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FSV Frankfurt: Die Hoffnung schwindet

Von Ein Eigentor von Denis Streker hat gestern Abend die 0:1-Heimniederlage des Fußball-Drittligisten FSV Frankfurt gegen den FSV Zwickau besiegelt. Der Abstieg der Bornheimer in die Regionalliga rückt näher.
Kein Durchkommen für Cagatay Kader (rechts) vom Fußball-Drittligisten FSV Frankfurt im Zweikampf mit Toni Wachsmuth (FSV Zwickau) Foto: Christian Klein (FotoKlein) Kein Durchkommen für Cagatay Kader (rechts) vom Fußball-Drittligisten FSV Frankfurt im Zweikampf mit Toni Wachsmuth (FSV Zwickau)
Frankfurt. 

Die letzten verzweifelten Bemühungen seiner Mannschaft, vielleicht doch noch den Ausgleich zu erzielen, erlebte Roland Benschneider auf der Haupttribüne und nicht wie gewohnt auf der Bank. Nach einer umstrittenen Entscheidung von Schiedsrichter Florian Kornblum war der wütende Sportdirektor des Fußball-Drittligisten FSV Frankfurt an die Linie geeilt, hatte das Gespräch mit dem Schiedsrichterassistenten gesucht, woraufhin der Unparteiische Benschneider aus disziplinarischen Gründe auf die Tribüne schickte.

Der Frust des FSV-Funktionärs war verständlich. Der finanziell schwer angeschlagene und von der Insolvenz bedrohte Drittligist geht auch sportlich schweren Zeiten entgegen. Nach einem kurzen Zwischenhoch von vier Punkten aus den letzten beiden Spielen gegen die Sportfreunde Lotte und Fortuna Köln sind gestern Abend nach der 0:1-Heimniederlage gegen den FSV Zwickau wieder dunkle Wolken über dem Bornheimer Hang aufgezogen.

Knapp 3000 Zuschauer hatte das Duell der schlechtesten Rückrundenmannschaft aus Frankfurt sowie des besten Teams der Rückserie (Zwickau) angelockt. Sie sollten eine Begegnung erleben, die nur selten den Ansprüchen dieser Liga genügte. Die stark ersatzgeschwächten Bornheimer, die auf die schwer verletzten Patrick Ochs und Dennis Russ, die beide am Dienstag in Köln aufgrund ihrer erlittenen Kreuzbandrisse operiert wurden, sowie Milad Salem (Verdacht auf Sehnenabriss im Oberschenkel) und den langzeitverletzten Fabian Schleusener verzichten mussten, begannen engagiert und hatten auch zwei Chancen durch Yannick Stark (19. Minute) und Marc Heitmeier (22.), die Gästeschlussmann Johannes Brinkies glänzend parierte. „In der ersten Halbzeit hätten wir in Führung gehen müssen“, sagte FSV-Cheftrainer Gino Lettieri später und fügte schon fast ein wenig resignierend an: „Die gesamte Situation ist bitter“. Es passte irgendwie ins traurige Bild, was der langjährige Zweitligist in seinem Existenzkampf eine Klasse tiefer derzeit abgibt, wie die Sachsen zu ihrem Siegtreffer kamen. Nach einem Eckball von Rene lange war es nämlich der Frankfurter Denis Streker, der den Ball aus kurzer Distanz ins eigene Tor beförderte.

Da waren zwar erst vier Minuten der zweiten Halbzeit gespielt. Allerdings gelang den Hausherren im Spiel nach vorne dann gar nichts mehr. Lettieri reagierte und brachte Massimo Ornatelli und Fabian Graudenz. Aber die beiden Offensivkräfte waren ebenfalls lange verletzt und weisen noch Trainingsrückstand auf. Und so ist der Abstand des FSV zum rettenden Ufer seit gestern Abend wieder größer geworden. Die U 23 von Werder Bremen liegt mit vier Punkten Vorsprung und einem Spiel weniger vor den Bornheimern auf dem ersten Nichtabstiegsplatz.

Schelberg kommt nicht

Rückschläge haben die Verantwortlichen des FSV Frankfurt auch bei der Suche nach einem neuen Geschäftsführer einstecken müssen. Heiko Schelberg dementierte gestern, dass er mit einer Rückkehr an den Bornheimer Hang geliebäugelt hätte. „Es gab keine Verhandlungen mit dem FSV. Ich bin fokussiert auf meinen Job in Gießen“, erklärte der Geschäftsführer des Basketball-Bundesligisten Gießen 46ers. Weil auch ein weiterer Wunschkandidat dem FSV eine Absage erteilt hat, hat das Präsidium des Drittligisten die Suche nach einem Geschäftsführer vorerst zurück gestellt.

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