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FSV Frankfurt: FSV will nicht vom Kurs abkommen

Von Der FSV Frankfurt will nach dem Aus im Pokal die richtige Reaktion zeigen und sich beim Nachwuchs des FSV Mainz 05 durchsetzen.
Denis Streker (FSV Frankfurt) hat am Sonntag ein „Heimspiel“. Foto: imago sportfotodienst (imago sportfotodienst) Denis Streker (FSV Frankfurt) hat am Sonntag ein „Heimspiel“.
Frankfurt. 

Zumindest die Anreise könnte unterhaltsam werden. Etwa 250 Anhänger des Fußball-Drittligisten werden sich am Sonntagmorgen an Bord des Ausflugsschiffes „Wappen von Frankfurt“ begeben, um ihre Mannschaft in ruhigem Fahrwasser ins knapp 40 Kilometer entfernte Mainz zu begleiten. Dort treffen die Profis des Zweitligaabsteigers ab 14 Uhr im Bruchwegstadion auf den Nachwuchs des Bundesligisten FSV Mainz 05, der in seiner U 23 zwar über viele spielstarke Talenten verfügt, im Moment aber dennoch das Schlusslicht der Liga bildet. Die Bornheimer hingegen haben nach ihrem schwachen Saisonstart mittlerweile Kurs auf die Aufstiegsplätze genommen und im Ligaalltag seit neun Begegnungen nicht mehr den Platz als Verlierer verlassen.

Am Mittwochabend allerdings gab es am Rande des Westerwaldes einen Warnschuss vor den Bug, der FSV blamierte sich in Haiger bei der 0:5-Pleite im Hessenpokal-Viertelfinale gegen den Regionalligisten TSV Steinbach bis auf die Knochen. Eine schmerzhafte Niederlage, die auch zwei Tage später am Bornheimer Hang für Gesprächsstoff sorgte. „Es war offensichtlich, dass wir nicht bereit waren für dieses Spiel. 70 oder 80 Prozent reichen nicht aus, auch nicht gegen einen Regionalligisten“, kritisierte FSV-Cheftrainer Roland Vrabec den bedenklichen Auftritt. „Vielleicht ist so eine Niederlage reinigend“, erhofft sich der 42 Jahre alte Fußball-Lehrer nun die richtige Reaktion seiner Spieler. „Es ist unsere Aufgabe, uns als Männermannschaft zu präsentieren, die andere Ansprüche hat als die zweite Mannschaft von Mainz 05“, sagte Vrabec vor dem Aufeinandertreffen mit der U 23 der Rheinhessen, die Vrabec als eine „Ausbildungsmannschaft auf sehr hohem Niveau“ charakterisierte. Und Vrabec weiß, wovon er spricht. Schließlich arbeitete er vier Jahre lang (2007 bis 2011) im Nachwuchsbereich der Mainzer, wo er unter anderem die U 17 und die U 23 trainierte.

„Heimspiel“ für Streker

Für einen Frankfurter Spieler wird das Duell am Sonntag übrigens eine ganz besondere Begegnung, auch wenn er nie für die Mainzer gespielt hat. Denis Streker, der im Sommer dieses Jahres vom SV Ried aus der obersten Liga Österreichs zu den Bornheimern wechselte, ist in Mainz geboren und aufgewachsen. „Meine ganze Familie wird im Stadion sein“, sagt Streker, der sich nach anfänglichen Schwierigkeiten beim FSV zur unumstrittenen Stammkraft auf der zentralen Position im defensiven Mittelfeld entwickelt hat, beim Desaster im Hessenpokal aber auch enttäuschte. „Wir haben in allen Bereichen versagt“, erklärte der 25-Jährige, der mittlerweile wieder im rheinhessischen Oppenheim lebt und weiß, was er und seine Mitspieler am Sonntag zu leisten haben, um nicht auch im Ligabetrieb vom Erfolgskurs abzukommen: „Wir werden an unsere Leistungsgrenzen gehen müssen.“

Fabian Schleusener, mit sieben Saisontreffern bislang erfolgreichste Torschütze des FSV, wird dies am Sonntag nicht machen. Er ist nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt. Patrick Ochs hat nach auskurierter Grippe gestern wieder Lauftraining absolviert und Massimo Ornatelli, der wegen Problemen am Sprunggelenk wie Ochs im Pokal fehlte, ist gestern wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen.

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