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Dritte Liga: FSV muss auf Chihi und Stark verzichten

Von Nach sechs Spieltagen ist der FSV das einzige Team der Dritten Liga ohne Sieg und steht nicht ganz zu Unrecht auf dem letzten Tabellenplatz. Das Gastspiel morgen um 14 Uhr in Halle bürgt für Brisanz.
Kehrt in die FSV-Startelf zurück: Marc Heitmeier. Foto: Reinhard Roskaritz (bild pressehaus) Kehrt in die FSV-Startelf zurück: Marc Heitmeier.
Frankfurt. 

Es ist nicht nur ein Qualitäts-, sondern auch ein Charaktertest. Und zumindest auf die zweite Vorgabe scheinen die Fußballer des FSV Frankfurt gut vorbereitet, denn nach dem faden Auftritt gegen Großaspach (1:3) stand reichlich Kommunikation im Vordergrund. „Ich habe ein gutes Gefühl nach den Gesprächen, da die Einsicht der Spieler da ist. Die Mannschaft ist in der Pflicht. Wir müssen in Halle zeigen, dass Großaspach eine Eintagsfliege war“, gab Sportdirektor Roland Benschneider gestern kund.

Nach dem unglücklichen 1:1 in Rostock – der Ausgleich für die Hanseaten fiel erst in der Nachspielzeit durch ein Eigentor – und dem Erreichen des Viertelfinals im Hessenpokal (3:0 in Alzenau) hatte sich zart eine Wende angedeutet bei den Schwarz-Blauen. Doch es folgte gegen die Schwaben ein herber Rückschlag, „garniert“ mit dem Abrutschen auf Rang 20 – tiefer geht’s für den Zweitliga-Absteiger nicht mehr.

Einen Tick Überheblichkeit und Erfolgsdruck hatte Benschneider als Gründe ausgemacht. Allerdings habe Großaspach auch eine gute Leistung gezeigt. Es wurde „einigen Spielern aufgezeigt, dass es so nicht weitergehen kann und nicht weitergehen wird“, unterstrich Trainer Roland Vrabec und kündigt einige Umstellungen an.

Doch der personelle Handlungsspielraum hält sich für ihn in Grenzen. Zum einen gibt es ein Leistungsgefälle im Kader, zum anderen steht Impulsgeber und Standardspezialist Adil Chihi (Aufbautraining nach Adduktorenverletzung) weiter nicht zur Verfügung. Aus diesem Grund droht auch Yannick Stark, der im Großaspach-Match nach 50 Minuten ausgewechselt werden musste, auszufallen. Immerhin stehen Vrabec der genesene Patrick Ochs und Marc Heitmeier nach abgelaufener Rotsperre wieder zur Verfügung.

Alle vier gelten aufgrund ihrer Erfahrung und sportlichen Leistungsfähigkeit als Führungsspieler, doch sie konnten aus unterschiedlichen Gründen diese Rollenzuweisung noch nicht erfüllen. Einer, der ebenfalls eine exponierte Position inne hat, ist Ranisav Jovanovic. Nach seiner schwachen Vorstellung zuletzt droht dem Stoßstürmer, der im Fachmagazin „Kicker“ mit 4,6 die schlechteste Durchschnittsnote aller Bornheimer hat, die Bank – der luxemburgische Nationalspieler Maurice Deville dürfte daher erstmals von Beginn mitwirken.

Einer, der über die komplette Distanz zuschauen wird, ist auf jeden Fall Klaus Gjasula. Der kompromisslos agierende defensive Mittelfeldmann, dessen Markenzeichen ein Rugbykopfschutz ist, muss nach seiner fünften Gelben Karte eine Sperre absitzen – dies schaffte in dieser Drittligasaison noch keiner. Ein herber Verlust für die Hallenser, eine Chance für den FSV.

Eine aktive „Offenbacher Note“ wird es aber geben. Ex-OFC-Coach Rico Schmitt, seit April beim HFC tätig, hat in der Sommerpause nicht nur Gjasula, sondern auch Martin Röser und den früheren Bornheimer Benjamin Pintol vom Main an die Saale gelotst. Pintol war immerhin schon dreimal erfolgreich. Ein Baustein, dass Halle nicht wie der FSV im Tabellenkeller steht, sondern mit fünf Punkte Abstand zu ihm im Mittelfeld.

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