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FSV Frankfurt: FSV: Das "Abenteuer Regionalliga" kann beginnen

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Trostloser Abschied: Nur wenige Zuschauer verfolgten den letzten Heimauftritt des FSV Frankfurt im Profifußball. Foto: Hans-Uwe Kellner (pressehaus) Trostloser Abschied: Nur wenige Zuschauer verfolgten den letzten Heimauftritt des FSV Frankfurt im Profifußball.
Frankfurt. 

Für die Anhänger des FSV Frankfurt waren die letzten beiden Jahre eine Tour der Leiden. Innerhalb von nur 24 Monaten musste der einstige Vorzeigeclub der Zweiten Fußball-Bundesliga gleich zwei Abstiege verkraften und wurde bei dieser sportlichen Schussfahrt auch noch finanziell ruiniert. Mit der Folge, dass dem neuen FSV-Präsidenten Michael Görner und seinem Mitstreiter, Vizepräsident Stephan Siegler, am 11. April nichts anderes übrig blieb, als einen Insolvenzantrag zu stellen.

Gestern nun, und das ist nach langer Zeit mal wieder eine gute Nachricht für die Sympathisanten des Clubs vom Bornheimer Hang, hat das Frankfurter Amtsgericht ganz offiziell das Insolvenzverfahren eröffnet und wie erwartet Fabio Algari, den vorläufigen Insolvenzverwalter, auch zum Insolvenzverwalter bestellt. Der Jurist hatte am vergangenen Freitag beim Amtsgericht ein sogenanntes Insolvenzgutachten abgegeben mit der Zielsetzung, die verschuldete GmbH des FSV Frankfurt am Leben zu erhalten, um den Spielbetrieb in der viertklassigen Regionalliga Südwest fortzusetzen. „Die Zeichen stehen gut, es geht in diese Richtung“, erklärte Algari gestern, obwohl einige Fragen noch ungeklärt sind. So steht zum Beispiel die Einigung mit den Hauptgläubigern im Rahmen des Insolvenzplans – die Stadt Frankfurt sowie zwei dem FSV sehr nahe stehende Mäzene – noch aus. Außerdem sind die Verhandlungen mit der Stadt über eine Verlängerung des Betreibervertrags für das Stadion am Bornheimer Hang noch nicht abgeschlossen. Hürden, die aus Sicht von Algari und Görner zu überwinden sind.

„Ich bin grundsätzlich ein sehr vorsichtiger Mensch. Aber ich glaube, das kriegen wir hin“, sagte Görner, der mit Hilfe des Vermarkters Infront, der dem FSV erhalten blieb, auf der Suche nach einem Hauptsponsor sowie einem neuen Namensgeber für das Stadion im Frankfurter Osten ist. Vielleicht kann Görner am kommenden Donnerstag noch weitere Kontakte knüpfen, wenn die Bornheimer ein Charity-Dinner mit Persönlichkeiten aus Politik und Sport veranstalten. Organisiert wird der Abend ehrenamtlich von Bernd Winter. Der frühere Spieler und langjährige Leiter der Fußballschule hatte sich spontan bereiterklärt, seinem früheren Arbeitgeber unter die Arme zu greifen.

Die sportliche Leitung hat Görner weitestgehend in die Hände von Alexander Conrad, dem neuen Trainer des Drittligaabsteigers, gelegt. Weil der FSV Frankfurt sich keinen Sportdirektor mehr leisten kann, erfüllt Conrad auch diese Rolle in Personalunion und hat sich auf die Suche nach neuen Spielern begeben. Der Trainingsauftakt soll zwischen dem 15. und 20. Juni erfolgen, die neue Saison der Regionalliga Südwest beginnt dann am letzten Wochenende im Juli.

Die Aufgaben von Teammanager Mikayil Kabaca, der die Bornheimer verlassen wird (wir berichteten), haben mittlerweile Mitarbeiter aus dem Nachwuchsleistungszentrum übernommen. Auf die Suche nach einem Zeugwart müssen sich die Frankfurter übrigens nicht begeben. Mohamed Azaouagh, das Urgestein des FSV, hat sich bereiterklärt, auch zu reduzierten Bezügen für den Viertligisten zu arbeiten. Noch eine gute Nachricht für die Anhänger des gestrauchelten Zweitligisten.

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