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FSV Frankfurt: „Erste Hilfe“ für den FSV Frankfurt

Von Zwei Charity-Veranstaltungen sollen dem verschuldeten Fußball-Drittligisten FSV Frankfurt ein wenig Geld in die Kasse spülen. Hinter den Kulissen wird derweil fieberhaft an der Rettung des Vereins und seiner GmbH gearbeitet.
Organisiert ein Benefiz-Dinner für die Jugend des FSV: Bernd Reisig. Foto: Peter Hartenfelser (Peter Hartenfelser) Organisiert ein Benefiz-Dinner für die Jugend des FSV: Bernd Reisig.
Frankfurt. 

Von der Couch zum Fulltime-Job: Vor knapp zwei Monaten noch führte Michael Görner als Privatier ein beschauliches Leben. Bis dem 56 Jahre alten Betriebswirt seine große Leidenschaft ausfüllende Tage bescherte. Görner, seit Kindesbeinen ein glühender Anhänger des FSV Frankfurt, erklärte sich bereit, als neuer Präsident beim finanziell wie sportlich in Schieflage geratenen Club vom Bornheimer Hang Verantwortung zu übernehmen. „Seitdem arbeite ich zwölf Stunden am Tag für den FSV“, beschreibt Görner, wie anstrengend für ihn der Überlebenskampf mit dem langjährigen Zweitligisten ist, dessen GmbH am 11. April Insolvenz anmelden musste. Seitdem hat der vorläufige Insolvenzverwalter Fabio Algari das Sagen bei dem designierten Absteiger aus der Dritten Liga, der am Samstag um 13.30 Uhr sein letztes Heimspiel der Saison gegen die U 23 von Werder Bremen bestreitet.

Aber wird der FSV in der kommenden Spielzeit auch wirklich in der Regionalliga Südwest spielen oder möglicherweise eine oder zwei Klassen tiefer nach einem geordneten Insolvenzverfahren den Neuanfang starten? Dies ist nur eine von vielen ungelösten Fragen, für die es wohl erst in den nächsten Wochen Antworten geben wird. „Ende Mai werden wir mehr wissen“, erklärte Görner, der keinen Hehl daraus macht, das er mit dem FSV am liebsten in die Regionalliga gehen würde. Dafür müssen er und seine wenigen Mitstreiter Klinken putzen gehen und viele Gespräche führen. Zum Beispiel mit der Stadt Frankfurt, dem Hauptgläubiger des FSV, der Görner einen Finanzplan vorgelegt hat. Oder mit dem bisherigen Vermarkter Infront, der nach Aussage des Vereinschefs wie die Verantwortlichen der Stadt durchaus positive Signale gesendet hat. Oder mit Bernd Winter. Der langjährige Leiter der FSV-Fußballschule, der in Zweitligazeiten als Mitarbeiter der Geschäftsstelle auch die Veranstaltungen organisierte, hat sich bereit erklärt, ehrenamtlich ein Galadinner auf die Beine zu stellen, um ein wenig Geld in die leere Kasse der GmbH zu spülen, der im Juni ein weiterer Kraftakt bevorsteht. Aus dem Topf der Bundesagentur für Arbeit wurden mit Hilfe des sogenannten Insolvenzgeldes die letzten drei Monatsgehälter bezahlt, die Juni-Gehälter müssen wieder von der GmbH des FSV gestemmt werden.

„Erste Hilfe“ naht auch für die Jugendabteilung des FSV Frankfurt, die ebenfalls von der Insolvenz betroffen ist. Deshalb organisiert Bernd Reisig, der langjährige Manager und Geschäftsführer des FSV, gemeinsam mit dem Frankfurter Gastronomen Christian Dressler, der in Bornheim das bekannte Apfelwein-Lokal „Solzer“ betreibt, ein Benefiz-Dinner, bei dem prominente Persönlichkeiten aus Sport und Politik Spenden sammeln, die ausschließlich für den Spielbetrieb der Jugendabteilung des FSV Frankfurt eingesetzt werden sollen. „Es ist wichtig, dass wir uns gemeinsam engagieren. In der Jugend liegt die Zukunft des FSV Frankfurt“, erklärte Reisig, der die Aktion auch als eine Art „Initialzündung“ sieht.

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