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Derby: Viel Lob für den FSV Frankfurt, drei Punkte für den OFC

Von Die Verantwortlichen des Fußball-Regionallisten Kickers Offenbach freuten sich über drei Punkte, die des FSV Frankfurt über einen engagierten Auftritt ihrer jungen Mannschaft auf ungewohnter Bühne.
Trost vom Maskottchen Franky für den Frankfurter Spieler Maziar Namavizadeh nach der Niederlage gegen den OFC. Foto: Jan Huebner (Jan Huebner) Trost vom Maskottchen Franky für den Frankfurter Spieler Maziar Namavizadeh nach der Niederlage gegen den OFC.
Frankfurt. 

Viele Anhänger des FSV Frankfurt wurden an diesem frostigen Montagabend im März an die guten Zeiten ihres zuletzt so abgestürzten Clubs erinnert. Eine halbe Stunde vor dem Abpfiff bildeten sich an den Kassenhäuschen ebenso lange Schlangen wie an den Würstchenbuden und in den Toiletten. Der VIP-Raum, bei den Heimspielen des FSV in der viertklassigen Fußball-Regionalliga Südwest ansonsten ein eher übersichtlicher Ort, platzte aus allen Nähten.

Das Aufeinandertreffen mit dem Nachbarn aus Offenbach, der zu diesem Derby von knapp 2000 Fans begleitet worden war, bescherte den Bornheimern mit über 5000 Zuschauern nicht nur eine Rekordkulisse in dieser Saison. Die Verantwortlichen und Fans des langjährigen Zweitligisten waren urplötzlich erinnert an jene Auftritte des Frankfurter Stadtteilclubs gegen namhafte Mitglieder aus dem Bundesliga-Unterhaus, wie den FC St. Pauli, den 1. FC Kaiserslautern, den 1. FC Köln oder Hertha BSC, wenn aus der kleinen Arena am Bornheimer Hang eine stimmungsvolle Bühne wurde, auf der dem FSV Frankfurt so manche Überraschung gelang.

Die blieb am Montagabend zwar aus, weil sich die Mannschaft von Kickers Offenbach mit großer Ernsthaftigkeit und viel Leidenschaft der Aufgabe gewidmet hatte, den kecken Herausforderer von der anderen Mainseite in Schach zu halten und das eigene Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Schließlich will der frühere Bundesligist am Ende dieser Saison als Zweiter hinter dem übermächtigen Klassenprimus aus Saarbrücken die Ziellinie überschreiten, um sich für die beiden Aufstiegsspiele zur Dritten Liga zu qualifizieren.

Am Montagabend ist das Team von Cheftrainer Oliver Reck diesem Ziel einen weiteren Schritt näher gekommen, hat seinen Vorsprung auf den Tabellendritten aus Mannheim durch den 3:1-Erfolg über den FSV Frankfurt auf fünf Zähler ausgebaut. Allerdings haben die Mannheimer noch ein Spiel weniger ausgetragen als die Kickers, deren Verantwortliche am Montagabend tief durchatmeten. „Es war ein sehr wichtiger Erfolg für uns“, sagte zum Beispiel OFC-Geschäftsführer Christopher Fiori, der vor seinem Wechsel nach Offenbach auf der Geschäftsstelle des FSV Frankfurt gearbeitet hatte.

Schwerstarbeit hatten auch die Spieler der Kickers zu verrichten, ehe nach einem rassigen Duell auf dem bestens zu bespielenden Rasen im Stadion am Bornheimer Hang ihr Sieg über die Gastgeber unter Dach und Fach war. „Das war heute ein sehr enges Spiel, das auch hätte kippen können. Der FSV hat ein sehr gutes Spiel gemacht, vor allem nach dem Ausgleich sind wir aus dem Rhythmus geraten“, sagte der gebürtige Frankfurter Reck, der in der Jugend auch mal beim FSV zwischen den Pfosten stand, ehe in Offenbach seine Karriere als Bundesligatorhüter begann.

Als Fußball-Lehrer will der mittlerweile 53 Jahre alte Reck den OFC nun in die Drittklassigkeit führen, die Leistung seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit sah er als Mutmacher für die kommenden Wochen. „Da haben wir mit Mut und Enthusiasmus gespielt“, lobte Reck das Auftreten seiner Mannschaft.

Aber auch die jungen Spieler der FSV Frankfurt verließen nicht mit hängenden Köpfen den Platz. „Ich habe meine Mannschaft sehr engagiert gesehen, aber Offenbach hat das am Ende sehr routiniert heruntergespielt“, meinte FSV-Cheftrainer Alexander Conrad nach diesem hart geführten Aufeinandertreffen, das die giftig spielenden Bornheimer lange Zeit ausgeglichen gestalten konnten und ihrem Präsidenten trotz der Niederlage einen schönen Fußballabend bescherten. „Das war heute kein Beinbruch. Unsere Mannschaft hat immer versucht, richtig guten Fußball zu spielen. Sie hat insgesamt eine super Leistung gezeigt“, erklärte Michael Görner nach dem ansprechenden Auftritt des FSV auf der ungewohnten Bühne.

Schick und Huckle gesperrt

Am kommenden Dienstag wird sie nicht ganz so stimmungsvoll sein. Dann nämlich empfängt der FSV in seiner Heimspielstätte im Frankfurter Osten den Bundesliga-Nachwuchs aus Hoffenheim. Und drei Tage zuvor steht das Duell beim TSV Schott Mainz an, einem direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Zwei wichtige und erfahrene Stammkräfte werden den Frankfurtern dann allerdings fehlen. Patrick Huckle sah gegen Kickers Offenbach seine fünfte, der ungemein einsatzfreudige Robert Schick, der seine Nerven leider nicht immer im Griff hat, sogar seine zehnte Gelbe Karte. Beide sind deshalb in Mainz gesperrt.

„Aber wir werden noch die notwendigen Punkte holen“, ist Conrad davon überzeugt, dass auch er am Ende dieser Spielzeit seine Mission erfüllen wird und mit dem FSV Frankfurt die Klasse hält.

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