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Rückkehr in die Normalität

Von Der Fußball-Zweitligist steht gegen Paderborn erstmals unter Druck. Der Negativtrend muss gestoppt werden.
Enttäuschte Gesichter nach dem Abpfiff bei Manuel Konrad, Patric Klandt, Trainer Benno Möhlmann und Moise Bambara (von links).	Foto: Hübner Enttäuschte Gesichter nach dem Abpfiff bei Manuel Konrad, Patric Klandt, Trainer Benno Möhlmann und Moise Bambara (von links). Foto: Hübner
Aalen. 

Mit breiter Brust und 14 Punkten auf dem Konto war der FSV Frankfurt zum VfR Aalen gefahren. Und dann kassierte er am Freitagabend eine völlig verdiente 0:3-Niederlage. Es war nach dem 1:2 in Köln die zweite innerhalb von nur vier Tagen und damit die Rückkehr in die Normalität. Es war die Quittung für eine zu behäbige Spielweise ohne den letzten Willen, ohne die notwendige Kampfeslust. Man könnte auch sagen: Zumindest im Unterbewusstsein hatten die Profis drei weitere Punkte schon vor dem Anpfiff eingesackt.

Und dann trafen sie auf einen Aufsteiger, der mit einfachen Mitteln seinen Höhenflug fortsetzte, das Optimum von neun Punkten aus der Englischen Woche mitnahm. FSV-Präsident Julius Rosenthal wurde angesichts der geringen Gegenwehr an ein Freundschaftsspiel erinnert.

Nicht effektiv genug

Benno Möhlmann wählte nicht so drastische Worte, aber auch dem Trainer war natürlich der fehlende Wille nicht entgangen. Mit einem Blick auf die Statistik, die für sein Team 65 Prozent Ballbesitz auswies, meinte er: "Wir haben nicht effektiv genug gespielt." Man habe zwar keinen "totalen Mist" gespielt, aber "manche glauben, eine besondere Qualität zu besitzen. Durch die 14 Punkte, die wir schon hatten, denken sie, andere Dinge zeigen zu können." Und das geht halt in der engen Zweiten Fußball-Bundesliga meistens schief.

Wobei Möhlmann sein Team nicht völlig in den Senkel stellen wollte. Schließlich hätten einige zuletzt über körperliche Probleme geklagt. Patric Klandt und Edmond Kapllani hatten über Unwohlsein geklagt, Gledson (Knie), Zafer Yelen (Sprunggelenk) und Alexander Huber (Oberschenkel) konnten nicht normal trainieren. "Da muss ich mich auch fragen, ob es Sinn macht, angeschlagene Spieler zu bringen. Doch wenn ich auf sie verzichte, dann wird es schon eng", sinnierte der Trainer. Zumal Tim Heubach nach seinem in Köln erlittenen Nasenbeinbruch mit einer Spezialmaske auf der Bank saß. Er hätte Gledson vertreten können. Der Brasilianer war nicht fehlerfrei gewesen, ackerte aber wenigstens bis zum Ende.

Das werden am Freitag gegen den SC Paderborn wieder alle tun müssen, wenn der Negativtrend gestoppt werden soll. Kapitän Björn Schlicke glaubt nicht, dass die zweite Saisonniederlage große Spuren hinterlassen wird: "Wir haben in Aalen leider unsere Chancen nicht genutzt, aber das wirft uns nicht um." Außerdem sollte keiner vergessen, "dass wir bisher auch in einigen Situationen Glück gehabt hatten." Wobei diesmal die Zahl der Torchancen gegen Null strebte, was auch Torhüter Patric Klandt zugab: "Bei uns geht nach vorne zu wenig. Und hinten sind drei Tore zu viel."

Möhlmann ist erfahren genug, um seinen Spielern die richtigen Worte zu sagen. "Sich nur auf spielerische Dinge zu beschränken, das geht nicht", wird sicherlich dazu gehören. Er weiß, dass gegen Paderborn Weichen gestellt werden, zumal es danach bei Union Berlin sicher nicht leichter werden wird. Er weiß aber auch, wie er seinen Kader trotz des tollen Saisonstarts einzuschätzen hat. Schließlich lautet das einzige Ziel der Klassenerhalt. Daran habe sich nichts geändert. "Ich habe auch in den letzten Wochen nie etwas anderes gesagt. Wir sind in der Zweiten Liga gut bedient, wenn wir sie halten. Und wir sind sehr gut bedient, wenn wir sie frühzeitig halten", sagte der 58-Jährige realistisch.

Kampfgeist gefordert

Wenn der FSV wieder schnell zu seinen kämpferischen Tugenden zurückkehrt, ohne spielerische Stärken zu vernachlässigen, könnte er "gut bedient" werden. Wenn nicht, hat er zumindest schon mal 14 Punkte auf dem Konto.

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