Angaben machen, bei einem Verbleib in der Dritten Liga will der 46-Jährige den FSV zumindest „wettbewerbsfähig aufstellen“.

Was kein leichtes Unterfangen sein dürfte, denn schon nach dem Abstieg aus der Zweiten Bundesliga im vergangenen Jahr entwickelte sich die Lizenzvergabe für den FSV Frankfurt zu einer nervenzehrenden Hängepartie. Am Ende gelang dies nur mit Hilfe von Bürgschaften privater Gönner aus dem Umfeld des langjährigen Zweitligisten. Da wäre es natürlich hilfreich, wenn die Bornheimer weiter auf zwei Finanzpartner setzen könnten, die sich im Sommer möglicherweise verabschieden werden. Denn der Vertrag mit der Frankfurter Volksbank, seit 2006 Namensgeber des Stadions am Bornheimer Hang, läuft ebenso im Sommer aus wie der Kontrakt mit dem Hauptsponsor „ayondo“.

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