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FSV Frankfurt: Kann Heiko Schelberg den FSV retten?

Von Auf der Suche nach einem neuen Geschäftsführer ist der in Turbulenzen geratene Fußball-Drittligist FSV Frankfurt ganz offensichtlich fündig geworden. Und dabei handelt es sich nach Informationen dieser Zeitung um einen alten Bekannten.
Er soll neuer Geschäftsführer des FSV Frankfurt werden: Heiko Schelberg. Foto: imago sportfotodienst Er soll neuer Geschäftsführer des FSV Frankfurt werden: Heiko Schelberg.
Frankfurt. 

Den Profis des vom Abstieg bedrohten Fußball-Drittligisten FSV Frankfurt steht heute Abend im Heimspiel gegen Zwickau der sportliche Überlebenskampf bevor (siehe Text auf dieser Seite). Hinter den Kulissen hat für die Verantwortlichen des ins Taumeln geratenen langjährigen Zweitligisten ein Wettlauf gegen die Zeit begonnen, um den Verein und seine GmbH, beide sind wirtschaftlich eng miteinander verflochten, vor der Insolvenz zu bewahren.

Michael Görner, seit Donnerstag vergangener Woche neuer Präsident des FSV Frankfurt, und sein Stellvertreter Stephan Siegler müssen so schnell wie möglich viel frisches Geld auftreiben, um den Frankfurter Stadtteilclub, der mit knapp drei Millionen Euro in der Kreide stehen soll, überhaupt am Leben zu erhalten. Die Rede ist von mindestens 1,5 Millionen Euro, die Görner und Siegler sowie ihre wenigen Mitstreiter in den kommenden Wochen auftreiben müssen.

Extra: Sehnenabriss: Auch Salem fehlt dem FSV im ...

Es ist das Duell zwischen einem Absteiger aus der Zweiten Bundesliga und einem Aufsteiger aus der Regionalliga. Aber es ist zugleich auch das Duell zwischen der zweitschwächsten Rückrundenmannschaft

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Erschwerend kommt hinzu, dass die Frankfurter Volksbank ihren zum Saisonende auslaufenden Vertrag als Namenssponsor des Stadions am Bornheimer Hang nicht verlängern wird, was den Krisenmanagern des FSV ein weiteres Loch – die Rede ist von einem Betrag von rund 600 000 Euro – bescheren würde. Immerhin haben in den letzten Tagen private Gönner wohl die Schulden bei einem Stromanbieter sowie der Berufsgenossenschaft getilgt. Außerdem hat die Stadt Frankfurt dem FSV signalisiert, dass man bei der ausstehenden Stadionmiete – die Bornheimer zahlen jährlich rund 350 000 Euro für ihre Heimspielstätte – wohl weitere Stundungsmaßnahmen zugesteht.

Bei der Lösung der wohl wichtigsten Personalie bahnt sich derweil eine Überraschung an. Dem Vernehmen nach soll nämlich Heiko Schelberg neuer Geschäftsführer der FSV Frankfurt Fußball GmbH werden und damit die Nachfolge von Clemens Krüger antreten, der wie das gesamte Präsidium seinen Rücktritt zum 31. März erklärt hatte. Der 44 Jahre alte Schelberg wäre am Bornheimer Hang kein Unbekannter. Von 2009 bis 2011 war er Marketingchef des damaligen Zweitligisten. Zuvor arbeitete der in Bad Homburg lebende Schelberg für den Sportrechtevermarkter Sportfive beim 1. FC Kaiserslautern, Borussia Dortmund und der Frankfurter Eintracht.

Nach seinem Ausscheiden beim FSV Frankfurt wurde er im Sommer 2012 Geschäftsführer des Basketball-Bundesligisten Gießen 46ers, der in finanzielle Schieflage geraten war und im Dezember 2012 einen Insolvenzantrag stellte. In der Folgezeit gelang es Schelberg, den Club zu sanieren und nach dem zwischenzeitlichen Abstieg wieder in der Bundesliga zu etablieren. Er weiß also, welch heikle Aufgabe ihn beim FSV Frankfurt erwarten würde.

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