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FSV Frankfurt: Vorsichtiger Optimismus beim FSV Frankfurt

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Spielfreudig: Der 19-jährige FSV-Stürmer Cagatay Kader (r.).	F: Hübner Foto: Huebner/Scheiber (Jan Huebner) Spielfreudig: Der 19-jährige FSV-Stürmer Cagatay Kader (r.). F: Hübner
Frankfurt. 

Die Erleichterung beim FSV Frankfurt war spürbar, als mit dem 4:1 über Preußen Münster der erste Saisonsieg in der 3. Fußball-Liga perfekt war. Der Sinn für Realismus wurde dadurch aber nicht getrübt. „Es gibt keinen Grund zur Euphorie“, konstatierte Trainer Roland Vrabec. „Es war der erste Schritt in die richtige Richtung, aber zurücklehnen können wir uns nicht“, erklärte Fabian Schleusener. „Ich hoffe, dass der Knoten geplatzt ist“, drückte Yannick Stark, ebenfalls wie Schleusener zweimal erfolgreich, vorsichtig seinen Optimismus aus.

In dieser Form ist er nach dem Münster-Erlebnis freilich berechtigt. Und auch die Art und Weise, wie sich der FSV präsentierte, stimmte den Großteil der 3351 Zuschauer zuversichtlich. Es hatte ihnen Freude bereitet, den Bornheimern zuzusehen bei ihrem 90-minütigem Tagewerk. Sie zeigten nicht nur ein hohes Maß an Engagement (Schleusener: „Wir haben Vollgas gegeben – ohne Wenn und Aber“), sondern teils auch ansprechendes Kombinationsspiel. Die Maßnahme, das Spielsystem umzustellen auf ein 4-1-3-2, zahlte sich aus. Der FSV agierte nicht nur per se offensiver, die Spieler füllten es dank häufiger Rochaden auch mit Esprit aus. Bewegen sich die Bornheimer künftig regelmäßig auf diesem Niveau, werden sie die Abstiegszone verlassen und sich ein Polster zu ihr schaffen.

Coach Vrabec sieht das Münster-Spiel ebenfalls als Messlatte für künftige Aufgaben. Der 42-Jährige erkennt sogar weitere Steigerungsmöglichkeiten. „Wir können noch besseren Fußball spielen“, sagte er. Und in der Defensive müsse sein Team noch besser stehen. „Denn wir können nicht immer 3:0 führen.“ Nachdem Adriano Grimaldi verkürzt hatte Mitte der zweiten Halbzeit, brach eine Phase an, in der die Schwarz-Blauen etwas die Übersicht und den Zugriff verloren. Torwart Sören Pirson verhinderte mit einer Glanztat den zweiten Treffer des stämmigen Preußen-Angreifers, und Tobias Rühles Kopfball rauschte ganz knapp am Pfosten vorbei.

Nach einer Viertelstunde war der Schwung des Tabellenletzten aber verpufft. „Ich hatte die Hoffnung, trotz eines schwachen Spiels einen Punkt zu entführen“, fiel es SCP-Trainer Horst Steffen schwer, positive Ansätze zu erkennen. Zur Verwunderung vieler präsentierte sich die Gästemannschaft erstmals in dieser Spielzeit in einer kärglichen Verfassung. „Ich hatte schon gedacht, dass es ein Spiel auf Augenhöhe wird“, bemerkte Geschäftsführer Clemens Krüger und fügte hinzu: „Wir haben Münster den Schneid abgekauft.“

Jovanovic außen vor

Dazu hat auch spürbar Cagatay Kader beigetragen. Beweglich, mutig, spielfreudig – so bereitete der 19 Jahre alte Stürmer, der unlängst sein Debüt in der U 20-Nationalmannschaft gegeben hat, der Preußen-Defensive immer wieder Sorgen. Der Ex-Bochumer Kader ist ein Gewinner dieses Spiels, Ranisav Jovanovic ein Verlierer. Der vom Zweitligisten SV Sandhausen gekommene Stoßstürmer (35) stand diesmal nicht einmal im 18er-Aufgebot. „Weil mir sein Auftreten gegen Großaspach nicht gefallen hat“, begründete Vrabec diese Maßnahme. Am Samstag (14 Uhr) gegen den VfR Aalen käme es einer großen Überraschung gleich, wenn nicht wieder Kader und Schleusener die Doppelspitze bilden würden.

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