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FSV Frankfurt: Hitziges Nachspiel

Von Die Siegesserie der Schwarz-Blauen ist gerissen. Nach vier Erfolgen musste sich der FSV mit einem Punkt begnügen. Doch nicht wegen des Ergebnisses geriet Trainer Roland Vrabec in Wallung.
Hitziges Nachspiel: Spieler und Verantwortliche des FSV Frankfurt – ganz links Trainer Roland Vrabec mit Mütze – liefern sich Wortgefechte mit Anhängern des gastgebenden FSV Zwickau. Foto: Reinhard Roskaritz (www.bild-pressehaus.de) Hitziges Nachspiel: Spieler und Verantwortliche des FSV Frankfurt – ganz links Trainer Roland Vrabec mit Mütze – liefern sich Wortgefechte mit Anhängern des gastgebenden FSV Zwickau.
Zwickau/Frankfurt. 

Kaum war das 1:1 des Drittligisten FSV Frankfurt beim FSV Zwickau perfekt, da redete sich Roland Vrabec in Rage. Harsche Kritik richtete der Fußballlehrer gegen Schiedsrichter Sören Storks aus Velen. Und gegen Teile der Fans des sächsischen Gastgebers. „Ich kann es nicht tolerieren, wenn unser Spieler Shawn Barry am Ball ist und Affenlaute gerufen werden, die gehen in die rassistische Richtung. Das ist das schlechteste Publikum, das ich je erlebt habe“, sagte Vrabec am Spielfeldrand in einem Interview mit dem MDR.

Für die aufgeheizte Stimmung machte der 42-Jährige insbesondere Referee Storks verantwortlich. „Der Schiedsrichter hatte das Spiel nicht im Griff. Zwickau hat überhart gespielt; fünf, sechs Fouls waren grenzwertig an ,Rot’, da lässt er es laufen, gibt nicht mal ,Gelb’, dann ist es doch klar, dass eine hitzige Atmosphäre entsteht“, konnte er Storks Linie nicht im geringsten nachvollziehen.

Viel Kritik, die die Zwickauer nicht unkommentiert stehen lassen wollten. Affenlaute gehört „habe ich nicht. Ich weiß jetzt auch nicht, ob wir jedes Vierteljahr mit irgendwelchen Vorwürfen derart konfrontiert werden müssen“, konstatierte Toni Wachsmuth, der Kapitän des Aufsteigers. „Letztlich war es ein Fußballspiel, wo es zur Sache ging, wo es nie unfair war, wo es nie beleidigend auf dem Platz zuging, das ist okay“, führte der Innenverteidiger aus.

In der hektischen Schlussphase zückte der Unparteiische dann aber doch noch den roten Karton, als Marc-Philipp Zimmermann mit gestreckten Beinen Steffen Schäfer entgegen sprang (88.). Sieben Minuten davor hatte Zimmermann den Ausgleich für die Westsachsen markiert, als er sich leicht von Barry absetzen konnte und aus wenigen Metern FSV-Keeper Sören Pirson überwand.

So reichte der Treffer von Yannick Stark nicht für den fünften Sieg in Folge. Nach einem Eckball von Massimo Ornatelli brauchte er eine Kopfballverlängerung von Fabian Schleusener aus drei Metern nur einzuschieben (71.). „Natürlich kommt Zwickau nach dem Ausgleichstreffer vor eigenem Publikum mit dem Mut der Verzweiflung und muss viel riskieren. Leider ist es uns nicht gelungen, diese Druckphase zu überstehen oder mit einem Konter vielleicht den entscheidenden Treffer zu landen“, kommentierte Stark das Resultat. Allerdings fügte er hinzu, dass das 1:1 gerecht sei, „wenn man das ganze Spiel ehrlich und nüchtern betrachtet“.

Das ist nachvollziehbar, denn der gastgebende FSV hätte in der ersten Halbzeit durchaus in Führung gehen können. Die beste Chance hatte Jonas Nietfeld – sein Schuss aus 17 Metern landete am Pfosten (21.). Kurz darauf prüfte Michael Schlicht mit einem Freistoß aus der Distanz Pirson. Von den Frankfurtern ging indes kaum Gefahr aus. Lediglich Cagatay Kader kam nach Vorarbeit seines Sturmpartners Schleusener zum Abschluss, doch der Schuss wurde zur Ecke abgeblockt (8.). „In meinen Augen war es ein sehr schlechtes Fußballspiel mit einem gerechten 1:1“, sagte Coach Vrabec.

Schimmel hört auf

Unterdessen wurde bekannt, dass Walter Schimmel aus dem Vorstand des Fußballsportvereins ausscheidet. Auf der Jahreshauptversammlung im kommenden Jahr wird der 69-jährige Vizepräsident nicht mehr kandidieren. Schimmel ist seit 17 Jahren in verantwortlicher Position bei den Bornheimern tätig.

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