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FSV Frankfurt: Unbeeindruckt wach bleiben

Von Neben der Partie des Spitzenreiters Duisburg gegen den Tabellenfünften Halle steht das Verfolgerduell Osnabrück – Frankfurt im Fokus des 14. Spieltags der Dritten Liga. Und auch der zurzeit überragende FSV-Spielgestalter Massimo Ornatelli, der von 2013 bis 2016 für die Niedersachsen kickte.
Wollen auch in Osnabrück wieder jubeln: Cagatay Kader (links) und Massimo Ornatelli. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Wollen auch in Osnabrück wieder jubeln: Cagatay Kader (links) und Massimo Ornatelli.
Frankfurt. 

Nur ungern erinnert sich Julius Rosenthal, Präsident des FSV Frankfurt, an den 14. September 2008. Der Überraschungsaufsteiger aus Bornheim gastierte am vierten Spieltag der Zweiten Fußball-Bundesliga beim VfL Osnabrück und führte bis kurz vor Schluss mit 2:1. Dann überschlugen sich die Ereignisse an der Bremer Brücke, die Violetten drehten tatsächlich noch die Partie, auch dank des dritten Strafstoßes, den ihnen Referee Christian Bandurski aus Essen zusprach – zwei sollen laut Rosenthal allerdings berechtigt gewesen sein.

Auf eine ähnlich emotionsgeladene Atmosphäre kann sich die Mannschaft von Trainer Roland Vrabec am morgigen Nachmittag (Anstoß: 14 Uhr) einstellen. 10 000 Zuschauer machen in Osnabrück weit mehr Lärm als die Stammkundschaft an so manchem traditionsarmen Bundesliga-Standort wie Wolfsburg, Hoffenheim oder Ingolstadt. „Die Osnabrücker Mannschaft wird vom Publikum getragen, davon dürfen wir uns nicht beeindrucken lassen“, betont Vrabec. Auch nicht von der Physis der Spieler des Tabellenzweiten. Am vergangenen Samstag, beim 0:1 des VfL in Halle, sei der kleinste eingesetzte Osnabrücker 1,81 Meter groß gewesen, die Durchschnittshöhe habe 1,87 Meter betragen. Entsprechend müssten seine Akteure „bei Standardsituationen wach bleiben“.

Im Gegensatz zu den Bornheimern, die seit sieben Partien ungeschlagen sind, zeigte das Team des US-amerikanischen Coaches Joe Enochs zuletzt Schwächen bei drei Niederlagen aus den vergangenen fünf Matches. So konnte in dieser Phase die erste Heimniederlage nicht verhindert werden, auf das 1:2 gegen Regensburg folgte ein mühsames 1:0 über Großaspach. Auch das sollte den FSV ermutigen, nicht zu vorsichtig zu agieren.

Viel wird dabei davon abhängen, wie sich ein Spieler präsentiert, der in den vorigen drei Spielzeiten noch das violette Trikot trug, aber nicht das beste Verhältnis zu Enochs hatte. Massimo Ornatelli ist in blendender Form, lenkt das Spiel der Schwarz-Blauen, ist für die Standards zuständig, bereitet viele Treffer vor und trifft nebenbei auch noch ins Netz. Wegen einer Blessur am Knöchel nahm Trainer Vrabec den 30-Jährigen zuletzt beim 3:0 über Paderborn vorsichtshalber eine Viertelstunde vor Schluss vom Feld. Und es gibt Entwarnung. „Er hat heute die Trainingseinheit mitgemacht“, sagte gestern Vrabec.

Einer, der von Ornatellis Ideen besonders profitiert, ist Fabian Schleusener. Nicht nur dank sieben Treffern hat sich der flinke Stürmer in den Blickpunkt gespielt. Den 25-Jährigen hat der FSV ausgeliehen bis zum Saisonende vom Bundesliga-Aufsteiger SC Freiburg. Dass die Breisgauer den Torgaranten – er erzielte sechs Tore in den vergangenen sechs Spielen – bereits in der Winterpause zurückholen könnte, verneint Frankfurts Sportdirektor Roland Benschneider.

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