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Dritte Liga: FSV zeigt eine reife Leistung

Von Dank des zweiten Sieges binnen 69 Stunden verlässt der FSV die Abstiegszone. Nach dem Erfolg über die zuvor ungeschlagenen Aalener steigt die Zuversicht, bald sorgenfreie Tabellenzonen zu erreichen.
Seht her: Fabian Schleusener vom FSV Frankfurt hat gerade seinen vierten Saisontreffer erzielt. Foto: Reinhard Roskaritz (www.bild-pressehaus.de) Seht her: Fabian Schleusener vom FSV Frankfurt hat gerade seinen vierten Saisontreffer erzielt.
Frankfurt. 

Mit dem Nachwuchs auf dem Arm huschte Roland Vrabec vom Spielfeld in den Kabinentrakt. Dem Stressabbau ist diese väterliche Geste förderlich, es trägt zur Entspannung bei. Wenige Minuten davor hatte das Team des Fußball-Trainers den VfR Aalen in die Knie gezwungen, immerhin firmierten die Schwaben von der Ostalb vor dem neunten Spieltag der Dritten Liga als einziger unbesiegter Club. Keine Frage, es war eine reife Leistung des FSV Frankfurt, die auch den entsprechenden, verdienten Lohn garantierte. „In der zweiten Halbzeit haben wir über weite Strecken gut gespielt, den Gegner nicht zur Entfaltung kommen lassen“, stellte Vrabec seinen Eleven auch ein vorzeigbares (Teil-)Zeugnis aus.

Binnen acht Tagen verbesserte sich der FSV vom letzten Rang (20) auf den 16. Tabellenplatz. Doch in dieser englischen Woche mit drei Spieltagen passierte noch viel mehr bei den Bornheimern. Vrabec feilte erfolgreich an System und personeller Besetzung – und hat fürs Erste das Gefüge gefunden, um jedem Kontrahenten die Punkte streitig machen zu können. Die sieben Punkte, sagte Vrabec, geben Kraft und Mut für die kommenden Aufgaben.

Forsch wird man beim Fußballsportverein deshalb aber nicht. „Wir haben zwar völlig verdient gewonnen“, sagte Geschäftsführer Clemens Krüger, aber die drei Spieltage nach dem fußballerischen Offenbarungseid gegen Großaspach stufte er nur als „Zwischenschritte“ ein. „Wir bleiben demütig, weil in dieser Liga jeder jeden schlagen kann.“ Kein anderer repräsentiert die Vrabecsche Findungsphase so sehr wie Shawn Barry. Zunächst war der US-Amerikaner ein Wackelkandidat im rechten offensiven Mittelfeld, Vrabec wechselte ihn aus und ein. Dann spielte er für drei Spieltage überhaupt nicht – und der 26-Jährige hat nun seine Rolle in der zentralen Innenverteidigung gefunden, die er seit dem 1:1 in Halle ausfüllt. „So ist Fußball“, strahlte er. Er habe auf seine Chance gewartet und sie genutzt.

Dass ihm gegen Aalen der Siegtreffer gelang, rundet seinen wechselhaften Saisonverlauf ab. Massimo Ornatelli zirkelte eine Freistoßflanke in den Strafraum, in dem sich Barry im Luftkampf gegen Robert Müller behauptete und unhaltbar für Keeper Daniel Bernhardt zum 2:1 einköpfte (54.).

Wer nun mit einem Aufbäumen der Schwaben gerechnet hatte, lag falsch. Der Ex-Zweitligist fand kein Mittel, für Gefahr vor dem gegnerischen Tor zu sorgen. „Frankfurt hat unsere Niederlage erzwungen“, stellte VfR-Coach Peter Vollmann nüchtern fest. Und sie hätte durchaus deutlicher ausfallen können, denn Cagatay Kader (79.), Ornatelli (80.) und der eingewechselte Fabian Graudenz (90.+1) waren dem dritten Treffer nahe.

Ins Wackeln war der FSV lediglich in der Phase zwischen dem 1:1 und der Halbzeitpause geraten. Nach einem fatalen Ballverlust im Spielaufbau von Denis Streker markierte Mika Ojala den Ausgleich, wobei Torwart Sören Pirson den Flachschuss hätte entschärfen können (33.). Alexandros Kartalis schoss dann knapp am Pfosten vorbei (38.) – es war Aalens letzte Chance in dieser Partie.

Fabian Schleusener hatte nach Vorarbeit von seinem Sturmpartner Kader die Schwarz-Blauen in Führung gebracht (18.) und hätte wenig später beinahe das 2:0 erzielt.

Gäste randalierten

Eine Viertelstunde vor Schluss hatte der Großteil der etwa 100 Aalener Fans den Stehblock hinter dem Tor schon verlassen. Sicherlich nicht wegen des Spielstandes, sondern aus Protest gegen einen Polizeieinsatz. Kurz nach Anpfiff war es an der Einlasskontrolle zu einer Konfrontation zwischen VfR-Fans und Ordnungskräften gekommen. Der Konflikt weitete sich aus, Polizisten eilten aus mehreren Bereichen des Stadions herbei. Im weiteren Verlauf kam es zu heftigen Rangeleien und körperlichen Auseinandersetzungen, zwei Schwaben wurden verletzt. Die Polizei setzte auch Pfefferspray ein. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit beruhigte sich die Lage wieder.

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