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FSV Frankfurt: Der FSV lernt Lotte kennen

Von Der FSV gastiert am morgigen Samstag (14 Uhr) bei einem außergewöhnlichen Gegner. Der wenig bekannte Aufsteiger Lotte sorgt in der 3. Liga für Furore.
Er kann wieder lächeln: FSV-Trainer Roland Vrabec. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Er kann wieder lächeln: FSV-Trainer Roland Vrabec.
Frankfurt. 

Ganz unscheinbar, an der westfälisch-niedersächsischen Grenze, liegt Lotte. Etwa 15 000 Einwohner zählt das Städtchen und geht in der Peripherie von Osnabrück und Münster unter, wo schon große europäische Geschichte geschrieben wurde (1648 die Friedensverträge nach Beendigung des Dreißigjährigen Krieges).

Auf fußballerischer Ebene stiehlt Lotte in diesen Wochen den beiden großen Nachbarn aber die Schau. Die Sportfreunde stehen nach neun Spieltagen auf einem Aufstiegsplatz. Und beim Aufsteiger würde die Freude kaum zu toppen sein, wenn tatsächlich der Durchmarsch gelänge in Liga zwei. Dorthin streckt sich der VfL Osnabrück, derzeit immerhin Dritter und einst Inventar dieser Spielklasse, seit fünf Jahren vergeblich. Und Bundesliga-Gründungsmitglied SC Preußen Münster, aktuell Vorletzter, müht sich inzwischen sogar schon seit einem Vierteljahrhundert erfolglos darum, auf diese Ebene zurückzukehren.

Insofern geht Lotte am Samstagnachmittag gegen den FSV Frankfurt leicht favorisiert in die Partie. Aber nur leicht, denn am vergangenen Spieltag gab es in Halle einen Dämpfer; das 0:2 an der Saale kostete die Tabellenführung, der junge Trainer Ismail Atalan (36) fühlte sein Team benachteiligt und griff das Schiedsrichtergespann heftig verbal an. Doch es gab auch wohltuend Selbstkritik. „Wir tun gut daran, nicht davon abzulenken, dass wir in Halle nicht gut waren. Wir waren in Halle einfach nicht das Team, das wir in den letzten anderthalb Jahren waren“, sagte Torhüter Benedikt Fernandez der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. In Marcel Kaffenberger steht ein ehemaliger Bornheimer bei den Sportfreunden seit diesem Sommer unter Vertrag. Einen Stammplatz konnte sich der Mittelfeldakteur jedoch noch nicht erkämpfen.

FSV wohl unverändert

Aber nicht nur wegen erster Risse in Lottes heiler Fußball-Welt reisen die Bornheimer zuversichtlich ins Tecklenburger Land. Der Zweitliga-Absteiger mauserte sich binnen einer englischen Woche von einem bedauernswerten Tabellenletzten zu einem konkurrenzfähigen Team mit guter Perspektive. Die beiden Siege gegen Münster (4:1) und den VfR Aalen (2:1), sagt Führungsspieler Yannick Stark, „das hat uns gepusht. Die beiden Spiele waren überzeugend, das wollen wir nun bestätigen.“

Auch Trainer Roland Vrabec gibt sich zuversichtlich. „Ich hoffe, dass wir viel Schwung aus der englischen Woche mitnehmen. Die Art und Weise, wie wir die Spiele gewonnen haben, hat uns Mut und Selbstvertrauen gegeben.“ Das Momentum liegt also aufseiten der Schwarz-Blauen. Vrabec könnte im 10 200 Plätze fassenden Frimo-Stadion zum dritten Mal in Folge die selbe Elf aufbieten. Adil Chihi kehrte derweil ins Mannschaftstraining zurück und ist dank seiner Ideen und Stärken in Standardsituationen stets eine Alternative. Doch an Massimo Ornatelli führt derzeit kein Weg vorbei.

Trotz der rasanten positiven Wende sieht Sportdirektor Roland Benschneider noch Entwicklungspotenzial. „Stabilisiert haben wir uns noch nicht. Wir laden den Gegner ein, wo wir nicht unter Druck sind“, gibt er zu bedenken. Zwei Szenen unterfüttern diese Aussage: Gegen Münster hätte Stark durch eine Unachtsamkeit beinahe den Ausgleich begünstigt. Denis Streker hatte indes Pech, dass fast in identischer Situation Aalen das 1:1 markierte.

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