E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 17°C

Diego knackt den FSV

Von Der FSV Frankfurt zieht sich achtbar aus der Affäre. Doch zu seinem Unglück haben die Wolfsburger Stars nach dem Ende der Ära Magath die Lust am Fußball wieder entdeckt. Von Michael Helms
Leere Ränge bei einem lange Zeit zähen Kampf: Manuel Konrad (links) wehrt sich gegen Diego, am Ende vergeblich.	Foto: dapd Leere Ränge bei einem lange Zeit zähen Kampf: Manuel Konrad (links) wehrt sich gegen Diego, am Ende vergeblich. Foto: dapd
Wolfsburg. 

Vor genau einer Woche endete beim bis dato kriselnden Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg die Ära Magath. Gestern mussten die Profis des Zweitligisten FSV Frankfurt auf schmerzhafte Art und Weise erleben, dass es ihren Wolfsburger Kollegen offensichtlich wieder richtig Spaß macht, ihrem Beruf nachzugehen. Wie schon im vergangenen Jahr, als man dem VfB Stuttgart mit 0:3 unterlag, ereilte die Bornheimer mit dem 0:2 in Wolfsburg auch in dieser Spielzeit schon in der zweiten Runde des DFB-Pokals das Aus.

Wie erwartet hatte FSV-Cheftrainer Benno Möhlmann seiner Mannschaft eine defensivere Grundausrichtung verordnet, um die hohe Pokalhürde bei dem favorisierten Erstligisten vielleicht doch zu überspringen. So begannen die Bornheimer gestern mit einem Einmann-Sturm, den der Albaner Edmond Kapllani verkörperte. Der Niederländer John Verhoek, der zuletzt mit Kapllani einen Zweimann-Angriff bildete, ehe Kapllani nach den frühen Platzverweisen von Marc Heitmeier gegen Union Berlin und Björn Schlicke im letzten Heimspiel gegen Jahn Regensburg aus taktischen Gründen schon früh ausgewechselt wurde, musste auf die Bank und wurde erst in der 75. Minute eingewechselt. Für Verhoek stand Moise Bambara in der Anfangsformation, die mit Bambara, Yannick Stark und Manuel Konrad gleich drei defensive Mittelfeldspieler aufwies.

Björn Schlicke, der im Ligabetrieb bekanntlich für drei Begegnungen gesperrt wurde, war gestern Abend im Pokal spielberechtigt und bildete wie gewohnt, aber eben vorerst zum letzten Mal gemeinsam mit Tim Heubach die Innenverteidigung. Schlicke und Heubach sowie die beiden Außenverteidiger Alexander Huber und Nils Teixeira hatten zunächst weniger Arbeit als befürchtet. Die Wolfsburger, angetrieben von ihrem brasilianischen Spielmacher Diego, der unter seinem neuen Trainer Lorenz-Günther Köstner urplötzlich die Lust am Fußball wieder entdeckt hat, waren natürlich die überlegene Mannschaft. Packende Torraumszenen blieben in der mit nur 7500 Zuschauern noch nicht einmal zu einem Drittel gefüllten Volkswagen-Arena Mangelware. Erst in der 19. Minute hatten die Gastgeber ihre erste Möglichkeit, aber nach einem Zuspiel von Ivica Olic verfehlte Diego aus kurzer Distanz das Tor.

Kapllanis große Chance

Kurz danach hatte Kapllani die große Chance, die Hessen in Führung zu bringen. Sein Kopfball aus sieben Metern nach einer Flanke von Michael Görlitz landete neben dem Gehäuse von Diego Benaglio (22.). Der Wolfsburger Torhüter konnte in der Folgezeit dann einige Glanztaten seines Frankfurter Kollegen Patric Klandt beobachten. Zunächst rettete der FSV-Keeper nach einem Kopfball von Bas Dost (36.), 120 Sekunden später riskierte Klandt Kopf und Kragen, um eine weitere Großchance von Dost zu vereiteln. Und weitere zwei Minuten danach lenkte Klandt einen Kopfball Jan Polaks mit den Fingerspitzen gerade so noch an die Latte.

Sechs Minuten nach der Pause aber war Klandt machtlos. Nach einem Zuspiel des Japaners Makoto Hasebe ließ Huber Olic laufen, dessen Pass Diego aus kurzer Distanz zum mittlerweile hochverdienten 1:0 über die Torlinie drückte. Die Bornheimer zogen sich zwar achtbar aus der Affäre, aber die wieder erstarkten Wolfsburger konnten sie nicht ernsthaft unter Druck setzen oder dem ungleichen Spiel gar noch eine Wende verleihen. Ganz im Gegenteil: In der 61. Minute erhöhte Dost nach einem feinen Pass von Diego auf 2:0.

VfL Wolfsburg: Benaglio – Fagner, Naldo, Kjaer, Schäfer – Josu (88. Knoche), Polak – Hasebe, Olic (77. Vieirinha) – Diego – Dost (72. Lakic). – FSV Frankfurt: Klandt – Huber, Schlicke, Heubach, Teixeira – Görlitz (67. Roshi), Konrad, Stark (75. Verhoek), Bambara, Leckie (85. Yun) – Kapllani. – SR: Gräfe (Berlin). – Zuschauer: 7538. – Tore: 1:0 Diego (51.), 2:0 Dost (61.). – Gelbe Karte: Polak.

Zur Startseite Mehr aus FSV Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen