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FSV Frankfurt: Der Taktgeber: Wird Massimo Ornatelli zum Glücksfall?

Von Der Offensivspieler Massimo Ornatelli ist maßgeblich am Aufschwung des Fußball-Drittligisten FSV Frankfurt beteiligt. Dabei hatte der Italiener erhebliche Startschwierigkeiten.
Grenzenloser Jubel bei den Frankfurtern Massimo Ornatelli (links) und Cagatay Kader. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Grenzenloser Jubel bei den Frankfurtern Massimo Ornatelli (links) und Cagatay Kader.
Frankfurt. 

Als der Abstieg des FSV Frankfurt aus der Zweiten Fußball-Bundesliga bittere Realität geworden war, hatte Clemens Krüger nur wenig Zeit zum Trauern. Der Geschäftsführer der Bornheimer, dem viele den Sturz in die Drittklassigkeit angekreidet hatten, stand nämlich vor einem Berg vor Arbeit. Neben dem Kampf um die Lizenz war dies vor allem das Zusammenstellen einer komplett neuen Mannschaft. Eine Herkulesaufgabe, der er sich gemeinsam mit dem neu installierten Sportdirektor Roland Benschneider und dem neuen Cheftrainer Roland Vrabec stellte.

Am Ende sollten es 20 Profis sein, die das Führungstrio des FSV an den Bornheimer Hang lotste, um das Abenteuer Dritte Liga anzugehen. Einen der neuen Hoffnungsträger hatte Krüger schon sehr früh auf seiner Agenda: Massimo Ornatelli. 30 Jahre alt, geboren in Dortmund als Sohn eines italienischen Gastronomen, fußballerisch ausgebildet bei der Dortmunder Borussia, wo er in seinem letzten Jahr in der U 19 auch in der U 23, die in der Regionalliga spielte, eingesetzt wurde.

Schon wenige Tage nach dem Zweitligaabstieg der Bornheimer nahm Krüger Kontakt zum Berater von Ornatelli auf, dessen auslaufender Vertrag beim künftigen Frankfurter Ligarivalen VfL Osnabrück nicht verlängert worden war. Sehr zum Bedauern des offensiven Mittelfeldspielers, der drei Jahre lang in Osnabrück spielte und in der abgelaufenen Saison mit 36 Einsätzen, davon 33 in der Startelf, unumstrittene Stammkraft bei den Niedersachsen war. Aber Osnabrücks Trainer Joe Enochs setzte zur Überraschung vieler VfL-Fans, bei denen sich Ornatelli großer Beliebtheit erfreute, nicht mehr auf den flinken Kreativspieler.

Sehr zum Bedauern von Ornatelli, der gerne in Osnabrück geblieben wäre. Es folgte ein kurzer Flirt mit seinem früheren Club SC Paderborn, der wie der FSV den Gang in die Drittklassigkeit antreten musste, ehe sich Ornatelli für den Wechsel nach Frankfurt entschied. „Das war das Beste, was ich machen konnte“, sagte Ornatelli am Sonntag, nachdem er der Abwehr von Fortuna Köln das Fürchten gelehrt hatte. Beim 6:0-Kantersieg des FSV über die Kölner hatte Ornatelli gleich vier Treffer vorbereitet und am Ende mit einem verwandelten Foulelfmeter auch noch den Schlusspunkt gesetzt.

„Massimo ist seit Wochen in herausragender Form und für unser Spiel von außerordentlicher Bedeutung. Mir war von Anfang klar, dass er uns weiter helfen kann, wenn er fit ist“, lobte Krüger die jüngsten Auftritte Ornatellis, der sich bei den Bornheimern mehr und mehr zum Taktgeber in der Offensive aufschwingt. Cheftrainer Roland Vrabec gewährt ihm auf der Position hinter den beiden Sturmspitzen Fabian Schleusener und Cagatay Kader viele Freiheiten, nachdem er zu Saisonbeginn meist auf der Außenposition eingesetzt wurde und irgendwie nicht ins Rollen kam.

„Auf dieser Position fühle ich mich einfach wohler. Ich brauche Sicherheit im Spiel, dann komme ich auch in den Modus“, erklärt Ornatelli seine Leistungssteigerung, die während der Englischen Woche Mitte September ihren Anfang nahm. Schon beim 4:1-Heimsieg über seinen ehemaligen Club Preußen Münster, für den Ornatelli zwischen 2007 und 2012 144 Pflichtspiele bestritt, demonstrierte er auf eindrucksvolle Art und Weise, über welches Potenzial er als Vorlagengeber verfügt.

Ein perfekter Tag

Das bekamen am Sonntag nun auch die Profis von Fortuna Köln zu spüren, die den quirligen Techniker mit dem guten Auge nicht in den Griff bekamen. „Vier Vorlagen und ein Tor, so etwas ist mir noch nie gelungen. Ein klasse Momentaufnahme, aber so muss es weiter gehen“, war Ornatelli nach diesem perfekten Tag überglücklich.

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