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SV Darmstadt 98: Aytac Sulus Wiedersehen mit dem Ex-Verein

Zwei Jahre hat Darmstadts Kapitän Sulu für 1899 Hoffenheim gespielt. Für den Sprung in die erste Mannschaft reichte es damals nicht. Doch noch heute schwärmt er von der dortigen Infrastruktur.
Hat gegen Hoffenheim alle Spieler an Bord: Darmstadts Trainer Schuster. Foto: Jonas Güttler/Archiv Hat gegen Hoffenheim alle Spieler an Bord: Darmstadts Trainer Schuster. Foto: Jonas Güttler/Archiv
Darmstadt. 

Mit 29 Jahren ist Aytac Sulu in der Bundesliga angekommen. Beim SV Darmstadt 98 ist er Kapitän und unangefochtener Leader. Doch sein Weg dorthin war alles andere als geradlinig. Seinen ersten vergeblichen Anlauf in Richtung Fußball-Oberhaus unternahm er bereits acht Jahre zuvor bei 1899 Hoffenheim, das nun am Samstag (15.30 Uhr/Sky) erstmals in einem Bundesliga-Spiel am Böllenfalltor zu Gast ist. 

Vom Oberligisten Bahlinger SC war Sulu im Alter von 21 Jahren zur zweiten Mannschaft der Hoffenheimer gewechselt. Entdeckt hatte ihn der damalige Trainer Alfred Schön, der noch heute als Scout für die Hoffenheimer arbeitet. «Ich durfte auch nach einem halben Jahr mit den Profis ins Trainingslager reisen», erinnert sich Sulu im dpa-Interview, räumt aber auch ein: «Nach dem Aufstieg der Profis in die Bundesliga und der Herbstmeisterschaft damals war es für mich unglaublich schwer, Einsätze zu bekommen. Für mich war es dann der richtige Weg, den Verein wieder zu verlassen.»

Über den VfR Aalen, Gençlerbirligi Ankara (Türkei) und SC Rheindorf Altach (Österreich) kam er Anfang 2013 zu den «Lilien», wurde sofort zur Stütze in der Abwehr und später auch Kapitän. Der Deutsch-Türke, der in Heidelberg geboren wurde und dort auch heute wieder lebt, ist der einzige Stammspieler der aktuellen Mannschaft, der Ende der Saison 2012/13 mit den 98ern eigentlich schon sportlich abgestiegen war, nur wegen des Lizenzentzugs von Kickers Offenbach in der Liga blieb und anschließend sensationell zweimal hintereinander aufstieg. 

Auch wenn Hoffenheim in Sulus Zeit ebenfalls einen Durchmarsch durch die 2. Liga hinlegte, sieht er nur wenige Gemeinsamkeiten zu seinen aktuellen Verein. «Hoffenheim hat natürlich ganz andere Möglichkeiten, insbesondere in der Infrastruktur ist das absolute Spitze in Deutschland», schwärmt er. «Ich glaube, dass wir weiterhin auf uns schauen und uns in kleinen Schritten weiterentwickeln sollten», sagt er mit Blick auf Darmstadt. «Uns mit Hoffenheim zu vergleichen, ist sehr schwierig, da aufgrund der finanziellen Mittel bei der TSG ganz andere Voraussetzungen herrschen.»

Langfristig sei Hoffenheim sicher noch ein ganzes Stück von den «Lilien» entfernt. Doch mit Blick auf die bevorstehende Begegnung gibt er sich zuversichtlich: «Ich glaube, am Wochenende können wir ihnen eine Partie auf Augenhöhe liefern. Wir wissen, wie stark die TSG ist, aber werden auch genau analysieren, wo wir eventuell vorhandene Schwächen nutzen können. Wir werden alles dran setzen, die Punkte hierzubehalten.»

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