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Aufsteiger Leipzig bleibt am FC Bayern dran

RB Leipzig ist in der Bundesliga nicht aufzuhalten. „So muss es sein. Die Mannschaft entwickelt sich von Spiel zu Spiel”, frohlockt Sportdirektor Ralf Rangnick nach dem Erfolg in Darmstadt.
RB Leipzig holte sich in Darmstadt den sechsten Saisonsieg. Foto: Hasan Bratic RB Leipzig holte sich in Darmstadt den sechsten Saisonsieg. Foto: Hasan Bratic
Darmstadt. 

RB Leipzig kann sich dem Ruf des Bayern-Jägers nicht mehr entziehen und ist in seiner Spiellaune nicht zu stoppen. Der Aufsteiger landete mit dem hochverdienten 2:0 (1:0) beim SV Darmstadt 98 am neunten Bundesliga-Spieltag bereits den sechsten Sieg.

Damit habe die Leipziger weiter nur zwei Punkte Rückstand auf den Meister aus München. „Wir sind heute sehr, sehr glücklich über diesen hart erarbeiteten Sieg”, sagte ein strahlender Trainer Ralph Hasenhüttl. Der zuletzt verletzte Joker Marcel Sabitzer traf vor 16 400 Zuschauern am Böllenfalltor gleich zweimal (57./81. Minute) für die in dieser Saison weiter ungeschlagenen Sachsen.

Die Lilien kassierten trotz tapferer Gegenwehr die erste Heimniederlage. Mit Plakaten im Nostalgie-Look und einer extra aufgestellten Anzeigetafel mit Handbetrieb protestierte der Traditionsclub gegen den ungeliebten, von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz protegierten Emporkömmling aus Leipzig. „Nein zu Investoren, Wettbewerbsverzerrung & Fußball als Marketing-Strategie”, stand zudem auf einem großen Spruchband quer vor der Südtribüne.

Hasenhüttl sprach nach dem Abpfiff von einem „Flow” seines Teams: „Die Jungs sind noch neugierig auf die Gegner. Diese Mentalität müssen wir uns bewahren.” Drei Tage nach der Pokal-Blamage beim Viertligisten FC Astoria Walldorf konnten sich die Gastgeber wieder auf das konzentrieren, was sie seit dem Aufstieg 2015 stark machte: das Spiel des Gegners mit großer Leidenschaft zu zerstören und auf Konter zu lauern. Die pfeilschnellen Leipziger dominierten wie erwartet die Partie, schafften es aber zunächst selten weiter als bis zum gegnerischen Strafraum.

Allerdings gab der frühere WM-Schiedsrichter Wolfgang Stark zu Unrecht ein Tor von Youssef Poulsen (16.) wegen Abseits nicht. Vor allem Poulsen, Timo Werner, Emil Forsberg und Naby Keita beschäftigten mit ihren Antritten und Ballstafetten die Lilien.

So entwickelte sich für RB ein Geduldsspiel - ohne eine klare Torchance in der ersten Halbzeit. Nach dem Wechsel feierte Sabitzer sein Comeback nach überstandenem Bänderriss. Den ersten Torschuss gab Guineas Nationalspieler Keita ab (52.) ab, 98-Torhüter Michael Esser hatte damit allerdings keine Probleme.

Nur fünf Minuten später stand Sabitzer nach einer Flanke von Werner richtig: Der österreichische Auswahlspieler erzielte aus kurzer Entfernung das 1:0. Darmstadts Chefcoach Norbert Meier brachte mit Antonio Colak für Sven Schipplock noch einen frischen Stürmer.

Spielerisch hatte sein Team den ambitionierten Leipzigern jedoch einfach zu wenig entgegenzusetzen. Erneut Sabitzer bugsierte dann nach einem fulminanten Flügellauf von Oliver Burke den Ball zur Entscheidung ins Netz. „Überhaupt keine Vorwürfe an meine Jungs”, sagte Chefcoach Meier. „Sie haben sich aufgebäumt.” So kann RB nun am nächsten Spieltag die Bestmarke des MSV Duisburg einstellen: Der blieb 1993/94 als Aufsteiger vom Start weg zehn Mal ungeschlagen.

(Von Ulrike John und Stephan Köhnlein, dpa)
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