Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer

FSV Frankfurt: Spätes Pech

Von Doch bei Hansa Rostock war das Frankfurter Team ganz nahe dran, den ersehnten Dreier einzufahren.
Entgeistert: Frankfurts Maurice Deville (Zweiter von links) nach seinem Eigentor. Foto: Reinhard Roskaritz (www.bild-pressehaus.de) Entgeistert: Frankfurts Maurice Deville (Zweiter von links) nach seinem Eigentor.
Rostock. 

Es lief bereits die 88. Sekunde der Nachspielzeit im Ostseestadion. Fabian Holthaus zirkelte einen Freistoß unweit der Außenlinie in den Strafraum, und Maurice Deville verlängert den Ball unhaltbar für Torwart Sören Pirson ins eigene Netz. „Absolut ärgerlich, sehr ärgerlich“, stufte FSV-Coach Roland Vrabec das späte Gegentor ein. 1:1 beim FC Hansa Rostock, es bleibt also dabei, der FSV Frankfurt kann in seinem neuen Revier, der 3. Fußball-Liga, einfach nicht gewinnen.

Freilich war der Gemütszustand des „Unglücksraben“ Deville besonders aufgewühlt. „Es ist dumm, dass der Gegentreffer so noch passiert ist. Die ersten zehn Minuten war Rostock am Drücker, danach hatten wir das Spiel bis zu unserem Tor in der 71. Minute komplett im Griff“, haderte der luxemburgische Nationalspieler. Und für dieses Tor hatte auch schon Deville gesorgt.

Kurz vorher eingewechselt

Munter und ungestört von den Hanseaten kombinierten sich die Frankfurter bis in die Gefahrenzone durch. Adil Chihi suchte schließlich den Abschluss, Hansa-Verteidiger Matthias Henn blockte den Schuss mit dem Körper ab, und Deville nutzte aus wenigen Metern die überraschende Chance aus (71.). Der Stürmer war erst sieben Minuten zuvor für den eher glücklos agierenden Ranisav Jovanovic eingewechselt worden.

Der Rückstand rüttelte die Rostocker wach. Und sechs Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit verschärfte sich sogar die Lage für die Gäste: Marc Heitmeier traf beim verlorenen Laufduell die Hacken von Stephan Andrist und sah dafür die Rote Karte. Pech, denn der herausgeeilte Keeper Pirson hätte vermutlich geklärt. In der Nachspielzeit folgte der Tiefschlag. „Wir haben am Ende die vielen Standards gegen uns nicht gut verteidigt, weil wir viel zu tief standen“, erkannte Vrabec das Hauptproblem.

Trotzdem schöpft er, und dies nicht zu Unrecht, Mut für die kommenden Aufgaben. „Wir haben gut, ansehnlich gespielt. Vielleicht waren wir nicht konsequent genug vor dem Tor. Aber wenn du so spielst, dann hättest du drei Punkte verdient gehabt“, resümierte der 42-Jährige. Anerkennung gab es auch vom Trainerkollegen. „Frankfurt hat eine gute Mannschaft“, sagte Hansa-Coach Christian Brand. Nach der eigenen druckvollen Anfangsphase seien seine Spieler „der Musik hinterhergelaufen“. Mit einem sehenswerten Volleyschuss von der Strafraumgrenze, der die Latte streifte, hätte Fabian Schleusener den FSV beinahe in Führung gebracht (21.). Sebastian Schachten traf noch den Pfosten per Kopfball (59.).

Im Gegenzug wäre allerdings dem Neu-Rostocker Timo Gebhart fast das 1:0 gelungen. Am Tag vor dem Spiel war für ihn die Spielgenehmigung vom rumänischen Fußball-Verband eingetroffen; der U-19-Europameister von 2008 hatte vor etwa vier Monaten sein letztes Pflichtspiel bestritten im Trikot von Steaua Bukarest.

Zur Startseite Mehr aus FSV Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse