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FSV Frankfurt: In Überzahl Sieg gegen Holstein Kiel verpasst

Von Holpriger Rückrunden-Auftakt für den FSV Frankfurt: Gegen Holstein Kiel reicht es nur zu einem 0:0, obwohl die Bornheimer die bessere Mannschaft waren.
Abgehoben: Patrick Ochs (links) vom Fußball-Drittligisten FSV Frankfurt verliert nach einem Foul des Kielers Christopher Lenz die Bodenhaftung. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Abgehoben: Patrick Ochs (links) vom Fußball-Drittligisten FSV Frankfurt verliert nach einem Foul des Kielers Christopher Lenz die Bodenhaftung.
Frankfurt. 

Uwe Stöver musste am Samstag viele Hände schütteln. Der langjährige Geschäftsführer Sport des früheren Fußball-Zweitligisten FSV Frankfurt, der sich am Bornheimer Hang immer noch großer Beliebtheit erfreut und vor seinem Engagement in Kaiserslautern ein halbes Jahr lang die sportlichen Geschicke beim Drittligisten Holstein Kiel leitete, wollte sich das Duell seiner ehemaligen Arbeitgeber natürlich nicht entgehen lassen.

Nach etwas mehr als einer halben Stunde hat sich Stöver wie wohl auch der Rest der offiziell 3146 Zuschauer schon darauf eingestellt, den Verantwortlichen des FSV Frankfurt nach dem Spiel zu einem verdienten Heimsieg zu gratulieren. Denn 35 Minuten lang hatten die Bornheimer das Spiel bestimmt, ließen Ball und Gegner auf dem schwer zu bespielenden Rasen des Frankfurter Volksbank Stadions laufen und besaßen durch Mittelfeldspieler Yannick Stark, ihren besten Akteur an diesem Tag, auch zwei gute Möglichkeiten (11. und 29. Minute), ehe eine Entscheidung, regelkonform gefällt von Schiedsrichter Justus Zorn, die Gastgeber aus ihrem Rhythmus brachte.

Milad Salem
Milad Salem wechselt aus Kiel zum FSV Frankfurt

Der FSV Frankfurt hat auf seine angespannte Personalsituation reagiert und nach Dennis Russ (Würzburger Kickers) und Smail Morabit (1.

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Kingsley Schindler hatte innerhalb von kürzester Zeit zunächst FSV-Torhüter Sören Pirson und dann auch noch Denis Streker derart grob traktiert, dass dem Unparteiischen nichts anderes übrig blieb, als den unbeherrschten Profi aus Kiel mittels einer Gelb-Roten Karte aus dem Spielbetrieb zu nehmen.

„Zu behäbig“

Kurioserweise war es nun um den Elan der Bornheimer geschehen, die nummerische Überzahl ließ die Gastgeber sichtlich verkrampfen statt sie weiter zu beflügeln. „Die Gelb-Rote Karte hat unserem Spiel nicht gut getan“, sagte Frankfurts Cheftrainer Roland Vrabec später, „die Mannschaft konnte mit der Situation nicht umgehen.“ Gegen nun noch defensivere Kieler, die schon vor dem Platzverweis nur selten den Versuch unternommen hatten, die gegnerische Abwehr in Verlegenheit zu bringen, gelang den Frankfurtern nicht mehr viel.

„Wir haben zu langsam und zu behäbig gespielt“, kritisierte Vrabec den ideenlosen Auftritt seiner Mannschaft, die nach der Pause dennoch in Führung hätte gehen müssen. Aber der junge Cagatay Kader scheiterte in der 57. Minute aussichtsreich am glänzend reagierenden Kenneth Kronholm. „Ich weiß nicht, was der heute gefrühstückt hat“, staunte auch Stark über die Glanztat des früheren FSV-Torhüters, der in der Folgezeit aber nicht mehr viel zu tun hatte, weil den Frankfurtern einfach nichts mehr einfiel, um das Kieler Abwehrbollwerk zu knacken.

Morabit bemüht

Im Angriffsspiel des FSV Frankfurt herrschte Flaute, Torjäger Fabian Schleusener und Spielmacher Massimo Ornatelli, beide verletzt, wurden schmerzlich vermisst. Die in der Winterpause verpflichteten Dennis Russ und Smail Morabit waren am Samstag noch nicht in der Lage, für die beiden Frankfurter Leistungsträger der Vorrunde einzuspringen. Russ fiel kurzfristig aufgrund einer Oberschenkelzerrung aus, Morabit kam über die volle Spielzeit zum Einsatz, war bemüht und zeigte eine hohe Laufbereitschaft, verbreitete allerdings keine Torgefahr. „Man muss ihm noch Zeit geben, bei uns anzukommen“, nahm Vrabec den Franzosen mit marokkanischen Wurzeln, der vom Zweitligisten 1. FC Heidenheim zum FSV gewechselt war, in Schutz.

„Ich bin mir sicher, das Smail Morabit und Dennis Russ uns weiterbringen werden“, blickt FSV-Geschäftsführer Clemens Krüger den nächsten Wochen optimistisch entgegen. Wohlwissend, dass sich seine Mannschaft noch erheblich steigern muss, um vielleicht doch noch in den Kampf um dem Aufstieg eingreifen zu können. „Uns fehlt die absolute Überzeugung, so ein Spiel ohne Wenn und Aber gewinnen zu wollen. Das unterscheidet uns im Moment noch von den Spitzenmannschaften.“

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