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FSV Frankfurt: „Der FSV Frankfurt wurde zu Grabe getragen“

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Carlo Kiefer Foto: Christian Klein Carlo Kiefer
Frankfurt. 

Hans-Joachim Otto, rhetorisch geschliffen wie immer, warb mit wohlgesetzten Worten für das Vorhaben. „Durch diese Reform wird der FSV Frankfurt transparenter und schlagkräftiger. Wir schaffen die Grundlage, dass der Verein noch besser aufgestellt sein wird“, erklärte der frühere Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Das Aufsichtsratsmitglied des Fußball-Drittligisten fand ganz offenbar Gehör, mit der dafür notwendigen Dreiviertelmehrheit verabschiedete die außerordentliche Mitgliederversammlung nach knapp zweistündiger Diskussion eine Änderung der Satzung, mit der eine Modernisierung des Vereins und eine effizientere Kontrolle der ausgelagerten GmbH auf den Weg gebracht werden soll (wir berichteten). So soll der bisherige Aufsichtsrat künftig als Verwaltungsrat seinen Aufgaben nachkommen, außerdem wird als Kontrollorgan der GmbH ein maximal fünfköpfiger Aufsichtsrat installiert.

Bei Carlo Kiefer allerdings herrschte keine Aufbruchsstimmung. Ganz im Gegenteil: Der frühere Präsident des FSV Frankfurt, der wie Otto einen Sitz im Aufsichtsrat des Frankfurter Stadtteilclubs hat, wählte gestern drastische Worte. „Ich habe das Gefühl, dass an diesem Abend der FSV Frankfurt zu Grabe getragen wurde“, erklärte der Rechtsanwalt. Kiefer gehört wie Bernd Reisig – bis zu seinem Rückzug der mächtige Mann am Bornheimer Hang – zu den Kritikern des Präsidiums und FSV-Geschäftsführers Clemens Krüger. Beide hatten immer wieder bemängelt, dass der Aufsichtsrat des Vereins keine Möglichkeit hatte, das Finanzgebaren der GmbH zu kontrollieren. Dieser Unmut war lauter geworden, als die Bornheimer nach dem Abstieg aus der Zweiten Liga lange Zeit um die Lizenz bangen mussten und der Aufsichtsrat keinerlei Informationen über die finanzielle Situation der GmbH erhielt. Das neue Kontrollgremium der GmbH, das sich aus Präsidiumsmitgliedern und dem Vorsitzenden des Verwaltungsrats zusammensetzen soll, macht Kiefer wenig Hoffnung, dass sich die Situation bessert. „Das alles ist eine Farce, der Aufsichtsrat wird künftig vom Präsidium dominiert“, so Kiefer, der sich eine bessere Kontrolle der GmbH zum Beispiel durch drei externe Vertreter im Aufsichtsrat gewünscht hätte.

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