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FSV Frankfurt: Der FSV hat endlich einen Namensgeber für sein Stadion gefunden

Von Nach langer Suche hat der Fußball-Regionalligist FSV Frankfurt endlich einen Namensgeber für sein Stadion am Bornheimer Hang gefunden, das künftig PSD Bank Arena heißen wird. Die zunächst bis zum 30. Juni 2021 datierte Partnerschaft mit dem Geldinstitut beschert den Bornheimern jährlich einen sechsstelligen Betrag in mittlerer Höhe.
Geld trifft Tradition: Jens Fischer, Vorstandsvorsitzender der PSD Bank Hessen-Thüringen (links), und Stephan Siegler, der Vizepräsident des Fußball-Regionalligisten FSV Frankfurt. Foto: Peter Hartenfelser (imago sportfotodienst) Geld trifft Tradition: Jens Fischer, Vorstandsvorsitzender der PSD Bank Hessen-Thüringen (links), und Stephan Siegler, der Vizepräsident des Fußball-Regionalligisten FSV Frankfurt.
Frankfurt. 

Der gestrige Nachmittag bescherte Michael Görner ein Déjà-vu-Erlebnis der ganz besonderen Art. Nach einer langen und nervenzehrenden Suche konnte der Präsident des Fußball-Regionalligisten FSV Frankfurt endlich Vollzug melden und den neuen Namensgeber für die traditionsreiche Heimspielstätte im Frankfurter Osten der Öffentlichkeit präsentieren.

So heißt das Stadion am Bornheimer Hang, das im Rahmen eines Nutzungsvertrages mit der Stadt Frankfurt seit 1997 vom FSV in Eigenregie betrieben wird, künftig PSD Bank Arena. Die Partnerschaft mit der Direktbank, die im Moment knapp 89 000 Privatkunden betreut, ist zunächst bis zum 30. Juni 2021 befristet. Über die finanziellen Konditionen machten beide Seiten wie immer in solchen Fällen keine Angaben, der Sponsorenvertrag soll den Bornheimern dem Vernehmen nach aber jährlich einen sechsstelligen Betrag in mittlerer Höhe in die Kasse spülen.

Und mit Sicherheit wurde Görner gestern an den 7. Juni 2016 erinnert, als er in seiner ersten Amtszeit als Präsident des FSV Frankfurt seinerzeit die Frankfurter Volksbank als neuen Namensgeber für das Stadion am Rande der A 661 vorstellte. Es war der Beginn einer nachhaltigen Partnerschaft, die die erfolgreichste Phase in der jüngeren Vereinsgeschichte des FSV Frankfurt einläutete. Acht Jahre in Folge hielt sich der Frankfurter Stadtteilclub nach dem Aufstieg 2008 in der Zweiten Bundesliga, ehe Misswirtschaft den FSV in die viertklassige Regionalliga und in ein Insolvenzverfahren führte.

Im März des vergangenen Jahres übernahm Görner dann wieder das Amt des Präsidenten und führte den taumelnden Club mit einer überschaubaren Anzahl an Mitstreitern wieder in etwas ruhigeres Fahrwasser. Die Insolvenz ist abgewendet, auch wenn das Verfahren aus formalen Gründen noch nicht offiziell abgeschlossen ist, im Herbst wurde ein Hauptsponsor gefunden. Nur die Suche nach einem dringend notwendigen Namensgeber für das Stadion, der mittelfristig das Überleben der Bornheimer sichern soll, gestaltete sich schwieriger als erwartet und zehrte an den Nerven der Verantwortlichen des FSV, die immer noch mit den Altlasten ihrer Vorgänger zu kämpfen haben.

Koblenz-Spiel gefährdet

Dass mit der PSD Bank nun doch noch ein potenter Partner gefunden wurde, wertete Markus Frank, der Sport- und Wirtschaftsdezernent der Stadt Frankfurt, gestern als ein „großes Signal des Aufbruchs“. Der FSV, so Frank, habe wieder eine Zukunft vor sich, was auch an der Arbeit des derzeitigen Präsidiums und den Mitarbeitern auf der Geschäftstelle liege. „Sie leisten Beeindruckendes“, lobte Frank den finanziellen Überlebenskampf des FSV, der nun wieder optimistischer in die Zukunft schauen kann.

„Der neue Arena-Name ist für den FSV ein weiterer wichtiger Baustein, um die schwerste Phase der Vereinsgeschichte erfolgreich hinter sich zu lassen“, erklärte Görner bestens gelaunt.

Ob sich der sportliche Überlebenskampf des FSV Frankfurt in der Regionalliga Südwest fortsetzt, ist noch ungewiss. Das für heute (14 Uhr) angesetzte Gastspiel der Bornheimer bei der ebenfalls vom Abstieg bedrohten TuS Koblenz ist nämlich stark gefährdet. Nach einer Platzbegehung im Stadion Oberwerth um 9.30 Uhr wird sich entscheiden, ob die Begegnung angepfiffen wird.

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