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FSV Frankfurt: Nachholbedarf

Von Die Heimpremiere in der Dritten Fußball-Liga endete für den FSV mit einer Enttäuschung. In der Schlussphase kassierten die Bornheimer den einzigen Treffer des Spiels und unterlagen Rot-Weiß Erfurt mit 0:1.
Einen Luftkampf der ganz besonderen Art liefern sich hier Patrick Ochs (links) vom Fußball-Drittligisten FSV Frankfurt und sein Gegenspieler Jannis Nikolaou (Erfurt). Foto: Christian Klein ( FotoKlein) Einen Luftkampf der ganz besonderen Art liefern sich hier Patrick Ochs (links) vom Fußball-Drittligisten FSV Frankfurt und sein Gegenspieler Jannis Nikolaou (Erfurt).
Frankfurt. 

Nach dem Abpfiff sank erst Adil Chihi zu Boden, dann folgte noch La’Verre Corbin-Ong. Getroffen vom späten Tor von Carsten Kammlott (85.), der das 0:1 des FSV Frankfurt gegen Rot-Weiß Erfurt besiegelte. Eine Niederlage, die am Gemüt der Bornheimer nagte. „Wir brauchen noch Zeit. Die zweite Halbzeit können wir vergessen“, fand Mittelfeldspieler Patrick Ochs deutliche Worte.

Chihi verpasst das 1:1

Selbst das Minimalziel in dem wenig unterhaltsamen Match, das 0:0 zu halten, misslang den Frankfurtern, die nach einer Stunde zusehends abbauten. „Man hat gesehen, dass viele Spieler noch körperliche Defizite hatten“, äußerte sich FSV-Trainer Roland Vrabec zu dem Leistungsabfall. Und er nahm zugleich seine namhaftesten Neuzugänge in Schutz, die in seiner Mannschaft als Führungsspieler mit besonderen Qualitäten gelten. So habe Patrick Ochs in vergangenen anderthalb Jahren nicht gespielt. Ranisav Jovanovic in der Saison 2015/16 kaum, und Adil Chihi „in drei Jahren nur zehn Spiele“ absolviert.

Chihi war es auch, der den Knock-out im ersten Heimspiel in der Dritten Liga überhaupt hätte vermeiden können. Corbin-Ong flankte butterweich wie genau, doch der Deutsch-Marokkaner köpfte unbedrängt in zentraler Position aus sechs, vielleicht sieben Metern am Tor vorbei (86.).

Maurice Deville auf Leihbasis zum FSV Frankfurt

Fußball-Drittligist FSV Frankfurt hat gestern seinen 21. Neuzugang verpflichtet. Wie erwartet wechselt der luxemburgische Nationalspieler Maurice Deville auf Leihbasis für ein Jahr an den Bornheimer Hang.

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Im ersten Spielabschnitt gehörte Chihi noch zu den Aktivposten und sorgte vor allem bei Standards für Gefahr. Ein Freistoß hätte beinahe zur Führung geführt, doch der Kopfball von Christopher Schorch ging am Pfosten vorbei (45.). Zuvor hatte der offensivfreudige Außenverteidiger Sebastian Schachten für die größte Gefahr gesorgt: Zunächst fehlte ihm aber etwas die Orientierung im Erfurter Strafraum (16.), dann landete sein 19-Meter-Schuss auf dem Tornetz (33.). Nach der Pause war allerdings nur noch Jovanovic am 1:0 dran (55. und 61.).

In dieser Phase fing die Partie an zu kippen. Die Thüringer, nach dem Auftaktdebakel gegen den Halleschen FC (0:3) zunächst auf eine stabile Defensive setzend, agierten nun mutiger. Während Kammlott und Sebastian Tyrala in der 76. Minute eine Doppelchance nicht nutzen konnten, sorgte Kammlott, der Schütze des Tores des Jahres 2015, zum Wohlbefinden der rund 500 lautstarken Erfurter Fans unter den immerhin 4352 Zuschauern für die Entscheidung nach einem verlängerten Eckball.

„Es gab vorher schon Situationen, wo wir nicht gut gestaffelt waren“, sah der eingewechselte Yannick Stark das Unheil auf den FSV zukommen. Es sei für ihn ein schönes Gefühl gewesen, wieder für die Schwarz-Blauen zu spielen, die Fans hätten ihn auch „gut aufgenommen“. „Aber lieber hätte ich ein anderes Ergebnis gehabt“, sagte der vom Darmstädter Böllenfalltor an den Bornheimer Hang zurückgekehrte 25-Jährige, den Coach Vrabec als „Mentalitätsspieler“ bezeichnet. Auch Stark gehört zu denjenigen, die in der jüngsten Vergangenheit wenig Spielpraxis hatten und sich beim Zweitliga-Absteiger wieder profilieren wollen.

Mittwoch in Chemnitz

Im total veränderten Team fällt dies gewiss schwerer. „Wir haben 19 neue Spieler, das ist ein Wahnsinn. Das ist natürlich ein Risiko, aber das war auch so gewollt“, sieht Vrabec noch viel Arbeit auf sich, sein Trainerteam und natürlich auch auf die Spieler zukommen.

Ein Mix aus Erholung und Belastung gelte es in den nächsten Wochen zu finden, schilderte der 42 Jahre alte Fußballlehrer seine Herangehensweise. Doch zunächst sind seine psychologischen Qualitäten gefragt: Bereits am Mittwoch (19 Uhr) ist der FSV Frankfurt beim Chemnitzer FC gefordert, um einen Fehlstart zu vermeiden.

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