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Ausschreitungen beim "Risikospiel"

Mit einem Großaufgebot von rund 1000 Beamten hat die Polizei schwere Krawalle beim DFB-Pokalspiel zwischen Hannover 96 und Dynamo Dresden verhindert.
16 Fans wurden vor dem Spiel in Hannover in Gewahrsam gewonnen. 16 Fans wurden vor dem Spiel in Hannover in Gewahrsam gewonnen.
Hannover. 

Die Polizei Hannover hat nach den Ausschreitungen am Mittwochabend am Rande des DFB-Pokalspiels Hannover 96 gegen Dynamo Dresden (4:3 im Elfmeterschießen) Vorwürfe gegen randalierende Gäste-Fans erhoben. «Wir sind sehr enttäuscht. Da war viel Aggression drin. Die Gewalt gegen Polizisten ging ausschließlich von den Dynamo-Fans aus», sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen.

Nur mit einem Großaufgebot von rund 1000 Beamten konnte die Polizei schwere Krawalle verhindern. Dennoch kam es im Vorfeld der Partie zu Ausschreitungen. Dabei wurden 18 Chaoten in Gewahrsam genommen. Drei Personen nahm die Polizei wegen Körperverletzung vorläufig fest. Mehrere Ordner sowie drei Gäste-Fans erlitten Verletzungen, es kam zu Sachbeschädigungen.

Vor allem für Dynamo Dresden könnte der Vorfall nun empfindliche Folgen haben. Nach Ausschreitungen rund um das Pokalspiel in der vergangenen Saison bei Borussia Dortmund war der Ost-Club vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bereits für den laufenden Wettbewerb ausgeschlossen worden. Erst das DFB-Bundesgericht hatte das Urteil gekippt und stattdessen ein Zweitliga-Geisterspiel gegen Ingolstadt und eine Geldstrafe in Höhe von 100 000 Euro verhängt.

Die Polizei hatte die Begegnung in Hannover nun als Risikospiel eingestuft. Beim Anmarsch der Anhänger drohte die Situation zu eskalieren, als 1400 Dynamo-Fans heftig gegen mehrere Süd-Eingänge drückten. Die Eingänge wurden deshalb zeitweise geschlossen, was den Unmut der Fans vergrößerte. Etwa 300 Personen nutzten die Situation und überrannten die Einlassstellen oder kletterten über die Zäune.

Bereits vor der Partie wurde mehrfach Pyrotechnik abgebrannt. Mit Spielbeginn zündeten Heim- und Gäste-Fans in ihren Blöcken im Stadion zahlreiche Bengalo-Feuer. Da Pyrotechnik verboten ist, müssen beide Vereine mit Strafen durch den DFB rechnen.

(dpa)
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