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FSV Frankfurt: „Ein Fall für zwei“ - Die starke Defensivzentrale

Von Am siebten Spieltag beim Gastspiel in Halle bildeten Steffen Schäfer und Shawn Barry erstmals die Innenverteidigung des FSV Frankfurt und haben ihren Anteil an der Erfolgsgeschichte des Fußball-Drittligisten.
Shawn Barry Bilder > Foto: Marc Schüler (Marc Schueler / sportpics.de) Shawn Barry
Frankfurt. 

Schnell, schnörkellos und sicher am Ball: Dies sind wohl die auffälligsten Fähigkeiten des Fußball-Profis Steffen Schäfer, der sich im Frühsommer dieses Jahres entschloss, nach zwei Jahren seine Zelte beim Regionalligisten 1. FC Saarbrücken abzubrechen und das Angebot des Zweitliga-Absteigers FSV Frankfurt anzunehmen.

Roland Benschneider, der neue Sportdirektor der Bornheimer und mit der schwierigen Aufgabe betraut, so schnell wie möglich eine komplett neue Mannschaft zusammenzustellen, hatte den 22 Jahre alten Schäfer in den Frankfurter Osten gelockt. „Mit ihm kommt ein gut ausgebildeter Fußballer zu uns, der in der Defensive flexibel einsetzbar ist“, hatte Benschneider, ein ausgewiesener Kenner des Fußballs im Saarland, nach der Verpflichtung Schäfers gesagt.

Es sollte auch nicht lange dauern, bis sich der Verteidiger, der aus der Jugend des 1. FC Köln stammt und für die zweite Mannschaft des Bundesligisten sowie Saarbrücken insgesamt 55 Regionalligaspiele bestritt, beim FSV einen Platz in der Startformation erkämpfte. Am vierten Spieltag beim Heimspiel gegen Jahn Regensburg feierte der 1,89 Meter große Schäfer („Ich hätte nicht gedacht, dass es so schnell geht“) sein Debüt in der Startelf. Er verdrängte Marc Heitmeier und bildete gemeinsam mit Christopher Schorch die Innenverteidigung der Frankfurter, die zwei Wochen später nach der 1:3-Heimniederlage gegen Großaspach allerdings auf den letzten Platz abgerutscht waren.

Der Tiefpunkt war damals erreicht, die Mannschaft setzte sich zusammen. „Wir haben den Tatsachen ins Auge gesehen und Tacheles geredet“, erinnert sich Schäfer an den Wendepunkt der bis dorthin so missraten verlaufenen Saison. Fortan ging es mit den Bornheimern aufwärts, auch weil Cheftrainer Roland Vrabec die richtigen Personalentscheidungen traf. Er änderte die Taktik, ließ seine Mannschaft mit zwei Spitzen und etwas höher spielen. „Für diese Spielweise brauche ich zwei schnelle Innenverteidiger“, so Vrabec, der diesen „Fall für zwei“ mit der Maßnahme löste, Shawn Barry statt Schorch an die Seite von Schäfer zu beordern.

Der 26 Jahre alte Barry ist fast genauso flink auf den Beinen wie Schäfer, der in der Lage ist, die 100 Meter unter elf Sekunden zu laufen. „Seine Schnelligkeit ist eine Waffe, gemeinsam mit Shawn Barry macht er das sehr gut“, lobt Vrabec seine neue Defensivzentrale, mit der die Bornheimer keines ihrer nächsten neun Spiele mehr verloren. Für den kopfballstarken Barry war dies eine späte Genugtuung, denn zu Saisonbeginn saß der in Florida geborene US-Amerikaner mit Wurzeln in Puerto Rico bis auf eine Ausnahme nur auf der Bank oder auf der Tribüne. Dabei war er neben Torhüter Sören Pirson der einzige Spieler, der noch dem Zweitligakader des FSV angehört hatte. Wenn es nach Schäfer geht, werden Barry und er möglicherweise in der kommenden Saison mit dem FSV Frankfurt im Bundesliga-Unterhaus spielen. „Mit dieser Mannschaft muss es unser Ziel sein, oben mitzuspielen“, erklärte der Innenverteidiger nach dem 0:0 im Spitzenspiel am vergangenen Samstag gegen den MSV Duisburg.

Hohe Hürde im Pokal

Heute Abend werden sich Schäfer und Barry sicherlich nicht über mangelnde Arbeit beklagen, wenn der FSV Frankfurt im Viertelfinale des Hessenpokals beim Regionalligisten TSV Steinbach antritt. Schließlich treffen die Bornheimer ab 19 Uhr auf der Anlage im Sportzentrum in Haiger auf eine Mannschaft, die sich wie der FSV im Ligaalltag kaum eine Blöße gibt.

Die Steinbacher haben von ihren letzten 14 Begegnungen nur eine verloren und liegen als Tabellendritter aussichtsreich im Kampf um den Aufstieg in die Dritte Liga. Im zweiten Viertelfinale treffen der Verbandsligist SV Geinsheim und der Hessenligist Sportfreunde Seligenstadt aufeinander, bereits für das Halbfinale qualifiziert sind der Drittligist SV Wehen Wiesbaden sowie der Hessenligist Rot-Weiß Hadamar.

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