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1. FC Köln holt ersten Punkt: 0:0 in Hannover

Der 1. FC Köln bleibt auch nach dem sechsten Bundesligaspieltag Letzter und hat eine ganz schwere Saison vor sich. Immerhin wurde beim 0:0 in Hannover aber die Niederlagenserie gestoppt. Damit bleibt ein ungeliebter Nachbarclub aus negativer Sicht unerreicht.
Hannovers Ihlas Bebou (r) und Leonardo Bittencourt vom 1. FC Köln kämpfen um den Ball. Foto: Peter Steffen Hannovers Ihlas Bebou (r) und Leonardo Bittencourt vom 1. FC Köln kämpfen um den Ball.
Hannover. 

Nicht im negativen Sinne auf einer Stufe mit Fortuna Düsseldorf zu stehen, war für den 1. FC Köln nach dem Ende der Pleitenserie die schönste Nachricht des Tages. Das 0:0 beim Aufsteiger Hannover 96 fühlte sich für den Europa-League-Starter fast wie ein Sieg an.

„Das tut verdammt gut und ist wirklich Balsam für die Seele”, frohlockte FC-Kapitän Matthias Lehmann nach dem ersten Punktgewinn der Saison im sechsten Spiel: „Es ist schön, endlich mal die Null stehen zu haben.”

Köln spielte auch in Hannover lange Zeit nicht gut, brachte nach all den Negativerlebnissen der vergangenen Wochen aber endlich ein Spiel ohne Gegentor über die Zeit. „Das wird uns mental gut tun für die nächsten Wochen”, sagte Kölns Trainer Peter Stöger, der bereits vor dem Spiel die Unterstützung der Clubführung erfahren hatte.

Im Fall einer weiteren Niederlage wären die Rheinländer als größter Fehlstarter in die Geschichtsbücher der Fußball-Bundesliga eingegangen. Mit sechs Niederlagen war 1991 lediglich die Fortuna aus der in Köln ungeliebten Nachbarstadt in eine Saison gegangen, hätte aber das bessere Torverhältnis im Vergleich zu den Kölnern gehabt. Damals hatte der heutige FC-Sportchef Jörg Schmadtke im Düsseldorfer Tor gestanden. Dass es für den FC nicht so kam, war laut Abwehrspieler Dominique Heintz auch „wichtig für den Kopf. Wir sehen jetzt wieder, dass wir es noch können. Jetzt haben wir die Köpfe frei und können selbstbewusster sein.”

Schon am Donnerstag geht es für die Kölner in der Europa League gegen Roter Stern Belgrad weiter. Aktuell scheint es fast ausgeschlossen, dass der FC Erlebnisse wie das am Donnerstag in der nächsten Saison wieder bekommen wird. Köln bleibt auch nach dem Remis in Hannover Letzter. „Der Punkt bringt uns nicht wahnsinnig weiter, aber es ist mal wieder ein positives Gefühl nach langer Zeit”, meinte Stöger und Heintz gestand: „Wir wissen, dass wir noch viel zu tun haben.”

Das stimmt. In der ersten Halbzeit war es vor 47 000 Zuschauern am Sonntag ein Klassenunterschied. Der Aufsteiger Hannover war in allen Belangen überlegen, verpasste trotz mehrerer Großchancen aber das Tore schießen. Erst nach der Halbzeit wurde Köln bei weiter dominanteren Niedersachsen besser und hatte selbst auch Möglichkeiten. „Wir waren die klar bessere Mannschaft mit dem größeren Willen”, sagte Hannovers Stürmer Martin Harnik jedoch.

96-Sportchef Horst Heldt sah „zwei verlorene Punkte”. Richtig enttäuscht schienen darüber aber nur die Spieler zu sein. „Wir sind auch eigentlich zufrieden, wenn man bedenkt, dass wir durch die Englische Woche ohne Niederlage gegangen sind”, sagte Hannovers Coach André Breitenreiter. Nach dem saisonübergreifend achten Heimspiel am Stück ohne Gegentor ist 96 mit zwölf Punkten Tabellenvierter und nach wie vor ungeschlagen unter Trainer Breitenreiter.

(Von Carsten Lappe, dpa)
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