E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 24°C

Auf Champions-League-Kurs: Dortmund überrennt Leverkusen

Der BVB hat sich für den schwachen Derby-Auftritt rehabilitiert. Im direkten Duell um einen Champions-League-Platz wird Bayer Leverkusen deutlich bezwungen. Marco Reus glänzt als Doppel-Torschütze. Eine andere Dortmunder Stammkraft wurde vom Trainer nicht berücksichtigt.
Nationalspieler unter sich: Leverkusens Jonathan Tah (l) versucht BVB-Profi Marco Reus am Pass zu hindern. Foto: Ina Fassbender Nationalspieler unter sich: Leverkusens Jonathan Tah (l) versucht BVB-Profi Marco Reus am Pass zu hindern.
Dortmund. 

Borussia Dortmund hat die Derby-Niederlage gut verdaut und seine Champions-League-Ambitionen eindrucksvoll untermauert.

Der Revierclub setzte sich im Top-Spiel der Fußball-Bundesliga klar mit 4:0 (1:0) gegen den direkten Konkurrenten Leverkusen durch und zog wieder am Bayer-Team vorbei. Dank der Tore von Jadon Sancho (13.), Marco Reus (55./79.) und Maximilian Philipp (63.) vor 81.360 Zuschauern in Dortmund hat der BVB mit 54 Punkten nun fünf Zähler Vorsprung auf den Tabellen-Fünften Hoffenheim.

„Wir sind gut in die Partie gekommen, haben die Zweikämpfe gewonnen und auch spielerisch gut gespielt. Es war wichtig, dran zu bleiben”, sagte Reus bei Sky. In der 37. Minute scheiterte der ansonsten überragende Offensivmann per Foulelfmeter an Bayer-Torwart Ramazan Özsan, der erstmals in dieser Saison Nationalkeeper Bernd Leno (Knieprobleme) vertrat. „Der war ganz schwach geschossen”, gestand Reus.

Bayer (51) muss als Vierter drei Spieltage vor dem Saisonende um die Qualifikation für die Königsklasse bangen. „Das war in der ersten Halbzeit und auch über 90 Minuten kein Männerfußball”, kritisierte Bayer-Stürmer Kevin Volland. „Wir sind den Zweikämpfen aus dem Weg gegangen.”

Wegen der Sprunggelenkverletzung von Michy Batshuayi musste BVB-Coach Peter Stöger sein Team umstellen und beorderte nach der 0:2-Pleite auf Schalke Philipp ins Sturmzentrum. Zudem erhielt Weltmeister Mario Götze eine neue Chance von Beginn an. Sancho, Julian Weigl und Manuel Akanji kamen für Mahmoud Dahoud, Nuri Sahin und Kapitän Marcel Schmelzer, der nicht einmal auf der Bank saß, ebenfalls neu in die Startelf.

„Das war eine sportliche Entscheidung”, sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc vor dem Anpfiff bei Sky zur Nicht-Berücksichtigung von Schmelzer. Stöger begründete: „Schmelle hat in den letzten Wochen genau wie einige andere nicht so seine optimale Leistung abgerufen. Wir brauchen auf den Außenposition ein gewisses Maß an Robustheit für die schnellen Jungs von Leverkusen.”

Die Gastgeber nahmen gleich das Heft in die Hand und hatten durch Götze (9.), der noch um das WM-Ticket spielt, und Sancho (12.) zwei große Möglichkeiten. Doch der Schuss des Weltmeisters verfehlte das Ziel knapp, Sanchos ersten Versuch machte Özcan mit einem Reflex zunichte. Nur eine Minute später machte es der 18-Jährige besser und sorgte mit seinem ersten Bundesligator nach feiner Vorarbeit von Christian Pulisic für die verdiente Führung gegen die nach dem 2:6 im Pokal-Halbfinale gegen Bayern München offenbar verunsicherte Elf von Heiko Herrlich.

Anders als zuletzt zeigte der BVB Engagement, Ideen und Tempo. Vor allem über die mit Akanji und Sancho neu besetzte linke Seite entstand viel Gefahr. Bayer hoffte auf schnelle Konter, doch die letzte Konsequenz fehlte wie bei Alarios Schussversuch (8.). Als Reus in der 34. Minute den Ball in die Maschen drosch, jubelte der BVB-Anhang. Zu früh, denn Schiedsrichter Markus Schmidt erkannte den Treffer nach Videobeweis nicht an. Philipp hatte zuvor im Abseits gestanden. Wenig später bekam Reus die nächste Chance, als Panagiotis Retsos im Strafraum Pulisic zu Fall brachte. Doch Özcan parierte den fälligen Elfmeter (37.).

Kurz vor der Pause musste Bayer-Innenverteidiger Jonatan Tah verletzt von Feld. Für ihn kam Tim Jedvaj. Der BVB behielt die Oberhand und hätte durch Reus (Lattentreffer) und Götze die Führung schon ausbauen müssen. Dann sorgte Reus nach Götzes Zuspiel doch noch für die 2:0-Vorentscheidung. Zwar bemühte sich Leverkusen noch um den Anschluss, doch die schwache Werkself konnte die Partie nicht mehr wenden. Philipp und erneut Reus machten dann alles klar.

(Von Ulli Brünger und Antonia Hofmann, dpa)
Zur Startseite Mehr aus Fußball

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen