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FSV Frankfurt: Dezimiert an die Ostsee

Von Mit einem dezimierten Kader versucht der FSV an der Ostsee zu bestehen. In Rostock treffen die Bornheimer auf einen Gegner der Extreme.
Kopfarbeit: Ranisav Jovanovic (rechts) wird sie auch beim Gastspiel am Samstag in Rostock demonstrieren müssen. Foto: imago sportfotodienst (imago sportfotodienst) Kopfarbeit: Ranisav Jovanovic (rechts) wird sie auch beim Gastspiel am Samstag in Rostock demonstrieren müssen.
Frankfurt. 

Keine Mannschaft der Dritten Fußball-Liga hat nach vier Spieltagen weniger Tore kassiert als der FC Hansa Rostock. Aber die Mecklenburger stellen auch die harmloseste Offensive mit dem Tabellenletzten Preußen Münster. In puren Zahlen: Ein Tor geschossen, zwei hingenommen. Es deutet also einiges darauf hin, dass die Partie am Samstagnachmittag (14 Uhr) zu einer Geduldsprobe werden könnte. „Mit einem Tor hat Rostock fünf Punkte geholt“, erwartet FSV-Trainer Roland Vrabec „wieder eine spannende Aufgabe“.

Doch der Coach steckt irgendwie in einem Dilemma. Einerseits signalisiere die Mannschaft, „dass sie unbedingt einen Dreier haben will“. Andererseits muss der 42-Jährige abermals auf zwei erfahrene Führungsspieler verzichten, die gerade in der aktuellen Situation – die Schwarz-Blauen nehmen mit zwei Punkten den Abstiegsrang 18 ein – nicht zu ersetzen sind. Yannick Stark habe einen Muskelfaserriss noch nicht auskuriert, und die Adduktoren machen Patrick Ochs weiter Probleme. „Natürlich ist es negativ, dass beide fehlen. Aber das Risiko ist zu hoch, sie einzusetzen“, betont Vrabec.

Viel personellen Handlungsspielraum hat Vrabec nicht, zumal sich die Spieler, die derzeit in der zweiten Reihe stehen, im Testspiel gegen den Verbandsligisten Hanauer SC (1:2) nicht empfehlen konnten. Man müsse schon viel Fantasie entwickeln, um jemand von den am Dienstagabend Eingesetzten von Beginn im Ostseestadion zu bringen, drückt Vrabec seine Unzufriedenheit verklausuliert aus.

Wettkampfpraxis haben die meisten aus dem zweiten Glied nicht oder nur bedingt. Da wirkt es sich negativ aus, dass der FSV keine zweite Mannschaft im Spielbetrieb mehr hat. „Grundsätzlich ist es wichtig, eine U 23 zu haben“, sagt Vrabec. Denn in Testmatches könne man den Ernstfall nicht simulieren. Die Bornheimer hatten vor zwei Spielzeiten aus finanziellen Gründen dieses Team vom Spielbetrieb abgemeldet, das nach dem Regionalliga-Abstieg nur noch in der Hessenliga spielte.

Aber auch der im DFB-Pokalspiel gegen den VfL Wolfsburg (1:2) gesperrte Marc Heitmeier wirkte wie Christopher Schorch gegen Hanau eine Halbzeit mit. Beide Stammkräfte werden in Rostock vermutlich das Innenverteidigergespann bilden. Vrabec rechnet damit, dass der FC Hansa früh pressen und Präsenz zeigen wird.

Der prominenteste Neuzugang der Hanseaten dürfte bei diesem Unterfangen aber erst mal nicht teilhaben. Der vor einer Woche verpflichtete Timo Gebhart hat noch Trainingsrückstand. „Auch wenn er zuletzt ein bisschen mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte, ist Timo Gebhart eine absolute Verstärkung für das Team“, sehnt Sportvorstand René Schneider das Debüt des 27-Jährigen im Hansa-Trikot herbei. U-21-Europameister Gebhart war für den TSV 1860 München, VfB Stuttgart und 1. FC Nürnberg aktiv, ehe es ihn im vergangenen Winter zum rumänischen Spitzenclub Steaua zog. In Bukarest kam er aber nur auf zwei Einsätze. Zuletzt war Gebhart vereinslos.

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