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Kein schönes Geschenk: Roland Vrabec wird an seinem 43. Geburtstag als Trainer des FSV Frankfurt entlassen

Von Nur ein Sieg aus den letzten zwölf Spielen: Diese Negativbilanz kostete Roland Vrabec am Ende seinen Job als Cheftrainer des Fußball-Drittligisten FSV Frankfurt. Ein Nachfolger soll möglicherweise schon heute präsentiert werden.
Gefeuert: Roland Vrabec wurde gestern an seinem 43. Geburtstag als Cheftrainer des Fußball-Drittligisten FSV Frankfurt entlassen. Foto: Reinhard Roskaritz (www.bild-pressehaus.de) Gefeuert: Roland Vrabec wurde gestern an seinem 43. Geburtstag als Cheftrainer des Fußball-Drittligisten FSV Frankfurt entlassen.
Frankfurt. 

Diesen Tag hatten sich Roland Vrabec und seine Familie sicherlich ganz anders vorgestellt. Statt einer Feier im kleinen Kreis wird es gestern im Hause Vrabec viele nachdenkliche Gespräche gegeben haben. Denn ausgerechnet an seinem 43. Geburtstag wurde Vrabec als Cheftrainer des vom Abstieg bedrohten Fußball-Drittligisten FSV Frankfurt entlassen, nur ein Sieg aus den vergangenen zwölf Spielen und das Abrutschen auf Platz 17 kosteten den gebürtigen Frankfurter mit kroatischen Wurzeln am Ende den Job.

„Nach eingehender Analyse ist der FSV nach der Entwicklung der vergangenen Monate, dem letzten Platz der Rückrundentabelle und der gleichen Punktzahl wie dem ersten Abstiegsrang überein gekommen, für die verbleibenden 13 Saisonspiele eine Veränderung herbeizuführen“, begründete der FSV diesen Schritt, der sich schon am Sonntag nach der 1:3-Niederlage in Großaspach am Tag zuvor (wir berichteten) abgezeichnet hatte.

Bereits gestern Nachmittag führten FSV-Geschäftsführer Clemens Krüger und Sportdirektor Roland Benschneider Gespräche mit Nachfolgekandidaten. Der neue Mann auf der sportlichen Kommandobrücke, der die Bornheimer vor dem freien Fall aus der Zweiten in die Vierte Liga bewahren soll, wird möglicherweise schon heute präsentiert. Vrabec, dessen Trainerlaufbahn einst im Nachwuchsbereich der Bornheimer begonnen hatte, ehe er von Jürgen Klopp zum FSV Mainz 05 geholt wurde, hatte im Frühsommer des vergangenen Jahres die Herkulesaufgabe übernommen, bei dem Zweitligaabsteiger mit einem für die Ligaverhältnisse nur durchschnittlichen Etat eine komplett neue Mannschaft aufzubauen. Und der Sportwissenschaftler, der zuvor unter anderem als Cheftrainer beim Zweitligisten FC St. Pauli und als Co-Trainer beim Schweizer Erstligisten FC Luzern gearbeitet hatte, schien sich nach anfänglichen Schwierigkeiten zu einem Glücksfall für den FSV zu entwickeln.

Schleichender Niedergang

Einem schwachen Saisonstart folgte ein viel beachteter Höhenflug im Herbst, der die Bornheimer sogar von der sofortigen Rückkehr in die Zweite Bundesliga träumen ließ. Im November, nach dem Aus im Hessenpokal gegen den Regionalligisten TSV Steinbach, begann allerdings der schleichende Niedergang der Frankfurter, die nach der Winterpause auch noch den Verlust ihres erfolgreichsten Angreifers Fabian Schleusener (Kreuzbandriss) kompensieren mussten.

Obwohl das Verhältnis zwischen Mannschaft und Vrabec intakt gewesen sein soll und sich viele Spieler wie zum Beispiel Kapitän Patrick Ochs öffentlich für ihren Trainer ausgesprochen hatten, bekam der Fußball-Lehrer die sportliche Misere einfach nicht mehr in den Griff. Die Folge: Nach der 1:3-Niederlage in Großaspach am vergangenen Samstag trennt die Hessen mittlerweile nur noch die bessere Tordifferenz vom ersten Abstiegsplatz, der Druck auf alle Beteiligten wurde immer größer, und zwei Tage später wurde Vrabec dann entlassen. Ausgerechnet an seinem 43. Geburtstag.

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