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FSV Frankfurt: Der etwas andere Profi

Von Nach zwei Jahren beim Drittligisten Preußen Münster kehrte Marc Heitmeier zum Zweitliga-Absteiger FSV Frankfurt zurück, wo er seine bislang erfolgreichste Zeit als Spieler hatte.
Ist zum FSV zurück gekehrt: Marc Heitmeier. Foto: Reinhard Roskaritz (www.bild-pressehaus.de) Ist zum FSV zurück gekehrt: Marc Heitmeier.
Frankfurt. 

Die sechs Jahre in Offenbach und Frankfurt haben ganz offensichtlich einen bleibenden Eindruck bei ihm hinterlassen. So intensiv, dass Marc Heitmeier sich bereits mit dem Gedanken beschäftigt, seinen Lebensmittelpunkt samt Familie in diese Region zu verlagern. „Ich habe mich so wohl gefühlt, dass ich vielleicht hier sesshaft werde“, sagt der neue und alte Innenverteidiger des Fußball-Drittligisten FSV Frankfurt, der Anfang Juli von den Bornheimern verpflichtet wurde.

„Als das Angebot des FSV Frankfurt kam, musste ich nicht lange überlegen“, erzählt der 31 Jahre alte Profi, der eigentlich ein Kind des Ruhrgebiets ist. In Dortmund geboren und aufgewachsen, kam er über die SG Lütgendortmund zur großen Borussia, für die er acht Jahre lang in der Jugend und mit der U 23 in der Regionalliga spielte. Zwischenzeitlich stand der technisch so beschlagene Defensivspieler sogar im Bundesligakader des BVB, ein Einsatz blieb ihm allerdings verwehrt. Der Fußball-Lehrer Hans-Jürgen Boysen war es schließlich, der Heitmeier vor acht Jahren vom Oberligisten SV Wilhelmshaven ins Rhein-Main-Gebiet, genauer gesagt zu den Offenbacher Kickers, holte.

Damals bot sich Heitmeier übrigens das gleiche Bild wie jetzt beim FSV Frankfurt. Die Kickers waren gerade aus der Zweiten Bundesliga abgestiegen und mussten eine neue Mannschaft aufbauen. Deshalb kann Heitmeier der „speziellen Situation“ am Bornheimer Hang durchaus etwas Positives abgewinnen. „Alle sind neu, es gibt noch keine Gruppen und es ist eine neue Chance für jeden“, erklärte der frühere Juniorennationalspieler gegenüber dem „Kicker“, nachdem er beim FSV Frankfurt einen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2018 unterschrieben hatte.

Jener Club, bei dem er seine bislang erfolgreichste Zeit als Profifußballer hatte. Nach zwei Drittligajahren in Offenbach folgte er Boysen, der mittlerweile die Mainseite gewechselt hatte und den FSV im Bundesliga-Unterhaus trainierte, nach Bornheim. Dort bestritt er in vier Jahren insgesamt 92 Pflichtspiele für den FSV und gehörte zu jener Mannschaft, die in der so erfolgreichen Spielzeit 2012/2013 unter dem damaligen Cheftrainer Benno Möhlmann kurzzeitig vom Aufstieg in die Bundesliga träumte und am Ende Vierte wurde.

Ein Jahr später trennten sich dann die Wege des FSV und Heitmeiers, der für viele der etwas andere Profi ist. Er gilt als äußerst selbstkritisch, beschäftigt sich mit Yoga und Osteopathie, fuhr in seiner ersten Zeit beim FSV oft mit dem Rad zum Training und spielt immer wohltuend fair, obwohl er ein Spezialist für die Defensive ist.

Bei seinem zweiten Engagement in Bornheim hat er neben dem Toreverhindern und dem Spielaufbau noch eine weitere Aufgabe. „Marc kennt den Verein aus seiner langen Zeit hier bestens und soll die jungen Spieler führen“, sagt Roland Benschneider, der Sportdirektor des FSV Frankfurt, über Marc Heitmeier, der vor dem ersten Heimspiel der Saison am Samstag (14 Uhr) gegen Rot-Weiß Erfurt noch kein Lampenfieber hat: „Wenn ich ehrlich bin, fühlt sich beim FSV alles wie gewohnt an. Ich bin deshalb sehr entspannt. Aber mal schauen, wie es sich am Samstag anfühlen wird.“

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