Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer

Auch mit Pizarro und Kruse: Werder verliert gegen Frankfurt

Lange Zeit sah es gut aus für die Bremer gegen Frankfurt. Claudio Pizarro und Max Kruse standen in der Startelf - Werder führte 1:0. Doch dann trafen ein Sturm-Routinier und ein Bundesliga-Debütant.
Eintracht Frankfurt schlägt Werder Bremen mit 2:1. Foto: Carmen Jaspersen Eintracht Frankfurt schlägt Werder Bremen mit 2:1. Foto: Carmen Jaspersen
Bremen. 

Mit einem Ballverlust in der eigenen Hälfte hat Rückkehrer Max Kruse die vierte Bremer Niederlage in Serie mitverschuldet.

Trotz der Rückkehr seiner Starstürmer Kruse und Claudio Pizarro verspielte Werder eine Führung gegen Eintracht Frankfurt und verlor nach einem Treffer in der letzten Minute mit 1:2 (1:0). Vor 39 261 Zuschauern erzielte Aymen Barkok bei seinem Bundesliga-Debüt den Siegtreffer der Frankfurter (90.), nachdem Kruse rund 25 Meter vor dem eigenen Tor den Ball verloren hatte. Zuvor hatte der zur Pause eingewechselte Alexander Meier (52.) die Bremer Führung durch Florian Grillitsch (38.) ausgeglichen.

Werder-Manager Frank Baumann nahm Kruse zwar in Schutz („Auch andere hätten das Tor noch verhindern können”), doch eine Woche vor dem Krisen-Nord-Derby beim Schlusslicht Hamburger SV schmerzte den Drittletzten aus Bremen die Niederlage gewaltig. „Ich habe eine gute erste Halbzeit gesehen. In der zweiten geben wir die Spielkontrolle ab”, kritisierte Trainer Alexander Nouri. Die Eintracht dagegen liegt punktgleich mit dem Tabellendritten Borussia Dortmund auf Platz sieben und feierte einen „verdienten Sieg aufgrund der sehr viel besseren zweiten Halbzeit”, wie Coach Niko Kovac analysierte.

Von der Rückkehr der Langzeitverletzten Kruse und Pizarro direkt in die Startelf hatten sich die Bremer auch einen Motivationsschub versprochen - der sich auch tatsächlich vom Anpfiff an bemerkbar machte. Das Spiel der Gastgeber gewann deutlich mehr spielerische Qualität durch den deutschen Ex-Nationalspieler und den Sturm-Routinier. Werder spielte mutig, suchte schnell den Weg nach vorne und ließ zunächst kaum Konter der Frankfurter zu.

Neu-Nationalspieler Serge Gnabry (22./34.) und Kruse per Kopfball knapp über das Tor (36.) hatten die ersten Möglichkeiten. Den zuvor in fünf Spielen unbesiegten Frankfurtern gelangen nach einer ausgeglichenen Anfangs-Viertelstunde kaum noch gefährliche Gegenangriffe. Im Gegenteil: Einen wunderbaren Pass von Niklas Moisander nahm Grillitsch mit der Brust im Strafraum an und vollendete mit einem sehenswerten Schuss aus 14 Metern.

Die Hessen reagierten zur Pause mit einer personellen Veränderung auf den ausbaufähigen Auftritt in den ersten 45 Minuten. Top-Torjäger Meier kam für Szabolcs Huszti, übernahm die Spielführerbinde und rückte als zweite Spitze neben Branimir Hrgota in den Sturm. Und prompt änderte sich das Bild. Mit der ersten echten Chance und der zweiten Ballberührung Meiers kamen die Gäste zum Ausgleich.

Nach einem abgefälschten Ball überwand der Bundesliga-Torschützenkönig der vorletzten Saison Werder-Torwart Felix Wiedwald, der bei der Aktion etwas unglücklich aussah. Wenig später jedoch rettete Wiedwald gegen Meier in ähnlicher Situation (57.). Glück hatte Werder auch bei einem Schuss von Hrgota aus kurzer Distanz, als Theodor Gebre Selassie kurz vor der Linie rettete (66.).

Die Partie bot nun hohen Unterhaltungswert mit Torraumszenen auf beiden Seiten. Mit den Hereinnahmen von Philipp Bargfrede (72.), der wie Kruse sein Saison-Debüt feierte, und Fin Bartels versuchte Bremens Trainer Alexander Nouri nochmals Impulse zu setzen. Pizarro scheiterte am gut reagierenden Eintracht-Keeper Lukas Hradecky (75.) - auf der Gegenseite sorgte Barkok schließlich für die Entscheidung.

(Von Michael Rossmann, dpa)
Zur Startseite Mehr aus Fußball

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse