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Augsburg siegt 3:1 in Überzahl gegen Bremen

Augsburgs Spieler bejubeln das 3:1, Bremens Sebastian Prödl (r) vergräbt sein Gesicht im Trikot. Foto: Stefan Puchner Augsburgs Spieler bejubeln das 3:1, Bremens Sebastian Prödl (r) vergräbt sein Gesicht im Trikot. Foto: Stefan Puchner
Augsburg. 

Der FC Augsburg sorgt in der Fußball-Bundesliga weiter für Furore - beim SV Werder Bremen dagegen herrscht dicke Luft. In Überzahl besiegten die bayerischen Schwaben am 19. Spieltag einen erschreckend schwachen SV Werder Bremen mit 3:1 (1:1).

Werder-Coach Robin Dutt ging nach der Partie auf Distanz zu seinen Spielern und drohte ihnen Konsequenzen an. «Intern werden sich einige auf etwas einstellen müssen», sagte Dutt in der Pressekonferenz. Die Liste der Spieler, mit denen er ernsthaft werde sprechen müssen, werde «nicht kurz» sein. «Ich bin einigermaßen sauer - und das ist noch untertrieben», raunte Dutt.

So, wie sich der Tabellenzwölfte in Augsburg präsentierte, wird er in den kommenden schweren Heimspielen gegen Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach nicht bestehen können. Die Lage sei «ernst», meinte Dutt, der von einem «hochverdienten Sieg» der Augsburger sprach.

Erstmals während seiner Bundesliga-Zugehörigkeit feierte der FCA vier Heimsiege in Serie, auch sieben Spiele ohne Niederlage sind Vereinsrekord. Nach dem frühen Rückstand durch ein Eigentor von Jan-Ingwer Callsen-Bracker (3. Minute) wendeten Tobias Werner (11.), Halil Altintop (49.) und André Hahn (55.) vor 28 313 Zuschauern die Partie. «Wir wollen den Lauf, den wir haben, laufen lassen», sagte Trainer Markus Weinzierl.

Das Ziel sei weiterhin der «frühzeitige Klassenerhalt», so Weinzierl - auch wenn ein Teil der Fans bei 28 Punkten und Platz neun «Europapokal»-Rufe anstimmten. Bremen verlor neben den Punkten auch noch Abwehrspieler Santiago Garcia durch eine Gelb-Rote Karte (45.+1). In Unterzahl waren die Gäste endgültig chancenlos. Die Offensive enttäuschte ohne Ideengeber Aaron Hunt (Knieprobleme) total. «Wir finden den Weg nach vorne nicht», erklärte Aushilfskapitän Sebastian Prödl ratlos.

Nur der Spielbeginn sprach für die Gäste. Alexander Manninger, der für den verletzten Marwin Hitz im Augsburger Tor stand, patzte beim ersten Einsatz nach drei Monaten: Der 36 Jahre alte Österreicher kam nach einem Eckball von Zlatko Junuzovic beim Herauslaufen nicht an den Ball, dieser prallte vom Kopf seines Teamkollegen Callsen-Bracker ins eigene Tor. «Das 0:1 war ein Weckruf», meinte Weinzierl.

Werner traf mit einem ersten Freistoß den Pfosten (6.). Mehr Glück hatte der Außenstürmer beim zweiten Versuch, der abgefälschte Ball aus 22 Metern landete im rechten Eck. Eine Schlüsselszene war der Platzverweis von Werder-Heißsporn Garcia, der nach einem Eckball mit gestrecktem Bein gegen den auf der Torlinie klärenden Matthias Ostrzolek nachsetzte. Der argentinische Außenverteidiger traf den FCA-Verteidiger zwar nicht, trotzdem ahndete Schiedsrichter Christian Dingert die ungeschickte Aktion mit Gelb-Rot.

In Überzahl schlug Augsburg zu: Altintop traf nach einer Flanke von Hahn wunderschön per Volley ins lange Eck. Es war das sechste Saisontor des Routiniers, dessen Einsatz nach einer beim 2:2 in Dortmund erlittenen Gehirnerschütterung fraglich gewesen war. Beim 3:1 von Hahn verlor Werder-Torwart Raphael Wolf leichtfertig den Ball an den Schützen. «Es macht einfach Spaß zur Zeit», frohlockte Hahn.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 71,3 - 28,7

Torschüsse: 20 - 4

gew. Zweikämpfe in %: 58,7 - 41,3

Fouls: 11 - 20

Ecken: 6 - 4

Quelle: optasports.com

(Von Klaus Bergmann, dpa)
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