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FSV Frankfurt: FSV-Präsidium tritt geschlossen zurück

Die sportliche Krise des FSV Frankfurt hat auch die Vereinsspitze erreicht. Sie kündigte geschlossen ihren Rücktritt an. Als neuer starker Mann wird ein Ex-Präsident gehandelt.
Foto: imago
Der FSV Frankfurt steht nach der dramatischen sportlichen Talfahrt der vergangenen Monate vor einem Neuanfang. Am Donnerstag kündigten das komplette vierköpfige Präsidium sowie Geschäftsführer Clemens Krüger ihren Rücktritt zum Ende des Monats an. Der Fußball-Drittligist bestätigte am späten Nachmittag einen entsprechenden Bericht des HR-Sports. Dem FSV droht der Sturz in die Regionalliga, weil er nach seinem Abstieg aus der 2. Bundesliga auch in der 3. Liga nur auf Platz 18 steht.

«Wir wollen mit dem Rücktritt eine Initialzündung für einen Neuanfang geben, um in der schwierigen sportlichen Phase alle Kräfte für einen Klassenerhalt zu bündeln», sagte Krüger, der als Geschäftsführer der FSV Frankfurt Fußball GmbH als starker Mann des Clubs galt. «Mit nur einer kurzen Unterbrechung habe ich seit 17 Jahren immer alles für den FSV gegeben. Wir werden dafür Sorge tragen, dass die geschäftlichen Abläufe reibungslos übergeben werden.»

Nach Informationen des HR soll der frühere Präsident Michael Görner künftig die Führung des FSV übernehmen. Der Verein selbst äußerte sich zu dieser Personalie aber nicht. Man habe die Rücktritte «schweren Herzens zur Kenntnis genommen und bedauert, dass wir den FSV Frankfurt nicht gemeinsam zurück auf die Erfolgsspur bringen können», sagte Aufsichtsratsmitglied Stephan Siegler. «Wir müssen im Verein jetzt eng zusammenstehen. Wir bedanken uns bei Julius Rosenthal, Ludwig von Natzmer, Wolfgang Kurka, Walter Schimmel und Clemens Krüger für die langjährige ausgezeichnete Zusammenarbeit.»

Die schwere Krise des Traditionsclubs begann in der vergangenen Saison mit dem Abstieg nach acht Zweitliga-Jahren. Schon da geriet Clemens Krüger als Entscheidungsträger massiv in die Kritik, weil er den Posten des Sportchefs nach der Trennung von Uwe Stöver im Sommer 2015 nicht mehr neu besetzt hatte.

Vor dem Beginn dieser Saison stellte sich der FSV im sportlichen Bereich völlig neu auf und verpflichtete Roland Vrabec als Trainer, Roland Benschneider als Sportdirektor sowie 19 neue Spieler. Das Team ist aber auch in der 3. Liga in diesem Jahr noch sieglos und hat aktuell sechs Punkte Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Am 7. März ersetzte Gino Lettieri den glücklosen Vrabec, aber auch nach dem erneuten Trainerwechsel wurden die ersten drei Spiele verloren.

Medienberichten zufolge muss der Verein im Falle des Klassenerhalts sogar um eine Lizenz für die nächste Drittliga-Saison bangen. «Das ist eine dramatische Situation, die wir uns so nie ausgemalt hätten», sagte Krüger noch in der aktuellen «Kicker»-Ausgabe (Donnerstag).
 
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