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FSV Frankfurt: FSV Frankfurt auch sportlich in einer desolaten Verfassung

Von Absteiger FSV Frankfurt verliert, ohne dabei viel Widerstandskraft zu zeigen, gegen Mainz. Die sportliche Leitung übt ätzende Kritik.
Kopfarbeit: Demonstriert von dem Frankfurter Denis Streker (rechts) und Daniel Bohl (Mainz). Foto: Christian Klein (FotoKlein) Kopfarbeit: Demonstriert von dem Frankfurter Denis Streker (rechts) und Daniel Bohl (Mainz).
Frankfurt. 

Für Roland Benschneider war die Zeit reif, Klartext zu reden. „Die Mannschaft hat völlig verdient verloren. Das war ein peinlicher Auftritt, da würde ich mich schämen“, polterte der Sportdirektor des Fußball-Drittligisten FSV Frankfurt los nach der 1:2 (0:1)-Niederlage gegen das stark abstiegsbedrohte U 23-Team des Bundesligisten FSV Mainz 05. Und Benschneider legte nach: „Unsere älteren Spieler sind völlig überfordert mit der Situation. Ornatelli macht den Fehler vor dem 0:1 und beschwert sich noch.“ Doch nicht nur die Routiniers sind für die Lage verantwortlich. U 20-Auswahlspieler Cagatay Kader, die große positive Überraschung der Hinrunde, verlor fast jeden Ball. Ein Grund dafür, weshalb der FSV weitgehend harmlos agierte.

Auch FSV-Trainer Gino Lettieri konnte es nicht fassen, was sich in den 90 Minuten zuvor auf dem Rasen abgespielt hatte. „Was da gekickt wurde, das hat nichts mit Fußball zu tun. Hut ab vor den Fans, die noch gekommen sind. Ich kann mich nur entschuldigen“, sagte der 50-Jährige.

Die schwierige Lage des FSV Frankfurt im finanziellen Bereich schlägt nun auch voll durch auf den sportlichen. „Die ganze Woche haben wir mit zehn Mann trainiert. Das war kein Training, sondern Bewegungstherapie. Wenn es auseinander geht, dann geht es richtig auseinander“, klagte der Coach sein Leid. Die Ausfallliste verlängerte sich kurzfristig noch um Smail Morabit. Für 13 Spiele war Lettieri Anfang März verpflichtet worden als Nachfolger von Roland Vrabec, nun muss er nur noch drei überstehen. Und was kommt dann? „Es gibt Anfragen, aber es ist noch nichts Konkretes dabei.“

Auch für sehr viele Spieler aus dem aktuellen FSV-Aufgebot wird ab der nächsten Saison ein neues Kapitel beginnen – wo auch immer. Eigenwerbung konnten sie diesmal wahrlich nicht betreiben. Am ehesten gelang dies noch Sören Pirson; der Torwart verhinderte Mitte der ersten Halbzeit gleich in zwei Situationen einen Rückstand. Kurz vor der Pause war er allerdings machtlos, als Petar Sliskovic sich aus zentraler Position die Ecke aussuchen konnte (43.).

Zwar egalisierte Fabian Graudenz kurz nach dem Seitenwechsel (51.). Doch Mainz’ bester Akteur, Innenverteidiger Maximilian Rossmann, an dem der Hallesche FC Interesse haben soll, markierte per Kopfball das entscheidende zweite Tor für die Rheinhessen (69.). Nicht nur vom Engagement, sondern auch von der Spielanlage hatten die Gäste spürbar mehr zu bieten als die Frankfurter. „1:10 Ecken in einem Heimspiel, das wäre mir peinlich“, fügte Benschneider hinzu.

Eine reelle Ausgleichschance hatten die Bornheimer jedenfalls nicht. Die letzten zehn Minuten mussten sie sogar in Unterzahl absolvieren, da sich auch Denis Streker verletzt und Lettieri bereits dreimal ausgetauscht hatte. Man darf gespannt sein, wie viele einsatzfähige und auch -willige Spieler der Deutsch-Italiener am Samstag in Magdeburg aufbieten kann.

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