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FSV Frankfurt: Die Woche der Wahrheit

Von Michael Görner, der Präsident des FSV Frankfurt, stellte sich den Fans. Seine Botschaft: In der kommenden Woche wird die Entscheidung darüber fallen, wie es mit dem ins Taumeln geratenen Fußball-Drittligisten weitergehen wird. Vieles deutet auf ein Insolvenzverfahren hin.
FSV-Präsident Michael Görner. Foto: Reinhard Roskaritz (www.bild-pressehaus.de) FSV-Präsident Michael Görner.
Frankfurt. 

Irgendwann ging dann doch das Licht aus. Es war allerdings nur das Flutlicht, das abgeschaltet wurde, nachdem die Jugendfußballer des FSV Frankfurt ihr Training auf dem Kunstrasenplatz vor der Haupttribüne beendet hatten. Und während die Bornheimer Talente sich unter die Dusche begaben, stellten sich ein Stockwerk höher FSV-Präsident Michael Görner und sein Stellvertreter Stephan Siegler den Fragen der knapp 200 erschienenen Anhänger des Drittligisten.

Zwar nannten Görner und Siegler keine Zahlen, aus dem Ernst der Lage machten sie wie in den Tagen zuvor aber keinen Hehl. „Der FSV Frankfurt befindet sich in einem existenziellen Überlebenskampf“, sagte Görner, obwohl er in den letzten Tagen gute Gespräche mit Vertretern der Stadt Frankfurt sowie Partnern und potenziellen Sponsoren geführt habe.

So konnte Görner die gute Nachricht verkünden, dass der Hauptsponsor ayondo sein Engagement beim FSV Frankfurt in der Dritten Liga um ein weiteres Jahr verlängern würde. Allerdings ist der Klassenerhalt für die Bornheimer, die heute beim SC Paderborn gastieren, in weite Ferne gerückt. Außerdem ist es mehr als fraglich, ob der Zweitligaabsteiger überhaupt die Lizenz für die Dritte Liga erhalten wird. Görner und Siegler rechnen damit, dass sie in den nächsten Tagen vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) über das laufende Lizenzierungsverfahren informiert werden. So wird der Zeitraum vor dem Osterwochenende wohl die Woche der Wahrheit für den FSV Frankfurt. Denn Görner und Siegler kündigten am Donnerstagabend eine zeitnahe Entscheidung an, wie es mit dem Frankfurter Stadtteilclub weitergehen wird.

Die Zukunft des langjährigen Zweitligisten sieht allerdings düster aus, auch wenn sich Görner und Siegler kämpferisch gaben. Der aktuelle Schuldenstand scheint nämlich noch höher zu sein als die bisher angenommenen knapp drei Millionen Euro. Görner dementierte zwar Meldungen über Liquiditätsprobleme („Der Strom und das Licht laufen hier nach wie vor, die Spielergehälter wurden ebenfalls pünktlich bezahlt“), schloss auf Nachfrage eines Anhängers aber auch eine mögliche Insolvenz nicht aus. „Alles ist ergebnisoffen“, sagte Görner und wies daraufhin, dass man die Altlasten nicht einfach ignorieren könne: „Wir werden nichts vor uns herschieben“, erklärte der Diplomkaufmann. Wohlwissend, dass eine Spielzeit in der viertklassigen Regionalliga Kosten von mindestens zwei Millionen Euro verschlingen würde. Geld, das der FSV Frankfurt im Moment nicht hat. Und so deuten vieles daraufhin, dass am Bornheimer Hang vielleicht doch die Lichter ausgehen werden.

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