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FSV Frankfurt: Spurensuche in Bornheim

Von
Clemens Krüger Foto: Christian Klein Clemens Krüger
Frankfurt. 

Neue Liga, neues Personal, alte Probleme: Der FSV Frankfurt fremdelt nach acht Jahren in der fußballerischen Zweitklassigkeit noch mit der für ihn ungewohnten Umgebung. Ein Punkt aus den ersten drei Saisonspielen und das Abrutschen auf einen Abstiegsplatz sind eine ernüchternde Bilanz, mit der die Verantwortlichen des Drittligisten natürlich nicht zufrieden sein können, die ihnen aber keinen Angstschweiß auf die Stirn treibt. Und die sie vor allem nicht überrascht.

„Wir haben immer wieder darauf hingewiesen, dass wir einen langen Weg vor uns haben“, sagt FSV-Geschäftsführer Clemens Krüger, der gemeinsam mit dem neuen Sportdirektor Roland Benschneider und dem neuen Cheftrainer Roland Vrabec innerhalb von wenigen Wochen einen kompletten Kader zusammen stellen musste, der von vielen Konkurrenten vor Rundenbeginn als „Wundertüte“ bezeichnet wurde.

Vor allem die Verpflichtungen der ehemaligen Bundesligaprofis Patricks Ochs, Ranisav Jovanovic, Sebastian Schachten und Adil Chihi ließen aufhorchen, hatten aber noch nicht die erwünschte Wirkung. Was ebenfalls nicht sonderlich überrascht, weil es diesem Quartett an hoch veranlagten Spielern an Wettkampfpraxis mangelt. „Ein paar Spieler haben wir nur bekommen, weil sie in den letzten Monaten und in der letzten Saison nicht häufig gespielt haben oder verletzt waren. Wir haben einen Kader, der einfach Zeit braucht. Wir sind in einer Situation, die wir nicht verharmlosen, aber auch nicht überdramatisieren sollten“, weiß Krüger, dass die nächsten Wochen für ihn, seine Mitstreiter und die Anhänger des Zweitliga-Absteigers ein Geduldsspiel werden.

Allerdings wollten die Verantwortlichen des Stadtteilclubs die jüngsten Niederlagen gegen Erfurt (0:1) und Chemnitz (1:2) nicht nur auf konditionelle Rückstände einiger Spieler zurückführen. „Das wäre zu billig“, so Krüger, „gegen Chemnitz haben wir in der zweiten Halbzeit unverständlicherweise einfach den Faden verloren“. Was auch seinen Cheftrainer immer noch mächtig wurmte. „Die Chemnitzer Spieler haben in der ersten Halbzeit einen Kompass gebraucht, weil sie nicht wussten, was sie tun sollten“, ärgerte sich der 42 Jahre alte Fußball-Lehrer immer noch über den Einbruch seiner Mannschaft nach der Pause, den er am Tag danach schonungslos analysierte. „Wir haben diese Fehler deutlich angesprochen und Namen genannt“, sagte Vrabec, der trotz des verpatzten Saisonstarts aber auch viele positive Ansätze bei seinem Team gesehen hat. „Niemand hat uns aus dem Stadion geschossen, obwohl Kiel und Chemnitz zu den Aufstiegskandidaten gezählt werden“, so Vrabec, der seine Spieler beim heutigen Heimspiel (14 Uhr) gegen Jahn Regensburg in der Pflicht sieht. „Jetzt braucht es ein Erfolgserlebnis, dann sind wir in der Spur“, erklärte Vrabec, der bei diesem Unterfangen allerdings auf den verletzten Patrick Ochs (Adduktoren) verzichten muss. „Er wird drei bis fünf Tage ausfallen“, so Vrabec.

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