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FSV Frankfurt: Eine Win-win-Situation

Von Eine stürmische Leihgabe des Bundesliga-Aufsteigers SC Freibuirg beflügelt den Zweitliga-Absteiger FSV Frankfurt. Aber Fabian Schleusener bleibt bescheiden.
Fabian Schleusener. Foto: Christian Klein ( FotoKlein) Fabian Schleusener.
Frankfurt. 

Gegen Preußen Münster durfte auch er einmal vorzeitig vom Feld, immerhin lief aber schon die Nachspielzeit. Keiner der bislang 19 eingesetzten Feldspieler des FSV Frankfurt stand so häufig auf dem Platz wie Fabian Schleusener. Kein Schwarz-Blauer traf so häufig ins Netz wie der Badener (5). Wenn der 24-Jährige den gegnerischen Torwart überwand, gab es immer drei Punkte – abgesehen vom Saisonauftakt beim 1:1 in Kiel. Am Bornheimer Hang mag man nicht daran denken, welchen Rang der Zweitliga-Absteiger in der Dritten Fußball-Liga zurzeit einnehmen würde, wenn man Schleusener in der Sommerpause nicht vom Bundesliga-Aufsteiger SC Freiburg ausgeliehen hätte.

So sehr Schleusener auf dem Spielfeld in die Offensive geht, so defensiv gibt er sich bei der Einschätzung des persönlichen Stellenwerts. „Klar freut es mich, wenn ich mit Toren zum Erfolg beitragen kann, das ist ein schöner Nebeneffekt. Aber ich will dies nicht in den Vordergrund stellen“, betont er.

Im Nachhinein hatte es doch etwas Positives, dass der FSV in eine Krise schlitterte. Nach dem 1:3 gegen Großaspach, der schwächsten Saisonleistung, fand sich der Traditionsverein auf dem letzten Rang wieder. Diese Niederlage habe „uns die Augen geöffnet“. Und Trainer Roland Vrabec reagierte. Der 42-Jährige leitete nach dem folgenden 1:1 in Halle einen grundlegenden Wechsel ein. Im Spielsystem, vor allem in der Offensive. Fabian Schleusener sorgte schon vor Vrabecs Systemkorrektur auf der linken Außenbahn für Betrieb. Doch als Spitze neben Cagatay Kader kann er seine Stärken – er ist torgefährlich, kombinationsfreudig, schnell, laufstark – noch besser einbringen. „Ich denke, dass wir beide sehr gut harmonieren“, deutet Schleusener an, dass eine Veränderung an der offensiveren Spielweise derzeit nicht nötig sei.

Drei Siege zuletzt gegen Münster (4:1) und Aalen (2:1) sowie in Lotte (1:0), immer mit derselben Startelf, sind auch ein hieb- und stichfestes Argument. Jetzt gelte es, „auf der Euphoriewelle zu reiten“. Wird bei nur noch vier Punkten Rückstand auf einen Aufstiegsplatz und guter Perspektive jetzt die Rückkehr in die Zweitklassigkeit angepeilt? „Ich glaube nicht, dass wir unsere Ziele zu hoch ansetzen dürfen“, tritt Schleusener verbal auf die Bremse. Taten will er lieber auf dem Rasen folgen lassen, am besten schon in acht Tagen gegen Fortuna Köln.

Denn so verbessert sich auch seine Perspektive, im nächsten Sommer wieder ins Aufgebot des SC Freiburg zurückzukehren. Nach dem Bundesliga-Aufstieg der Breisgauer gab es keinen Platz mehr für ihn im Kader von Christian Streich. In Liga zwei kam er nur zu einem Kurzeinsatz. Sein Betätigungsfeld war die Regionalliga, in der er für die U 23 des Sport-Clubs in 29 Partien 13 Treffer markierte.

Deshalb bot sich eine Ausleihe in Liga drei für ihn an. „Ich habe gewusst, dass ich noch Zeit brauche. So machte ich den Zwischenschritt zum FSV, um weitere Ziele ins Auge zu fassen“, sieht Schleusener seinen neuen Club als ideale Plattform an, um sich für höhere Aufgaben aufmerksam zu machen. Andere Drittligisten hätten in der Wechselperiode auch Interesse an ihm gezeigt, berichtet der Stürmer. Doch als der FSV anklopfte, sei alles „schnell über die Bühne“ gegangen.

„Wir haben eine super Mannschaft“, weist Schleusener darauf hin, dass auch in den sieglosen Wochen „immer an einem Strang gezogen“ wurde. Der Schritt, in den Frankfurter Osten gegangen zu sein, sei auf jeden Fall richtig gewesen. Davon profitieren derzeit beide Vertragspartner: Fabian Schleusener und der FSV.

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